Internationales Ärztinnen-Team entführt

23. Mai 2012, 12:06
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Provinzregierung vermutet rein kriminellen Hintergrund

Kabul - Unbekannte haben in der nordostafghanischen Provinz Badakhshan nach offiziellen Angaben zwei Ärztinnen einer Schweizer Hilfsorganisation entführt. Bei den Frauen handle es sich um eine Europäerin und eine Afrikanerin, sagte der Sprecher des Provinzgouverneurs, Abdul Maruf Rasekh, der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch. Sie arbeiteten für die Hilfsorganisation Medair mit Sitz im Schweizerischen Ecublens. Rasekh vermutete einen kriminellen und keinen politischen Hintergrund. Neben ihnen seien auch drei Übersetzer, die zu ihnen gehörten und mit Eseln unterwegs waren, verschleppt worden, hieß es.

Die fünf Personen hätten eine Klinik besucht, zu der die Zugangsstraße durch Überschwemmungen zerstört worden sei. "Wir haben einen Sucheinsatz gestartet", sagte ein Polizeisprecher.

Keine Stellungnahme

Die von der NATO-geführten ausländischen Streitkräfte in Afghanistan erklärten, ihnen lägen keine Informationen zu dem Fall vor. Nichtregierungsorganisationen, die in dem Gebiet aktiv sind, lehnten eine Stellungnahme ab.

Medair ist nach eigenen Angaben seit 1996 in Afghanistan tätig. Derzeit arbeiteten 15 internationale und 175 einheimische Mitarbeiter für das Hilfswerk, heißt es auf der Homepage. Ziel sei, "den hilfsbedürftigen Menschen in den abgelegenen Regionen des Landes zur Seite zu stehen und den armen, von den Konflikten betroffenen Menschen vor Ort zu helfen." (APA, 23.5.2012)

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