Neue Genveränderungen bei Prostatakrebs identifiziert

21. Mai 2012, 18:11
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Eine der Mutationen soll zur Definition einer neuen Untergruppe des Krebses verwendet werden

Boston/Zürich - Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern. Nun berichten zwei unabhängige Studien in den Fachblättern "Nature Genetics" und "Nature" von neuen Genveränderungen bei Prostatakrebs. Beide Studien nutzten die Technik der Exom-Sequenzierung, um diese Mutationen zu identifizieren. Dabei werden nur jene Regionen des Erbguts durchforstet, auf denen wirklich Gene liegen.

Ein Team um Levi Garraway vom Dana-Farber Cancer Institute in Boston sequenzierte die Exome von 112 Prostatatumoren. Die Forscher fanden diverse Veränderungen auf mehreren Genen, wie sie in "Nature Genetics" berichten. Die Mutation im sogenannten SPOP-Gen kam so häufig vor, dass die Forscher sie fortan zur Definition einer neuen Untergruppe des Krebses verwenden wollen. Sie tritt in 15 Prozent aller Prostatakrebs-Fälle auf, wie es in einer Mitteilung des Weill Cornell Medical College heißt.

Nach Angaben der Autoren gibt es somit mindestens zwei verschiedene Entstehungswege für Prostatakrebs, wofür jeweils spezialisierte Diagnosen und Behandlungen entwickelt werden könnten. (APA, 21.5.2012)

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