Software-Manager als Lego-Dieb geschnappt

23. Mai 2012, 10:22
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Barcodes verändert - Deutschem drohen in den USA mehrere Jahre Haft

San Francisco/New York - Ein Manager eines Softwarekonzerns in Kalifornien muss sich wegen Ladendiebstahls vor Gericht verantworten. Nach US-Medienberichten vom Dienstag soll der 47-jährige Deutsche in Geschäften die Strichcodes von Lego-Spielzeugboxen verändert haben, um die Ware so billiger zu erstehen. In seiner Villa in San Carlos seien "Hunderte ungeöffnete Lego-Schachteln" und präparierte Sticker mit Barcodes gefunden worden, sagte Polizeisprecherin Liz Wylie. Außerdem stießen die Ermittler auf ein eBay-Konto, über das der Mann Lego-Spielzeug für rund 30 000 Dollar verkauft haben soll.

Der Mann sei in vier Fällen von Überwachungskameras aufgenommen worden, sagte Wylie. Am 8. Mai wurde der Manager in einem Supermarkt festgenommen. Er ist in vier Diebstahlsfällen angeklagt. Die nächste Anhörung vor Gericht soll am 20. Juni stattfinden. Im Falle eines Schuldspruchs drohten dem Mann bis zu fünf Jahre Haft.

Nach Angaben der Ermittler verschaffte sich der Mann durch die gefälschten Barcodes teils große Preisnachlässe. So habe er eine Lego-Box im Wert von 139,99 Dollar auf 49,99 Dollar "reduziert", hieß es. Nach seiner Festnahme habe der Deutsche der Polizei gesagt, er sei einfach neugierig gewesen, ob der Austausch von Barcodes wirklich funktioniere, berichtete der Sender NBC. "Es scheint so, dass es auch Spaß machte, dass er irgendwie Vergnügen daran fand, denn es war eine Menge Arbeit", sagte Staatsanwältin Cindy Hendrickson dem Sender. (APA, 23.5.2012)

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