Penny-Sanierung belastet Rewe-Bilanz

22. Mai 2012, 11:26
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Die Discountsparte kommt Deutschlands zweitgrößten Lebensmittelhändler Rewe teuer zu stehen, Konzernchef Caparros dennoch zuversichtlich

Köln - Die Sanierung des Diskonters Penny hat die Bilanz des zweitgrößten deutschen Handelskonzerns Rewe belastet. Der operative Konzerngewinn (EBITDA) ging 2011 um 140 Mio. Euro oder knapp 11 Prozent auf rund 1,18 Mrd. Euro zurück. Konzernchef Alain Caparros bekräftigte bei der Bilanzvorlage, dass sich Rewe nicht aus dem Diskontgeschäft verabschieden werde. Die Tochter Penny werde ihre Position behaupten. Penny, der viertgrößte Diskonter in Deutschland nach Aldi, Lidl und Netto, schrieb 2011 nach früheren Angaben rote Zahlen. Ein Umbau soll die Tochter profitabel machen.

Der Konzernumsatz stieg 2011 um 3,4 Prozent auf die Rekordhöhe von 40,3 Mrd. Euro. Als starker Wachstumsmotor erwiesen sich die konzerneigenen Rewe-Supermärkte in Deutschland, die ein Umsatzplus von fast 10 Prozent erzielten. Im Vergleich dazu sei der Branchenumsatz des Lebensmittel-Einzelhandels in Deutschland im vergangenen Jahr nur um 2,4 Prozent gewachsen. Mit Preisaktionen, längeren Öffnungszeiten und Modernisierungen gewännen die Supermärkte Marktanteile hinzu.

Die gesamte Rewe-Gruppe inklusive der selbstständigen Kaufleute beschäftigt im In- und Ausland 323.000 Mitarbeiter. Im vergangenen Jahr seien europaweit knapp 10.000 neue Arbeitsplätze geschaffen worden. (APA, 22.5.2012)

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    Penny soll wieder ertragreich werden.

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