Platter drängt auf dreisprachige "Medical School"

22. Mai 2012, 14:37
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Länderübergreifende Ärzteausbildung zwischen Tirol, Südtirol und Trentino geplant

Innsbruck - Die bereits im September 2010 ins Gespräch gekommene und ins Stocken geratene "Medical School" für eine länderübergreifende Ärzteausbildung zwischen dem Bundesland Tirol, Südtirol und dem Trentino will Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) weiter vorantreiben. Er drängte am Dienstag in einer Pressekonferenz nach der Regierungssitzung auf eine baldige Umsetzung der dreisprachigen medizinischen Ausbildungseinrichtung. Dort soll auf deutsch, italienisch und englisch unterrichtet werden.

Gespräche mit Rektor

"Wenn das Thema nicht bald umgesetzt wird, wird Bozen eine eigene Fakultät gründen", befürchtete Platter und erklärte, dass er diesbezüglich mit dem Rektor der Medizinischen Universität Innsbruck, Herbert Lochs, gesprochen habe. Dieser habe ihm versichert, die "Medical School" jetzt zustande zu bringen. Die Kooperationsbereitschaft zwischen Innsbruck, Bozen und Trient sei gegeben. "Nicht nur blumige Worte, sondern Taten müssen zählen", meinte der Landeshauptmann zum Status quo.

Nur 20 Südtiroler in Innsbruck

Die gemeinsame Medizinausbildung solle nicht als Konkurrenz zur bestehenden Medizin-Uni Innsbruck, sondern als eine Ergänzung gesehen werden, hatte Wissenschaftslandesrat Bernhard Tilg (ÖVP) in der Vergangenheit erklärt. Vor allem Südtirol habe den Wunsch nach einer stärkeren ärztlichen Ausbildung geäußert. Dies sei allein durch den personellen Bedarf notwendig. Lediglich 20 Südtiroler hätten im Jahr 2010 einen Studienplatz in Innsbruck erhalten. Lösung auch für dieses Problem könnte die "Medical School" sein. (APA, 22.5.2012)

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