Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Die Pflegeschülerinnen und -schüler üben mit Puppen, aber auch miteinander - etwa das Eincremen der Hände.
Alten Menschen die ergrauten Haare frisieren, sie im Bett aufsetzen, mit ihnen essen: Pflege hat viele Gesichter, genauso wie die Pflegebedürftigen. Mit der Ausbildung zum Pflegeberuf und seinen vielen Facetten setzt sich der Film "In guten Händen" des jungen Wiener Filmemachers Albert Pichler auseinander. Der Film zeigt den Beruf und die Ausbildung zum Sozialfachbetreuer mit Ausbildungsschwerpunkt Altenarbeit in der berufsbegleitenden Abendschule SOB Biedermannsdorf in Niederösterreich.
Etwas Sinnvolles tun
Die Wege der Darstellerinnen zur Ausbildung könnten unterschiedlicher nicht sein. Da ist die 21-jährige Katharina, die sich in der Schulzeit missverstanden fühlte und nun nach einer unbefriedigenden Ausbildung zur Mediendesignerin endlich an ihrem Berufswunsch angekommen fühlt. Erstmals hat sie das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun. Ähnlich ergeht es der jungen Iranerin Maryam, die eigentlich ein Französischstudium und eine Ausbildung zur Logistikerin absolviert hat, bevor sie sich zu dieser Ausbildung entschloss. Schon während ihres Studiums hat sie ihre Großmutter intensiv gepflegt.
Die ältere Kollegin Gabriela hat zwar einen sozialen Berufshintergrund, arbeitete im extramuralen Bereich, hatte aber bis dato mit Pflege nichts am Hut. Das wollte sie nachholen. So wie die psychosoziale Gesundheitstrainerin Theresa, die bisher nur präventiv tätig war.
Zukunftsberuf mit wenig Lohn
Die Nachfrage und der Bedarf an qualifizierten Kräften werden in Zukunft steigen, vor Arbeitslosigkeit brauchen sich Absolventen wohl nicht fürchten. Dennoch fühlen manche der Schülerinnen, dass sie wenig Anerkennung bekommen, Pflege als Beruf nicht vom gesellschaftlichen Umfeld akzeptiert wird - auch weil die Entlohnung ungerechtfertigt schlecht ist. "Mit rund 1.600 Euro brutto können die Absolventinnen und Absolventen später im Vollzeitjob rechnen", sagt Lehrerin und Projektleiterin Manuela Miedler. Im Vergleich zum Verdienst einer Friseurin oder einer Heimhilfe sei das noch mehr.
Gedanken machen sich die Darstellerinnen darüber schon, doch schlussendlich ist es ihnen wichtiger, dass sie sich in Ausbildung und Beruf richtig aufgehoben fühlen. Erzählen sie ihre Geschichte und über ihre Erfahrungen mit der Pflegeausbildung, weiß man, dass sie sich richtig entschieden haben.
"Pflege ist Berührung"
"Es ist ein großer Unterschied, ob wir einen Menschen einfach nur pflegen oder ob wir berührend pflegen", sagt eine Stimme im Film. Das Berühren sei nicht auf die Hände beschränkt, sondern meine auch, mit dem Herzen und der Stimme einen Menschen zu berühren. Das ist Pflege. Dass es mehr ist als mechanische Handgriffe, wird schon klar, wenn die Kamera die Auszubildenden in den Unterricht begleitet. Es geht viel um das gemeinsame Lösen von Problemen, auch um das menschliche Miteinander, denn das Alter der Schülerinnen ist bunt gemischt.
Das Leben umkrempeln
Der 21-jährigen Katharina ist nach einem schweren Unfall bewusst geworden, dass sie etwas an ihrem Leben ändern muss, und sie spürte, dass sie mehr mit Menschen zu tun haben möchte. "Ich wollte etwas machen, das nicht jeder kann." In einem Pflegeheim hat sie dann angefangen, ehrenamtlich zu arbeiten. Das war der erste Schritt.
Gabriela hat noch 15 Jahre zu arbeiten, bevor sie in Pension geht. Die möchte sie "mit einer Kompetenz meistern", wie sie sagt. Für Maryam ist der Sinn der Arbeit, die Menschen in ihrem letzten Lebensabschnitt zu motivieren. "Sie sollen die letzte Zeit genießen und nicht jeden Tag denken, wann ist es aus."
Mit Herz und Hirn
Wer die Ausbildung in Biedermannsdorf absolvieren will, braucht ein gutes Zeitmanagement, denn die Schule ist berufsbegleitend. "Eine gewisse Liebe zum Menschen, der in der Hierarchie ganz unten steht und keine Lobby hinter sich hat, muss man haben", sagt Manuela Miedler. Geeignet seien Menschen mit Herz und Hirn.
Die Lehrerin weiß, dass sich nicht nur Junge für die Ausbildung zum Sozialfachbetreuer mit der Erweiterung Alten- oder Behindertenarbeit interessieren, sondern besonders auch Menschen, die im zweiten Bildungsweg etwas Soziales machen möchten. "Ganz wichtig ist, akzeptieren zu können, dass diese Menschen, zu denen man engen Kontakt zulässt, nicht mehr gesund werden, sondern sterben werden", so Miedler. Emotionale Intelligenz ist es also, womit Berufsanwärter besonders gut ausgestattet sein müssen. (Marietta Türk, derStandard.at, 23.5.2012)
Warum es spannend ist, für die Pharmaindustrie tätig zu sein, erzählt Jan Oliver Huber, Leiter des österreichischen Pharmaverbands
Immer mehr Ärzte wandern nach Skandinavien ab, während in Österreich ein Ärztemangel prognostiziert wird. Daniel Schubert erzählt von seinen Erfahrungen in Schweden
In klinischen Studien wird untersucht, ob neue Arzneimittel wirksam sind. Österreichweit gibt es fünf Inspektoren, die stichprobenartig prüfen, ob sie korrekt durchgeführt werden
ERWO-Pharma-Chef Ernst Wolensky über die Firmengründung, Startschwierigkeiten und geile Gefühle
Strikte Regeln, medizinische Notfälle und mangelnde Ressourcen prägten den Auslandsaufenthalt einer österreichischen Ärztin in Pakistan
Wie wird aus einem pharmazeutischen Wirkstoff ein Medikament? Mit dieser Frage beschäftigen sich Galeniker
Wie alpine Volksmedizin und traditionelle Heilmethoden erhalten bleiben sollen
Österreicher stellen dem Pflegepersonal ein gutes Zeugnis aus
Beide Gehälter sind NICHT ok. 1600 Euro brutto bedeuten 1200 Euro Nettogehalt monatlich - und das auch nur, wenn ein reguläres Beschäftigungsverhältnis vorliegt, was in der Branche nicht immer üblich ist. Wenn man/frau bedenkt, welche Verantwortung gegenüber alten Menschen Pflgekräfte übernehmen, sollte das der Gesellschaft mehr Wert sein. Vergleichen Sie einmal Gehälter im Sozial- und Gesundheitsbereich mit den Gehältern von Werbefuzzis, Bankmanagern u.a. gesellschaftlich irrelevanten Berufsgruppen.
Im klartext: Junge Frauen auch nach div.Ausbildung bekommen kaum Chancen in ihren Beruf zum Tätig werden.... eine massive Verdrängung in die Niederlohnsektor und zu dem "traditionellen Fraunberufe".
AMS, SÖB-Projekten usw. betreiben Massenrekrutieung zu Pflegearbeit (Um Arbeitslosenzahl senken? Lohndömpin aufrechthalten? ..und damit noch Politiker stolzieren!).Meistens ohne Rücksicht auf die Wünsche, Tauglichkeit und Wille die Frauen (Unter Drohung Sperre von Leistungen). Während viele PflegerInnen (in Wien)werden nur pro Tag nur 1-4 Stunden Unter- Beschäftigt (und somit bekommen nur geringe Löhne!).Das ganze "Pflegenotstand" ist eine Politblase!
ich möcht wissen wieviel ein maurer verdient oder ein technikspezialist. 1600 brutto, fein, das ist seeeeeehhhhhhr viel. eigentlich eine sauerei.
aber da ja überproportional frauen in der sparte tätig sind muss es ja ein leichter beruf sein (sarkasmus off)
Zwar von die PflegerInnen wird eine enorm unter Leistungsdruck stehenden Arbeit verlangt, im Interesse das GEWINN, und nicht die optimalen Betreuung von Klienten.Da über "Sinnvolles tun", "Berufung", "Seelchen" und "Liebe" Faseln, und an die Gewiss die PflegerInnen appelieren, Schuldgefühle erzeugen ist das allerletztes!
Während die PflerInnen sich bemühen um ständig wechselnde Fremden, ihr eigen Kinder müssen oft allein lassen daham, oder nachlässigen ihren EIGENE alte/kranke Eltern.
Die klientel weil alt und pflegebedürftig sind, NICHT ALLE " a liabe Oma/Opa", sondern gibt es genügend grantige, und einige in ihren ganzes Leben waren immer unangenehme Karakteren . Diese Idealisierung, Verherrlichung ein überbleibsel von klosterschwestern
Ja, und das Thema Sterben: in unseren Gesellschaft ist ein TABU THEMA!
Wir verdrängen diese Tatsache, wir tun so, als wenn wer stirbt es ist nur ein "Betriebsunfall" wäre.Als wäre eine "Versagen" die Ärzte (weil das Leben könnten nicht beliebig immer wieder verlängen...)..."Schuld" daran, wenn passiert immer etwas oder wer... Wir richten unseren Leben so ein, als wir für immer am Leben bleiben würden (siehe Wohnverhältnissse, Regelungen von Besitz...)..wir Täuschen uns gern selbst.
Nur mit wenigen Menschen habe getroffen, welchen BEWUST waren über das Sterben, und es auch AKZEPTIERT haben.
In reale Leben KEINE PflegerIn können bis ihren Pensionsalter arbeiten, weil ihren Gelenken, Bandscheiben, Psyche wird vorher kaputt gehen.
Die meisten noch vor Pensionierung werden 5-10 Jahren Arbeitslos, MS-BezieherIn. Altersarmut für PflegerInnen sind VORPROGRAMIERT!
Ihren Sozialnetze auch heufig zu Grunde geht, weil wegen die unregelmässige (fast allen Feiertagen auch) Einsätze kaum bleibt ihnen genügend Zeit ihren Beziehungen zu Angehörigen und Freunde pflegen. Viele werden im Alter einsamm!
Diese "Pflegesystem" nur repprodiziert ihr eigenen Klientel!
...noch vor einigen Jahren hat es viel besser funktioniert!
Die PflegerInnen wurden BESSER ausgebildet, es gab für ALLE Supervisionen, es gab ständigen Weiterbildung, und es gab auch Aufstiegchancen.
Die Arbeitszeiten haben die PflegerInnen überwiegend selbst aussuchen können. Düeften wählen zwieschen 10-35 Stunden! Bei 35 Stunde Frau/Man Verdiente ca 1600,-€ NETTO+ Km Geld. Es gab kleinen Betreuer-Teams mit fix Klientenkreisen.Die Einsatz und Fahrtenzeiten waren zu realen Umständen angepasst.
Beginnend Schwarz/Blau+ BAGS wurde "reformiert", Privatisiert, aus dem Vereinen wurden gewinnorientierten AG-s.
Mit ausländische Billigstschwestern wird Lohndömping gemacht!
Über "Berufung" pöbeln ist nur bereitmachung für Ausbeutung!
...nur die PflegerInnen bekommen nur zu 90 % einen Beschäftigung von 20-30 Stunden/Woche (Wien).
Es gibt schon sogar heufig 15 Minütige Einsätze! :-0
Die PflegerInnen müssen mit diverse Schreib und Registiergeräte ihren Einsatz und Fahrtenzeiten regiestrieren....Man denkt es wäre OK....Aber in Realität meistenst die Fahrtenzeit welchen die Arbeitgeber angibt wesentlich kürzer als die reale. Ampeln, Stau, Parkplatzsuche wird nicht berücksichtigt!
Pflege ist Arbeit mit kranken Menschen und nicht mit Maschienen! Oft die Versorgung benötigt LÄNGERE ZEIT, als es berechnet wird! Es führt zu einige Verzögerungen.
Überzogenen Zeitdruck verursacht enorme Stress, Konflichte, oft die Folgen sind Strafen (Abzüge von Lohn!).
bei einem Median von 18000 Euro netto pro Jahr in Österreich können 1600 Brutto (1200 netto...17000 pro Jahr ) eigentlich nicht schlecht bezahlt sein. Ein bisschen Respekt sollte man dahin gehend auch zollen und nicht sich im verletzenden Mitleid üben, nur weil man aus einer Alice-im-Wunderland-Netwerk kommt, wo man routinemäßig 3500+ im Monat verlebt.
Freilich, die Tätigkeit ist sehr anstrengend und belastend, besonders auf Dauer, denn nicht alle werden über 25 Dienstjahre in so einem Beruf schaffen und von daher ist das alles äußerst unterbezahlt. Aus Arbeitgebersicht muss der Gewerkschaft Vida für ihren grandiosen BAGS-Vertrag gedankt werden. Die verkaufen die kollektive Unterbezahlung recht gut und halten alle still.
Bitte um eine klare Darstellung der Berufsbilder: hier wird von einer berufsbegleitenden Ausbildung zum/zur SozialfachbetreuerIn gesprochen, bitte nicht schon wieder mit der Gesundheits- und Krankenpflege/ "Pflege" verwechseln/in einen Topf schmeissen, wie immer dieses Curriculum aussehen mag, es kann nicht das gleiche Berufsbild sein und den Begriff Pflege kann man auch nicht für alles verwenden, jedenfalls dauert die Ausbildung zur Gesundheits- und KrankenpflegerIn 3 Jahre und ist nicht berufsbegleitend.
Auch die im Artikel genannte Berufsbezeichnung "Sozialfachbetreuerin' entspricht nicht der, die im anerkannten Berufsbild genannt wird -> Fach/Diplom-SozialbetreuerIn für Alten-/Behinderten-/Familienarbeit :)
eine Ausbeutung von ArbeitnehmerInnen unter zu Hilfe nahme von Schamgefühl und Schuldgefühlen.
Keine Frage, diese Berufsgruppe ist dringendst notwendig und wird nie aussterben ABER sind uns unsere hilfsbedürftigen Mitmenschen wirklich so wenig wert?
was für eine spitzenbezahlung "augenverdreh" 1600btto für so einen schweren, anstrengenden job. da werden die bewerber ja nur so die türen einrennen, das ist mal ne ansage..... und dann wundern sich diese ganzen fiesen heinis das niemand diesen job machen will??
Der Beruf ist anstrengend, man verdient nicht besonders gut und wird oft bis zum letzten (emotional/physisch) gefordert. Ständig wird rationalisiert, immer mehr Arbeit in immer kürzerer Zeit, dauernd sitzt man vor irgendeinem Flipchartkasperl, der von Pflege keine Ahnung hat, dafür von Unternehmensberatung, und muß sich vorbeten lassen wie man seine Zeit rationeller einteilt und die "Arbeitsdichte" optimieren kann.
ABER: was ist es einem wert, einen Beruf zu haben, der in gewisser Weise auch Berufung ist? Wieviel Geld läßt man gerne auf der Strecke, um am Ende des Tages mit dem Gefühl heimgehen zu können, etwas Sinnvolles geleistet zu haben und ein Stück gewachsen zu sein?
(das sage ich nach einem 12-Stunden-Tag auf einer Palliativstation
da pfeif ich auf ein gutes gefühl im job, die helferlein werden allesamt ausgelacht, weil sie ihre haut so billig zu markte tragen. ich habe lieber ein bißchen geld am ende des monats, als permanent mit 1200ntto rumzudümpeln, auch wenn der job noch so befriedigend sein sollte.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.