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Auf dem Gelände der Burgruine Reichenstein fanden Archäologen überraschend Mauern und Turmreste einer älteren Burganlage.
Linz - Archäologen haben unter dem Gelände der Burgruine Reichenstein in Tragwein im Bezirk Freistadt große Teile einer älteren Burg entdeckt. Das Bundesdenkmalamt stuft den Fund in Oberösterreich als geradezu "sensationell" ein.
Auf dem Gelände der Ruine Reichenstein soll ein neuer spektakulärer Architekturkörper - das oberösterreichische Burgenmuseum - errichtet werden. Der Bauplatz ist der ehemalige Burghof. Weil dort wissenschaftlich durchaus interessanter "Müll" aus den vergangenen Jahrhunderten zu erwarten war, unternahm das Bundesdenkmalamt vor dem Baubeginn eine Grabung.
Tatsächlich fanden sich viele mittelalterliche Keramik- und Eisenteile. Überraschend war aber, dass auch Mauern und Turmreste zum Vorschein kamen, die bis zu vier Meter tief in der Erde verborgen waren. Es handelt sich nicht nur um Stümpfe, sondern aufragendes Mauerwerk. Die Grabung ist noch gar nicht abgeschlossen, sodass weitere Entdeckungen nicht ausgeschlossen sind.
Planänderungen
Die bisherigen Funde werden derzeit analysiert. Sie sind noch nicht datiert, könnten aber Teile der ersten, aus dem zwölften Jahrhundert stammenden Burganlage sein. Auch die Funktion der Bauwerke ist vorerst ungeklärt. Für die Architekten des Burgenmuseums bedeuten die Grabungsergebnisse eine neue Herausforderung. Denn die alte Bausubstanz soll erhalten und in die neue eingebunden werden. Dazu ist allerdings eine erhebliche Umplanung notwendig. (APA/red, derStandard.at, 22.5.2012)
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Burgenkunde.at: Burgruine Reichenstein - Bilder
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Reportage vor Ort bestätigt nicht alle Vermutungen - aber die Grabung ist definitiv eine der interessantesten im Bereich Mittelalter im Bundesgebiet. Wer die Sache mit dem 12. Jahrhundert verbreitet hat, darf hinterfragt werden, denn dafür gibt es nicht den Funken eines Hinweises.
http://www.huscarl.at/vielfaelt... agwein.php
Die meisten Vorläuferburgen des Mühlviertels waren laut heutigem Wissensstand eher Holzburgen. (viele der alten Holzburgen wurden übrigens nicht überbaut und sind an den Ausstemmungen im Granit bis heute teils akzeptabel erkennbar).
Eine steinerne Wehranlage die nicht einfach eine modernisierte Fortführung der älteren ist, sprich Mauerzüge enthält die schräg zu den bestehenden verlaufen oder anderweitig nicht als ältere Bauschicht einer Neueren dienen, ist im Mühlviertel eher ungewöhnlich.
das mühlviertel zu großen teilen erst im 13.jhd besiedelt wurde (nordwald) ist das schon eine sensation.
allerdings gegen süden hin gabs durchaus auch frühere versuche, die oft scheiterten. reichenstein liegt sozusagen an der grenze der damaligen besiedelung. 11. oder 12. jhd wäre doch eine sensation und bisher unbekannt ...
ich wohne weiter nördlich, da war alles früher als 12.jhd. slawisch.
Aber geh, was habt's denn gegen die slawen? Schauts euch in den spiegel, und da wird meisst kein schwede rausschauen.
Nicht nur slawische siedler, da waren vorher noch etliche andere da, ist aber wegen wald und im weg stehender bäume oft schwer zu finden, allein die verteilung der Besiedlung des böhmerwaldes vom NL an, ist in mitteleuropäischen karten sehr interessant:
Tschechien: voll
Niederbayern: voll
Mühlviertel: vereinzelt (ok, es wird letzterzeit langsam etwas mehr)
Man könnt einmal gezielt suchen, aber ohne geld zum leben dafür zu kriegen, macht das (fast) keiner.
Vermutlich sehen sich die Archäologen in Zeiten der Sparpolitik unter dem Zwang, die Politiker, für die alles Kulturelle erst einmal unter "Gedöhns" (Gerhard Schröder) fällt, unter Druck zu setzen, wozu man am besten zuerst einmal mittels schön schmackiger Presseartikel die Erwartung weckt, dass angesicht so sensationeller Entdeckungen doch etwas geschehen müsse. Ich will es ihnen gar nicht verdenken.
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