IBM: Siri am Arbeitsplatz unerwünscht

23. Mai 2012, 10:18
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Unwissenheit über Datenspeicherung zu großes Risiko für IBM

Jeanette Horan, CIO von IBM, hat diese Woche im "Technology Review" erzählt, dass IBM Siri vom Arbeitsplatz verbannt hat. Der Grund dafür, so Wired.com, sei die Angst vor der Speicherung der Anfragen. Niemand wisse, ob und welche der Suchen, die Siri ausführt, gespeichert werden. Bedenken wie diese sind nicht die ersten, die auftauchen. Allein der Nutzungsvertrag des iPhones besagt, dass die Anfragen aufgezeichnet werden. Begründet wird das von Apple mit der Verarbeitung von Sprache in Text. Wie lange die Daten gespeichert werden und in welcher Form, ist allerdings nicht bekannt. Die Angst von IBM, dass diktierte IBM-Emails eventuell von Apple gespeichert werden könnten, ist also nicht ganz unberechtigt.

Datenschützer warnen vor Siri

Wired schreibt, dass die American Civil Liberties Union eine Warnung bezüglich der Nutzung von Siri ausgeschrieben hat, vor allem aufgrund der persönlichen Daten, auf die Siri zugreifen kann, wie zum Beispiel Adressbücher und Aufenthaltsort. Siris Entwickler sehen die Sache jedenfalls entspannt. Edward Wrenbeck, ein Mitglied des Siri-Entwicklungsteams, sagt Wired, dass Siri keinerlei neue Wege beschreitet und die Menschen auf ihren Smartphones ohnehin schon viel machen. (iw, derStandard.at, 23.5.2012)

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    Künftig gibt's bei IBM keine Siri-Gespräche mehr

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