Ermittlungen nach Mordaufruf von Islamisten

21. Mai 2012, 16:07
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Sender von Video-Botschaft soll sich im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet aufhalten

Düsseldorf/Karlsruhe  - Nach dem Mordaufruf eines Islamisten gegen deutsche Rechtsextremisten hat der deutsche Generalbundesanwalt die Ermittlungen gegen Yassin Chouka alias Abu Ibrahim übernommen. Der 27-Jährige soll in einer am Wochenende in einem Internetforum aufgetauchten Video-Botschaft zur Ermordung von Mitgliedern der rechtsextremen Partei "Pro NRW" aufgerufen haben. "Wir ermitteln wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung", sagte ein Sprecher der deutschen Bundesanwaltschaft am Montag. "Die aktuelle Veröffentlichung belegt diesen Verdacht weiter."

Abu Ibrahim ist als Werber und Propagandist der islamistischen Terrorgruppe Islamische Bewegung Usbekistan (IBU) bekannt. Er soll sich im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet aufhalten. "Wir nehmen die Drohung ernst", hatte ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Innenministeriums nach Bekanntwerden des Videos gesagt.

Die rechtsextreme Splitterpartei "Pro NRW" hatte sich den Hass der Islamisten zugezogen, weil Aktivisten der Partei in den Wochen vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen (NRW) auf Kundgebungen provozierende islamkritische Karikaturen gezeigt hatten. Am Rande einer dieser Kundgebungen in Bonn hatten radikalislamische Salafisten Polizisten angegriffen. 29 Beamte wurden verletzt, zwei von ihnen durch Messerstiche schwer. (APA, 21.5.2012)

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