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Weichmacher werden vor allem bei der Herstellung von Dosen mit Aufreißverschlüssen verwendet.
Hält Dosenthunfisch in Öl länger als Trockenbrot aus der Dose, weil dieses in keiner Flüssigkeit schwimmt? "Nein, die Haltbarkeit ist unabhängig vom Flüssigkeitsgehalt des Produktes", weiß Ernährungswissenschaftlerin Nicole Seiler. Generell gilt: Einmal geöffnet, sollten Lebensmittel in Glas- oder Kunststoffbehälter umgefüllt und anschließend im Kühlschrank gelagert werden.
"Obst und Gemüse können auf diese Weise zwei bis drei Tage aufbewahrt werden", meint Sonja Masselter, Leiterin des Instituts für Lebensmitteluntersuchung Innsbruck der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES). Da offene Konservendosen schlecht verschließbar sind, verderben Lebensmittel darin wesentlich schneller als in luftdicht verschlossenen Behältern.
Zinn und Weichmacher
Hinzu kommt, dass beim Öffnen einer Dose Metalle in die Lebensmittel übergehen können - das gilt nicht nur für unbeschichtete, sondern auch für beschichtete Konserven, wenn etwa durch das Öffnen die Beschichtung der Dose angekratzt wird oder sich kleine, reaktionsfähige Moleküle aus der Kunststoffbeschichtung herauslösen.
Unbeschichtete Dosen sind Konserven aus dünnem Stahlblech, überzogen mit Zinn, damit der Stahl nicht mit den beinhalteten Lebensmitteln reagiert. Zinn kann sich jedoch herauslösen und mit dem Lebensmittel vermischen. Das erzeugt zum einen mitunter einen metallischen Geschmack, zum anderen können empfindliche Menschen Magen-Darm-Beschwerden bekommen. "Je mehr Säure das Produkt enthält, desto mehr Zinn wird herausgelöst", erklärt Seiler und bezieht sich hier insbesondere auf Dosen, die mit Zitronensäure bzw. -saft gefüllt sind.
Unbeschichtete Dosen sind heute jedoch in einer schwindenden Minderheit auf dem Markt, der Großteil der Konservendosen ist mit einem Kunststoff versehen. Die Innenlackierung dieser Beschichtung ist jedoch nicht unumstritten, da sie den Weichmacher BADGE (Bisphenol-A-Diglycerid) enthält. BADGE wird vor allem bei der Herstellung von Konservendosen mit Aufreißverschlüssen verwendet. Gerade bei öligen Produkten wie Fischkonserven kann BADGE aufgrund seiner Fettlöslichkeit in den Doseninhalt übergehen.
Versuche mit Bakterien und Zellkulturen haben gezeigt, dass der Weichmacher erbgutverändernde Wirkungen haben kann - in Tierversuchen wurde das zwar nicht bestätigt, dennoch gibt es den von der EU festgelegten Grenzwert von einem Milligramm pro Kilogramm Lebensmittel.
Finger Weg von verbeulten Dosen
Geschlossene Konservendosen sind meist sogar über die angegebene Mindesthaltbarkeit hinaus konsumierbar. Finger weg heißt es bei gewölbten Deckeln oder Böden, da sich in den Dosen eventuell bereits gesundheitsschädigende Keime vermehrt haben. "Bei solchen Dosen besteht ein Gesundheitsrisiko. Der Inhalt sollte auf keinen Fall mehr konsumiert werden", erklärt Masselter. Vorsicht ist auch bei geknickten oder verbeulten Konserven geboten, da sie an diesen Stellen eventuell durchrosten und somit keine Haltbarkeit mehr garantieren. (Sophie Niedenzu, derStandard.at, 30.5.2012)
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Was heißt da "sogar"? Da wird getan, als wäre das so eine große Überraschung, wo es doch schon mal sowieso nur "Mindest"haltbarkeitsdatum heißt und man eigentlich weiß, dass besonders Lagerware wie Konserven und sonstige lange haltbare Lebensmittel in der Regel immer noch nach diesem Datum problemlos konsumiert werden können. Die Hersteller wollen klarerweise nicht das Risiko eingehen, dass die Ware schon vorher verdirbt, weshalb da immer ein entsprechender Spielraum nach hinten ist.
Wenn etwas mal im Blutkreislauf drin ist und sich biochemisch wie ein Hormon verhält, wirkt es sich ganz zwangsläufig irgendwann aus.
Im Tierversuch wird selbstverständlich des öfteren der zu testende Wirkstoff direkt eingebracht, weil man schlicht nicht die Zeit hat abzuwarten, was mit den Ratten bei typischer Exposition durch langsame Akkumulation nach 5, 10 oder 20 Jahren passiert (die werden noch nicht mal annähernd so alt, der Mensch erreicht da gerade das adulte Stadium!).
Das ist die selbe Argumentationslinie wie beim “Naturparadies“ Tschernobyl - sooo schlimm kanns ja eeeh nicht sein, kaum ein Wildtier stirbt dort an Krebs...
Ja klar, weil sie ihn einfach nicht erleben in 10 (oder einige wenn's hoch kommt) 20 Jahren Lebenszeit.
und sie erklären sich mit dem zur Normalität gewordenen Wahnsinn, mit den Strassers, dem Bürgerüberwachungswahnsinn usw. einverstanden.
Ohne Weichmacher und UNTERhaltung wäre das ausgeschlossen.
Dass das mit den Weichmachern absichtlich SO gedacht war, kann ich mir allerdings nicht vorstellen - da das Zeug sogar in weit abseits und völlig biologisch angebauten Nahrungsmitteln nachweisbar ist, trifft es ja die “Elite“ ganz genau so.
Falls das Absicht wäre, wäre es ganz schön dumm.
Die verbreitete Verwendung des Krempels ist eher auf die Höhe Gewinnspanne bei billigen Kunststoffen zurückzuführen - schuld ist also einmal mehr die menschliche Gier...
so meine Meinung:
Zinkbeschichtung hab ich seit Ewigkeiten nicht gesehen.
Bisphenol löst sich nicht nur bei geöffneter Dose, sondern auch bei geschlossener, hat also lange Zeit, in das Lebensmittel überzugehen bevor die Dose überhaupt geöffnet wird.
Es gibt genug passgenaue Kunststoffdeckel mit denen man die geöffneten Dosen verMasselterschließen kann. findet man gerne auf Hunde- und Katzenfutterdosen im Handel.
Möglicherweise steht aber eine Ausschreibung zum Bereichsleiter des Geschäftsfeldes "Lebensmittelsicherheit" der AGES an, sodass sich Frau Masselter in Erinnerung bringen will.
http://www.youtube.com/watch?v=oAJ4XVmI4dc
aus kentucky fried movie
Bisphenol-A dockt an die Rezeptoren an, die für Östrogen bestimmt sind und täuscht so dem Körper einen erhöhten Hormonspiegel vor.
Allerdings ist Bisphenol-A da nicht allein, bei weitem nicht, Hopfen (Bier), Sojabohnen (Tofu & Co), Kichererbsen und viele andere Pflanzen enthalten Stoffe die *an den genau den selben* Rezeptoren andocken, allerdings in wesentlich höherer Konzentration als eine Konservendose Bisphenol-A enthält :)
Aber das ist natürlich kein Problem, die sind ja 'natürlich'
Soja, Hopfen etc. enthalten planzliche Isoflavenoide,
welche eigentlich gesund sind, jedoch Östrogenen sehr ähnlich sind. Bisphenol A ist giftig (sogar von der EU als "gesundheitsschädlich" eingestuft) und kann schwerwigende Langzeitfolgen haben.
Quelle Wiki:
Neue Studien deuten auf einen Zusammenhang zwischen Diabetes, Herz-Kreislaufproblemen, fehlender Libido oder auch Fettleibigkeit und einem erhöhten BPA-Spiegel im Blut hin.[4]
Wie kann man nur Pflanzen mit einem chem. Derivat, daß sogar unter die Gefahrenstoffkennzeichnung fällt vergleichen ?
nur weil etwas in pflanzen vorkommt,heisst das ja noch lange nicht,daß es deswegen weniger schädlich wäre als ein chemisches produkt...wenn das pflanzliche produkt genauso wirkt,wie das schädliche chemische,dann wird man das ja wohl auch so sagen dürfen,odr?
sich trotz ihres natürlichen Vorkommens in der Natur (frei und unkontrolliert! noch immer!) nicht so weit angereichert haben, dass die Geschlechtsverteilung z.B. ganzer Fischpopulationen über den Haufen geworfen wurde - wie bei BPA sehr wohl (google bietet genug seriöse Bsple.)
natürliche Stoffe werden i.A. in kleinen Mengen (ok, bis aufs Bier) konsumiert, man bestimmt das Ende der Exposition selbst. Wenn BPA im Essen, Trinken, Grundwasser vorkommt, is es vorbei mit der Wahl... wird man wohl noch sagen dürfen oder?
btw: schöne Doku über ähnliches Thema: Pandora's box: Goodbye, Mrs. Ant: http://is.gd/lkpjGM
wie weit wird der Mensch bei der Kontrolle der Natur zur Profitmaximierung noch mal gehn? bis zum bitteren Ende vermutlich...
Weil es dem Organismus völlig blunzn ist, ob die fehlende Libido, Fettleibigkeit und Herz-Kreislauf Probleme vom 'phösen' Bisphenol-A oder vom 'guten' Hopfen ausgelöst werden.
Die Substanzen im Hopfen haben *genau denselben* Wirkmechanismus wie Bisphenol-A und löst dementsprechend die selben Symptome aus :)
Googeln sie z.B. mal 'Hopfenpflückerkrankheit' oder schauen sie mal in die Wikipedia zum Thema Phytoöstrogene
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