Kolumbiens Präsident ruft zu Offensive gegen FARC auf

23. Mai 2012, 12:18

Santos: "Krieg geht weiter, bis der Frieden erreicht ist" - Operation "Schwert der Ehre" soll Guerilla "aus ihren Höhlen treiben"

Nach einem Angriff der FARC-Guerilla, bei dem am Montag zwölf Soldaten ums Leben kamen, hat Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos das Militär aufgerufen, die Anstrengungen im Anti-Guerilla-Kampf zu erhöhen.

"Dieser Krieg wird mit Offensiven weitergehen, bis das Ziel, den Frieden in unserem Land durchzusetzen, erreicht ist", sagte der Staatschef bei einer Pressekonferenz auf dem Militärflughafen Catam. "Die Luftwaffe ersuche ich, die Flugzeuge nicht abzustellen, die Armee, die Offensive zu verdoppeln, und die Marineinfanterie, alle ihre Truppen einzusetzen."

Armeekommandant General Mantilla gab an, der Plan "Schwert der Ehre" sehe vor, die "Banditen" im tiefsten Dschungel aufzuspüren. Man werde die Guerilleros finden, "wo immer sie sich aufhalten". Zum ersten Mal, so der Präsident, sei es gelungen, die FARC-Kämpfer aus ihren Höhlen zu treiben"

Chávez sagt Unterstützung zu

Santos berichtete, er habe unmittelbar nach dem Angriff zweimal Rücksprache mit seinem venezolanischen Amtskollegen Hugo Chávez gehalten. Dieser verkündete umgehend, er werde zwei Brigaden in das Grenzgebiet zwischen Venezuela und Kolumbien zu entsenden. Es sei möglich, so Chávez, dass einzelne Guerillaeinheiten die Grenze überschritten hätten.

Man werde nicht zulassen, dass Bewaffnete auf venezolanisches Staatsgebiet vordrängen. Die angebliche Unterstützung der FARC durch Venezuelas Linksregierung war ein Anlass für erbitterte Auseinandersetzungen zwischen Santos´ Vorgänger Álvaro Uribe und seinem venezolanischen Amtskollegen,

Parlament verabschiedet "Rahmen für den Frieden"

Indessen beschloss das Repräsentantenhaus in Bogotá mit 125 gegen vier Stimmen ein Gesetzesprojekt, das die Wiedereingliederung von Kämpfern aus Guerilla und paramilitärischen Organisationen ermöglichen soll. Der "Gesetzesrahmen für den Frieden" sieht in Einzelfällen Straffreiheit für Angehörige bewaffneter Gruppen vor und soll diesen ermöglichen, sich für ein politisches Amt zu bewerben. Der Entwurf muss noch vom Senat abgesegnet werden (bed, derStandard.at, 22.5.2012)

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"Indessen beschloss das Repräsentantenhaus [...] ein Gesetzesprojekt, das die Wiedereingliederung von Kämpfern aus Guerilla und paramilitärischen Organisationen ermöglichen soll."

Anders als die reißerische Headline vermuten ließe, verfolgt die kolumbianische Regierung sehr wohl einen differenzierten Weg, und das kann nicht positiv genug gesehen werden.

Hat die USA offenbar wieder die Regierung im Griff.

Super Doku, wie derartige Regierungen regiert werden:

http://de.wikipedia.org/wiki/Beke... ic_Hit_Man

mit krieg für frieden

mal eine neue idee

in den 1980 ern unter der regierung von b. betancur gab es

schon so ein eingliederungsgesetz und das m19, damals 2. grösste guerrilla columbiens, ging darauf ein und gründeten die partei alianza democratica m19.
sollten die farc auch lieber machen anstatt weiter zu morden und sich hinter chavez und seinen drogengenerälen zu verstecken.

@ na ja ...... geht's ihnen nicht gut?

lesen sie mal nach was mit den mitgliedern der UP passiert ist.

aus genau diesem grund werden die farc und eln nicht aufhören.

da Sie sich mit geschichte auszukennen glauben,

müssten Sie doch auch wissen, dass die FARC das bereits einmal gemacht haben. hiess damals union patriotica. aber die regierung war gegen eine friedliche beilegung des konfliktes. daher wurden tausende abgeordnete der union patriotica massakriert. also sollten sich die FARC das nochmal überlegen, es sei denn, sie ist selbstmörderisch veranlagt.

da sie sich ja auch auszukennen scheinen

sollten sie aber auch wissen, dass
1. up nie tausende von abgeordnete hatte sondern im bestem moment, mit pardo leal, knapp über 4% der stimmen bekam. was ja nicht gerade für eine grosse befürwortung des volks sprach.
2. der narco rodriguez gacha anfing die up leute zu ermorden und danach die paras, damals autodefensas unidas de colombia, finanzierte. leider muss ich ihnen in einem, dass diese von teilen des militärs und der polizei unterstützt bzw gefördert wurden, recht geben.
3.- up unter anderen parteien (komunisten und ado) nur aus 2 frentes der farc bestand und der grössere teil dieser weiterhin unter waffen stand. oder haben sie diese details einfach vergessen (wollen), che?

@ na ja.... sie sollten ganz schnell in die Geschichte eintauchen und viel darüber lesen

bevor sie hier wieder posten - sie haben ja überhaupt keine Ahnung!

es wurden tausende aktivisten der up ermordet, wollte der vorredner wohl sagen. und das ist fakt. manchen kommentatoren sprechen auch von einem regelrechten genozid.

http://www.colectivodeabogados.org/EL-GENOCI... A-LA-UNION

Sie wissen doch ganz genau, dass der große Dialog unter pastrana damit geendet hat, dass die FARC einen großangriff gestartet haben.

Mörderbanden wie den FARC kann man halt nicht trauen.

was für eine peinliche meldung!

dass du dich in kolumbien überhaupt nicht auskennst, wissen wir schon lange. allerdings hätte ich dir zugetraut, einen spanischen text wenigstens lesen zu können, wenn du schon die geschichte nicht kennst.

wann war betancur und wann die morde an der up und wann war pastrana?

im übrigen sind aber hetzer wie du sehr nützliche bestandteile des systems. es hat nämlich niemand interesse daran, dass es in kolumbien frieden gibt. dann würde nämlich das kokainbusiness nicht mehr funktionieren.

also hetz ruhig weiter gegen die farc, es nützt sowieso nichts. die farc werden bleiben, die instabilität wird bleiben, weil nur dann das megamilliarden-kokainbusiness funktionieren kann!

zu ihrer Info:

betancur war anfang der 80er, pastrana war 1998 bis 2002 präsident (vor Uribe).

Santos lässt auf sein Volk schießen und die Welt sieht tatenlos zu !

und ,...

auf wem schießen die farc?

jetzt hab ich doch glatt FavAc gelesen...sorry

dann macht das doch endlich! zieht es durch! seit 40 jahren hören wir jetzt das gleiche. kolumbien wird von den amis hochgerüstet wie sonst nur noch israel, das land ist überzogen von us-militärbasen. allein, der farc wird diese übermacht nicht herr.

komisch. wenn man weiß, dass auch die waffen der farc zu 90% aus den usa stammen, schaut's aber noch komischer aus.

hat da am ende jemand interesse an der instabilität, in deren schatten man in aller ruhe eine der gewinnträchtigsten branchen, den kokainhandel betreiben kann?

es ist ja auch merkwürdig, dass es in afghanistan genauso aussieht, wo fast das ganze heroin herkommt.

klar kommen die meisten schießeisen aus den usa, woher sonst?

vielleicht glaubst du ja noch an den weihnachstmann. ich nicht mehr. hier ein paar links für dich.

http://pepitorias.blogspot.com/2009/08/e... ombia.html

http://www.elsolnews.com/noticias/... -las-farc-

die us-rüstungsfirmen und vor allem die bankster hinter ihnen machen mit allen geschäften. direkt oder indirekt. (was sollen die usa auch sonst verkaufen, haben ja ansonsten keine industrie mehr.)

und wenn was aufkommt, werden dann eben andere beschuldigt, natürlich praktischerweise vor allem linkspolitiker wie ein chavez, waffenhändler wie viktor bout oder sonstige.

also,...

ich verstehe ihre links nicht!
der pepitorias blogspot redet über ilegalen waffenhandel -schmuggel und der elsolnews bezichtigt gerade chavez schwedische waffen an die farc geliefert zu haben.

aber danke, sie bestätigen damit meine argumentation

Was gibt es denn da nicht zu verstehen? Beide Artikel sagen doch sehr deutlich aus, dass die Mehrheit der Waffen aus den USA stammt. Natürlich nicht nur, es gibt auch andere Quellen, aber doch die Mehrheit. Und das ist sowohl logisch wie auch bezeichnend. Dazu gibt es meinerseits noch anzumerken, dass bestimmte äußerst bedenkliche und geächtete Waffen wie Anti-Personen-Minen eigentlich nur aus den USA kommen, da sie in fast allen anderen Staaten verboten sind.

zum besseren verständnis

des waffenproblems in kolumbien:
http://www.harrymagazine.com/setiembre... _armas.htm

das problem ist nicht wo die

waffen her sind, da es ja keine regierungsgeschäfte sind, sondern , dass leute wie chavez die von ihm, als regierungsgeschäft, gekauften waffen an verbrecher wie die guerrillas weitergeben.
by the way: elsolnews sagt nur dass die mehrheit der anfragen an usa und osteuropa gesendet wurden , nicht woher die meisten waffen stammen. sagt aber schon das die anfragen bezüglich der waffen der venezolanischen arme von der venezolanischen regierung nicht beantwortet oder geklärt wurden .

das interessante an den anfragen der kol. regierung ist eben genau die tatsache, dass sie wegen der mehrheit der farc-waffen bei ihrem engsten verbündeten usa anfragen mussten!

es besteht mindestens eine direkte reziprozität zwischen den anfragen und der provenienz der waffen.

aufgrund des umstandes, dass man dem engsten verbündeten hochnotpeinliche fragen stellen muss lässt sich aber vermuten, dass der anteil der us-waffen in den händen der farc noch weit höher ist.

es ist ein unterschied ob waffen aus den usa kommen oder von den usa geliefert werden

für diejenigen, die hinter den us-waffenschmieden stehen (bankster!) macht es aber keinen unterschied.

die gerissensten unter ihnen haben immer schon beide seiten eines jeden konflikts finanziert. vom 1. weltkrieg angefangen!

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