Börse Frankfurt schließt im Plus

24. Mai 2012, 18:40
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Leichte Erholung nach Vortagesverlusten - Versorger mit Aufschlägen

Frankfurt - Der Aktienmarkt in Frankfurt hat sich am Donnerstag etwas von seinem Rücksetzer zur Wochenmitte erholt. Nach einem wechselhaften Handelsverlauf legte der deutsche Leitindex DAX um 0,48 Prozent auf 6.315,89 Punkte zu. Seit Jahresanfang ist der Leitindex damit um etwa sieben Prozent vorgerückt.

Der MDAX lag am Donnerstag zum Handelsschluss mit minimalen 0,03 Prozent im Plus bei 10.231,52 Punkten, während der TecDAX um 0,12 Prozent auf 751,85 Punkte stieg.

"Wir sehen lediglich eine Gegenbewegung auf den Absturz von heute Morgen", sagte ein Händler mit Blick auf die Gewinne beim DAX. Nach dem Kurseinbruch vom Vortag hatten enttäuschende Geschäftsklimadaten aus Deutschland und Frankreich den Markt zeitweise noch einmal deutlich ins Minus gedrückt. Ein Marktstratege sieht das Kursplus noch nicht als Beginn einer soliden Erholung: "Solange Anleger entgegen den Aussagen der Politik an einen Austritt Griechenlands aus der Währungsunion glauben, ist mit einer wirklichen Stabilisierung im Kursverlauf nicht zu rechnen."

Mit einem Minus von 0,77 Prozent auf 50,45 Euro reagierten die Bayer-Titel negativ auf einen Rückschlag mit dem Medikament Xarelto. Die vorderen Ränge nahmen dagegen die Aktien aus dem Versorgersektor ein. Zu den Favoriten zählten die E.ON-Anteile mit plus 2,07 Prozent auf 15,31 Euro. Händler verwiesen vor allem auf die europaweite Erholung der Branchenwerte nach ihrer neuerlichen Talfahrt der vergangenen Wochen. Die Papiere von RWE kletterten um 2,20 Prozent.

Zu den besten Werten im MDAX gehörten die Aktien von Salzgitter, die um 1,81 Prozent stiegen. Die schweizerische Großbank UBS hatte die Papiere des Stahlherstellers zum Kauf empfohlen. Zwar sei auch Salzgitter vor sinkenden Stahlmargen nicht gefeit, doch der Markt übersehe die Kehrtwende in der Technologie-Sparte, hieß es in der Studie der Bank.

An der TecDAX-Spitze kletterten die Xing-Papiere nach einer Kaufempfehlung der Privatbank Berenberg um 3,05 Prozent. Vom dritten Quartal 2012 an sollten sich die Investitionen des Karriere-Netzwerks in Produkterweiterungen, Absatz und Marketing auszahlen, meinte eine Analystin. (APA, 24.5.2012)

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