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Graz - An der Pfarrer-Initiative um Helmut Schüller führt im innerkatholischen Dialog momentan kein Weg vorbei. Auch beim Medienempfang des steirischen Bischofs Egon Kapellari waren die ungehorsamen Priester Montagabend in Graz Thema.
"Allein schon das Reizwort ,Ungehorsam' in einer Erklärung von Priestern provoziert ja viel Aufmerksamkeit", räumte Kapellari in seiner Ansprache offen ein. Auch rede er die von der Initiative "benannten Probleme nicht klein", allerdings: "Wenn aber nun von Wien aus mit wachsender Intensität versucht wird, Schritte auf einem österreichischen Sonderweg abseits der Weltkirche und ohne oder gegen den je eigenen Bischof zu tun und dafür auch internationale Allianzen zu erreichen, dann verlangt dies ein klares Nein."
Anders als Kardinal Christoph Schönborn drohte Kapellari nicht mit Disziplinarmaßnahmen. Der Grazer Bischof warnte die Initiative aber deutlich: "Wer trotz allem in Selbstüberschätzung nach dem Steuer der Ortskirche und der Weltkirche zu greifen sucht, der spaltet die Kirche. Diesen Weg können wir daher selbstverständlich nicht mitgehen." (red, 22.5.2012)
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gab inzwischen auch schon seinen Senf dazu, teils unter Berufung auf Worte des päpstlichen Nuntius. Von Letzteren kam ja noch nie etwas Gescheites für die Kirche in Österreich; die Blamage Merkwürden Fast-Exzellenz' Wagners geht auch auf den Vorgänger des derzeitigen Vertreters des Heiligen Stuhls bei der Republik Österreich zurück.
Sie werden uns nicht abgehen. An Äusserlichkeiten zu hängen, das ist bestimmt nicht der Wille von Jesus Christus.
Und die Kirche Christi bekäme dadurch mehr Schwung....
.. weil du nicht Papst bist und die RKK strikt hierarchisch organisiert ist....
Ich frage mich eher, warum sich nicht mehr rk-Christen nach einer alternativen Kirche umsehen, in der die Forderungen der Pfarrer-Initiative bereits verwirklicht sind.....
Derartige Organisationprinzipien gehören zu den Dingen, die sich ändern lassen.
Den Versuch wäre es wert, in jedem Land einige Bischöfe öffentlich durch die Basis für ausgeschlossen zu erklären (in Italien z.B. unter Berücksichtigung des Bischofs von Rom).
Eine solche Erklärung wäre in ziemlich allen Medien der jeweiligen Länder...
;-)
Meine Ansicht dazu: Libyen ist ein Land, und das gehört den Libyern.
Kein Mensch muss die Kirche verlassen, nur weil sich ein paar machtgeile Greise aufspielen... Die Menschen sind nicht das Problem, nur die Führungsclique...
Die Führungsclique (und da wohl vor allem die Kurie) aber auch ganz grundsätzlich das System: die RKK kann nicht demokratisch werden, ohne ihre Fundamente in Frage zu stellen (das Primat ihres Primaten, Unfehlbarkeit desselben und ihrer selbst .. und so lange der Papst als Stllvertreter Gottes gesehen wird, ist ja für die RKK auch sein Führungsangspruch zwingend zu erhalten.)
.. das mußte schon vor 500 Jahren der alte Luther einsehen, und daran wird sich IMHO auch in den nächsten 500 Jahren nichts ändern....
Weiters habe ich gar nicht gesagt, daß Menschen die RKK verlassen MÜSSEN, um in eine demokratischen Kirche zu gehen, mich wundert nur, dass es relativ wenige tun.
"die RKK kann nicht demokratisch werden, ohne ihre Fundamente in Frage zu stellen"
Das ist klar, und das ist auch "billigend in Kauf zu nehmen", wie die Juristensprache das so schön ausdrückt.
Dann lassen sich gleich zwei Ziele in einem erreichen:
Die r.-k.K. wird demokratisch(er), und sie wird es, indem sie ihre Fundamente (gemeint: die von Ihnen genannten Dogmen und andere, ausschließlich den hierarchischen Apparat stützenden Lehrinhalte) in Frage stellt und diese gegen andere, tragfähigere austauscht.
so wünschenwert das auch wäre:
ich halte das für völlig ausgeschlossen: da geht es um viel zu viel Macht und Geld, und außerdem müßten dazu sehr, sehr viele tragische, grausame und tödliche Irrtümer eingestanden werden sowie die römisch-katholische (nicht die christliche!) Glaubenslehre völlig auf den Kopf gestellt werden....
.. da wird vorher noch eine evangelische Christin Päpstin :-)
Dann sollen die Bischöfe einmal erklären, was bei den Forderungen der Weltpriester so anti christlich wäre!
Es ist sehr wohl heutzutage den Christen zumutbar selbst nach dem Gewissen zu handeln und nicht mehr nach der Diktatur der Hierarchie!
Nur um die Macht zu erhalten sollen weiter Wiederverheiratete von der Kommunion ausgeschlossen bleiben und ehrliche Priester die aus dem Bekennen zu einer Frau austreten mussten, sind weiter verdammt, obwohl viele Pfarren nicht mehr besetzt werden können - das kann nicht der Wille Jesus sein, sondern die Engstirnigkeit des Klerus.
Bin schon gespannt wenn man diese Aufmüpfigen bestraft, denn damit sind auch 50 % der Gläubigen weg von dieser erzkonservativen Restkirche.
Jesus war ein Aufmüpfiger!!!
die zeiten des aggiornamento sind vorbei, spätestens unter ratzinger befindet sich die katholische kirche wieder auf einem reaktionär-autoritären weg. und die kardinalsernennungen der letzten jahre lassen auch für die nächste papstwahl nichts gutes erahnen. ich sehe wirklich kaum chancen auf reformierbarkeit in den nächsten jahren. deswegen frag ich mich, ob es nicht besser wäre, wenn schüller & co. entweder zu einer zivilisierteren, humaneren kirche wechseln (etwa die evangelische oder altkatholische) oder aber selber eine religionsgemeinschaft gründen. man kann davon ausgehen, daß ihnen wohl viele leute (zumindest in österreich) folgen würden, die statt der katholischen fundi-sekte lieber gelebtes christentum haben möchten.
das hat alles eine gewisse Schlüssigkeit und ein gewisses Werden.
Martin Luther wandte Sich zuerst auch noch an den Papst und dachte: der wird Ihm doch Recht geben.
Aus Rom kam aber: .. einen Herrn Luther aber kennen Wir nicht
Dann war es aus. Aus dem braven katholischen Mönch wurde der Reformator.
Man geht nicht so Mir nix Dir nix
Mit Gruß
Georg
Wohin das "selber eine religionsgemeinschaft gründen" führen kann lässt sich sehr schön an www.venganza.at (Vereinigte Kirche des fliegenden Spaghettimonsters Österreich) und www.atheistische-religionsgesellschaft.at (Atheistische Religionsgesellschaft in Österreich) studieren.
Ich habe da so meine Zweifel, dass das wirklich eine echte Option für die www.pfarrer-initiative.at ist. Allein schon ihr Selbstverständnis als Initiative INNERHALB der röm.-kath. Kirche widerspricht doch der Gründung einer neuen Religion diametral.
ich denke, schüller will ein gutes gewissen haben, bis zuletzt das gespräch und den konsens gesucht zu haben. ausserdem weiss er eine menge gläubige hinter sich, und mit jedem tag, den er der feudalistischen abgehobenen amtskirche die stirn bietet, wächst der bekanntheitsgrad seiner bewegung.
am ende wird es vermutlich wirklich so sein, dass eine große menge mitteleuropäischer katholiken die römisch(sic!)-katholische kirche verlassen wird und zB mit den altkatholiken fusioniert - wobei der name altkatholiken unbedingt geändert gehört, das erzeugt schwellenangst, statt neugier.
ich sehe das positiv. die römische amtskirche halte ich inzwischen für unreformierbar. aus der wird nix mehr.
Wieso sollte das etwas am Konkordat ändern?
Sofern die Bedingungen erfüllt würden, würden halt nach einiger Zeit diverse andere Kirchen anerkannt und mit den entsprechenden Rechten ausgestattet - da diese ja auch als nationale Gesetze existieren und viele Religionen betreffen, ist das Konkordat hier auch fast sekundär.
Es gilt in Deutschland ja auch noch das Preußenkonkordat, obwohl in Preußen Katholiken oder den entsprechenden heutigen Ländern keine sehr große Rolle spielten.
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