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vergrößern 900x900Loreen bekommt Fotos präsentiert. Darunter auch die Häuserzerstörungen und Zwangsräumungen, damit die Crystal Hall gebaut werden konnte.
vergrößern 900x900Rasul Jafarow, Organisator von "Sing for Democracy" führt Loreen durch eine Ausstellungen mit Fotografien, die Menschenrechtsverletzungen in Aserbaidschan dokumentieren.
vergrößern 900x900Im Gespräch mit Loreen.
Ausgelassen feierten rund hundert Menschen im Lokal "Marshalls“ im Herzen Bakus ihr Fest "Sing for Democracy". Die internationalen Medien sorgten für Berichterstattung rund um den Globus, und gleichzeitig dienten sie als Art Schutzschild. Polizei war zumindest nicht sichtbar.
Dass die Polizei jedoch auch in Zivil plötzlich und unerwartet auftauchen kann, mussten rund hundert DemonstrantInnen heute morgen in Baku erleben. Sie wurden von der Polizei eingekesselt, manche verprügelt und rund 18 Personen verhaftet. Sie kamen kurz darauf wieder frei.
Loreen besucht MenschenrechtsaktivistInnen
Die Video der Verhaftungen – darunter zu sehen wie junge Frauen brutal in einen Bus verfrachtet werden – sah heute auch Loreen, die schwedische Teilnehmerin beim Eurovision Song Contest. Ihr Beitrag "Euphoria" ist ein Topfavorit für den diesjährigen Sieg. Das Lied ist bereits Top 10 in vielen europäischen Charts.
Sie war bestürzt über die Bilder, die sie heute zu sehen bekam und flüsterte immer wieder "Unbelievable". Dabei war es keine Idee von PR-Spin-Doktoren, als sie heute das Büro der Menschenrechtsgruppen Bakus besuchte. "Es war ausdrücklich ihr persönlicher Wunsch", wie mir eine Managerin Loreens erzählte. Und ein schwedischer Journalist flüsterte mir zu: "In den schwedischen Medien geht es immer nur um den Sieg beim ESC. Wir sind da immer sehr ambitioniert. Dass Loreen jetzt ein anderes Thema, als immer nur ihr Lied und die Siegeschancen, aufmacht ist großartig. Damit hätte ich nicht gerechnet."
"Eure Arbeit ist viel wichtiger, als das was ich tue", sagte Loreen gleich zu Beginn. Sie bat die NGOs übrigens nicht zu sich, sondern musste durch einen schmutzigen und nassen Innenhof gehen, um das Büro zu erreichen. Eineinhalb Stunden nahm sie sich Zeit und beeindruckte alle mit unzähligen Fragen. Ihre Bestürzung war aufrecht. Das konnten alle spüren. Sie erklärte auch warum: "Ich bin marokkanische Migrantin in Schweden. Ich weiß, was es heißt, wenn Frauen unterdrückt werden. Daher kann ich euch fühlen."
Facebook-Fans machten Loreen aufmerksam
Im Anschluss hatte ich die Gelegenheit ein bisschen mit Loreen zu reden. Sie erzählte mir, dass es ihre eigenen Facebook-Fans waren, die auf ihrer Seite Videos posteten und sie auf das Thema aufmerksam machten. Sie schaute sich die Beiträge an und wollte sofort die "Sing for Democracy"-NGOs treffen. Ob sie denn nun auch andere MitberwerberInnen animieren möchte, es ihr gleichzutun, fragte ich sie. "Ich werde niemanden zwingen. Aber nachdrücklich darum bitten. Vielleicht inspiriere ich sie ja", antwortete sie.
Denn bislang ist Loreen die Einzige von 42 TeilnehmerInnen beim diesjährigen Song Contest, die der Bitte der MenschenrechtsaktivistInnen Aserbaidschans sich doch des Themas anzunehmen, nachkam. Auch die Trackshittaz haben sich bisher noch nicht dazu geäußert. (Marco Schreuder, derStandard.at, 21.5.2012)
Schweden mit Rekordsieg, Anke Engelke richtet schöne Grüße aus. Und dann ist da noch die Sache mit der Meinungs- und Pressefreiheit. In einem sehr gastfreundlichen und schönen Land.
Das Finale startet heute in der Crystall Hall in Baku, die heute nur durch viele Polizeisperren hindurch erreichbar ist. FavoritInnen für den Sieg gibt es heuer viele
Seit Mittwochabend stehen die 26 Finalisten der diesjährigen Ausgabe des Eurovision Song Contests fest. Die Fans freuen sich schon auf Samstag. Was ist das überhaupt, so ein richtiger Eurovision-Fan?
Ein türkischer Geheimfavorit, ein serbischer Veteran, eine schwedische Chartstürmerin, eine Flut an Balladen und die Ukraine, die so gerne Gäste einladen würde. Das 2. Semifinale steht vor der Tür
Der Anteil schwuler Fans beim Eurovision Song Contest ist bekanntlich hoch. In Aserbaidschan stellte sich daher für viele die Frage: Geht das denn dort? Der Iran meldet sich dabei auch zu Wort
Die Trackshittaz sind ausgeschieden. Das tat buchstäblich weh, ist aber alles in allem keine große Überraschung
Woki'n sich die Trackshittaz ins Finale? Warum moderiert die Tochter des Präsidenten? Können irische Zwillinge wieder überzeugen? Und hält die albanische Frisur?
Der Eurovision Song Contest ist für die Opposition ein guter Anlass, um auf menschenrechtliche und demokratische Probleme Aserbaidschans aufmerksam zu machen
In schönen Hotels übernachten, mit eigenen Shuttlebussen durch die Stadt fahren und im Pressezentrum unter sich sein
egal welcher act für schweden gestartet wäre, alle hätten sie aufgrund des drucks der medien diese durchaus löbliche aktion machen müssen. empfindet sich doch die schwedische elite als das gerechte gewissen europas bzw der welt. man zeigt gerne mit den fingern auf andere. jedoch ist man nicht in der lage probleme im eigenen land aufzuzeigen bzw zu lösen. die journalisten echauffieren sich super gerne über aserbaidschan, aber wenns dann drum geht, dass malmö etwa als einzige stadt europas mit dem "gütesiegel" 'offizielle reisewarnung für offen erkennbare juden' ausgezeichnet wurde, dann sind die schwedischen journalisten plötzlich ganz leise. und stattdessen wird halt dann über loreen in aserbaidschan berichtet...
demo nicht anmelden und bitte schön kuschen vor der polizei, wagen sie ja nicht auf ihre staatsbürgerrechte zu pochen da gibt´s schnell was auf´s maul...
das recht ist für die meisten staatsbürger aufgrund finanzieller mittel nicht zugänglich...
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