Flughafen hält an Skylink-Starttermin fest

22. Mai 2012, 14:33
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Wien - Im Aufsichtsrat der börsenotierten Flughafen Wien AG ging es am Dienstag wieder um die teuren Fehler beim Terminalbau Skylink. Einen kleinen Teil der Kosten kann sich der Flughafen schon zurück holen. Wie ein Flughafen-Sprecher nach der Sitzung mitteilte, hat der Aufsichtsrat einstimmig ein erstes Vergleichsangebot zu Schadensersätzen angenommen. Am Terminal-Eröffnungstermin 5. Juni werde festgehalten, wurde hinzugefügt.

In dem jetzt gebilligten ersten Vergleich ging es um Fehler und Schäden, die Baukonsulenten bei der Skylink-Planung zur Last gelegt wurden. Der Flughafen hatte gegen Fehler und Mängel eine Versicherung abgeschlossen. Der zur Raiffeisen-Gruppe gehörende Uniqa-Versicherungskonzern hat dazu vor einigen Wochen ein Vergleichsangebot von 11,1 Mio. Euro (cash) vorgelegt. Zusätzlich verzichten die vom Vergleich erfassten Baukonsulenten auf ihre restlichen Forderungen an den Flughafen, das sind weitere rund 3 Mio. Euro. Macht in Summe rund 14 Mio. Euro.

Dieser Versicherungsvergleich betreffe jetzt einmal die Konsulenten, so der Sprecher. Allfällige strafrechtlich relevante Sachverhalte seien von dem Vergleich nicht abgedeckt, wurde ergänzt.

Ein anderes Thema sei auch noch die Prüfung von Schadenersatzforderungen gegen bauausführende Firmen, die weiter laufen. Diesbezügliche Verhandlungen könnten noch einige Monate dauern. Unterbleibt hier ein Vergleich, will der Airport gegen Baufirmen vor Gericht ziehen.

Auf Hochtouren laufen laut Airport indes die Vorbereitungen für die Inbetriebnahme des Terminalneubaus in Wien-Schwechat. Der Zeitplan ist aufrecht, wird betont. (APA, 22.5.2012)

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