Brain-Fitness für die "Grauen Zellen"

21. Mai 2012, 15:32
  • Auch Nüsse gelten als Gehirnnahrung.
    foto: apa/barbara gindl

    Auch Nüsse gelten als Gehirnnahrung.

Training, die richtige Nahrung und viel Flüssigkeit helfen dabei, das Hirn fit zu halten - Muskeltraining für den Kopf

Regensburg - Urlaub ist wichtig für den Körper. Für den Kopf kann wochenlanges totales Ausspannen allerdings gelegentlich unerwünschte Folgen haben. Nach dem Urlaub kann man sich oft viel schlechter konzentrieren als gewohnt. Namen, Adressen und Telefonnummern fallen einem plötzlich nicht mehr ein. Doch gegen diese "urlaubsbedingten" Gedächtnislücken kann man etwas tun, berichtet der Reportagedienst obx-medizindirekt.de.

Training bringt die grauen Zellen wieder in Schwung

Unser Gehirn braucht viel Sauerstoff. Der Gewichtsanteil des Gehirns am Körpergewicht beträgt lediglich zwei Prozent, aber es verbraucht 40 Prozent unseres eingeatmeten Sauerstoffs. Deshalb sollte man Lernpausen an der frischen Luft zum tief Durchatmen machen oder Freizeitsport treiben.

Gehirn braucht Flüssigkeit

Das Gehirn besteht zu 70 Prozent aus Wasser, kann also nur im feuchten Milieu aktiv sein. Deshalb sollte man über den Tag verteilt trinken, am besten bis zu drei Liter. Wer zu wenig trinkt, wird denkfaul, kann sich nicht konzentrieren. Ein ideales Getränk ist Apfel-Schorle: Apfelsaft und Mineralwasser jeweils zu gleichen Teilen gemischt.

Gehirn braucht spezielle Nahrung

Man kann sich klug essen: Spurenelemente wie Zink, Kupfer und Phosphor sind solche Gehirnnahrung. Diese Substanzen sind unter anderem in Karotten, Avocados, Rosinen, Datteln, Feigen und Haferflocken enthalten.

Damit der eingeatmete Sauerstoff auch möglichst lange im Gehirn bleibt, sollte man Grün essen: Salat, Spinat, Kräuter. Der grüne Farbstoff Chlorophyll hält den Sauerstoff länger im Gehirn und sorgt dafür, dass er besser verwertet werden kann. Gut für zwischendurch sind auch Tomaten. Sie enthalten die Substanz 5-Hydroxy-Tryptamin, einen Botenstoff, der dem Gehirn hilft, zu entspannen.

Genügend Schlaf

Schlaf stärkt das Gedächtnis. Wer jede Nacht acht Stunden schläft, kann besser denken.

Auch ständiges Geistestraining hält die "Grauen Zellen" fit. Nachfolgend ein paar Tipps:

  • Gehen Sie ohne geschriebenen Merkzettel zum Einkaufen und vergleichen Sie dann zuhause, ob sie etwas vergessen haben.
  • Weichen Sie neuen geistigen Herausforderungen - etwa dem Umgang mit einem Computer oder Videospielen - nicht aus.
  • Lernen Sie Fremdsprachen oder gelegentlich mal ein Gedicht auswendig.
  • Spielen Sie öfter mal Schach oder ein anderes Brettspiel, das zum Denken zwingt.
  • Rechnen Sie wieder mehr im Kopf. Verwenden Sie nicht unentwegt den Taschenrechner.
  • Pflegen Sie regen Kontakt zu anderen Menschen. (red, derStandard.at, 21.5.2012)
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Apfel-Schorle?

In einem Artikel, der nicht aus DE importiert wurde?

...

Nun ja.....

...also "Muskeltraining" für das Gehirn...diese Formulierung tut echt richtig weh...sounds stark nach rechtem Biologismus...
Übrigens:
Echte "Hochleistungs-Denker" wie der Kettenraucher Freud,der träge,ebenso rauchende Einstein,Dichter wie Brecht,"no sports"-Politiker wie Churchill und viele, viele anderer mehr müßten dann ihrem Lebensstil entsprechend eigentlich knapp am Schwachsinn vorbeigeschrammt sein-wohingegen vormoderne Agrargesellschaften mit Hochintelligenzlern gesegnet hätten sein müssen...

Meine lieben

Herren

Kant (Raucher), Schopenhauer (Raucher), Freud (Raucher), Jung (Raucher), Marx (Raucher, Trinker), Benjamin (Raucher), Thomas Mann (Raucher), Einstein (Raucher), Russell (Raucher, Trinker), Hemingway (Trinker), Poe (Trinker), Goethe (Trinker), Schiller (Raucher), Hegel (Schupftabak) etc.

WAS HÄTTE AUS EUCH WERDEN KÖNNEN, hättet ihr etwas "Gehirnjogging" betrieben und dann und wann an der frischen Luft ein Nüsschen geknabbert ...

ad churchill

churchill war in seiner jugend äußerst sportlich, wie es sich für einen jungen mann seines standes gehörte. zudem traue ich churchill ein gerüttelt maß an selbstironie zu. und: angeblich soll dieses zitat nur im deutschen sprachraum kursieren, also bitte schluß mit dem zitat!

"Sportler" Churchill??

Brav "gegoogelt",aber nun doch etwas grotesk von ihnen,Churchill hier auch noch als "Sportler" etablieren zu wollen:
Churchill war ein exemplarischer Genießer ,sein "no sports"mag "umstritten" sein(nicht widerlegt),ein weiteres Zitat von ihm stützt eher seine "Urheberschaft":
"Ein leidenschaftlicher Raucher, der immer von der Gefahr des Rauchens für die Gesundheit liest, hört in den meisten Fällen auf - zu lesen."

Übrigens war Churchill ein extrem schlechter und lernfauler Schüler,der massivst gegen schulisches "Gehirnjogging" und Lerndrill rebelliert hat....
So what?

ihr versuch, churchill als antisportler hinzustellen, weil er ein schlechter schüler war und ihm drill zuwider war, ist herzig. keine ahnung, warum ihnen soviel an der urheberschaft des zitats liegt, aber bitte, wenn es ihrer argumentation hilft! mein grün sei ihnen trotzdem gegönnt.

"churchill als antisportler hinzustellen, weil(Sic!) er ein schlechter schüler war und ihm drill zuwider war...."
Also:
Ich hab auch keine Ahnung,warum s i e hier eine Kausalität herstellen wollen,die von mir sicher nicht behauptet worden ist...
Muß so leider mangelnde Lesekompetenz diagnostizieren!

Gut, dass ich in meiner Jugend Sport betrieben habe.

Der Ausdruck "Muskeltraining für das Gehirn" scheint mir aber aus dem o.g. Text des Artikels nicht zwingend ableitbar zu sein.

Trainingsbedarf!!

Sie scheinen nun aber wirklich dringenden "Trainingsbedarf für den Kopf "zu haben! (oder etwa gar sportgeschädigt zu sein...?):

"Muskeltraining für den Kopf" steht fett und eigentlich unübersehbar unter der headline des Artikels-
(die Autoren meinten dabei-todsicher vom Inhalt her "ableitbar"- das Gehirn und nicht etwa die Kaumuskel od. Ähnliches...)

... und das nicht-erscheinen Ihrer antwort sagt auch nicht gerade, dass Sie recht haben :)

aber dass körperbewegung hilft, das gehirn mit blut bzw. sauerstoff zu versorgen, ist ja kein geheimnis.

witzig, dass sie aus der formulierung "Muskeltraining für den Kopf" ableiten, es säßen muskeln im gehirn *lol*
eine zu simple und daher falsche logik.

ein wochenende kann wunder wirken

das erste schöne wochenende heuer im jahr - ich war im bad, habe hingebungsvoll unter freiem himmel gelesen. wollte dann was erzählen und mir ist ein name nicht und nicht eingefallen, so weit weg war ich gewesen. am montag komme ich ins büro, mein kollege spricht mich auf ein problem an, das uns freitag davor intensiv beschäftigt hat; ich wusste nicht, wovon er redet und habe ihn fragend angeschaut. sein kommentar: "dein wochenende muss erholsam gewesen sein". das gute daran: ich musste nicht (lange) wegfahren, um abschalten zu können.
freue mich schon auf den nächsten badbesuch!

dieser artikel ist ohne zweifel der bisherige tiefpunkt des standard-journalismus. hätte ich noch ein print-abo, ich würde es kündigen.

Damit der eingeatmete Sauerstoff auch möglichst lange im Gehirn bleibt, sollte man Grün essen: Salat, Spinat, Kräuter. Der grüne Farbstoff Chlorophyll hält den Sauerstoff länger im Gehirn und sorgt dafür, dass er besser verwertet werden kann. Gut für

Ich gestehe, dass ich voller Vorurteile gegenüber Artikel im Gesundheitsstandard bin und dass ich daher, um nicht gänzlich den Verstand zu verlieren, Gesundheitsartikel nur selten zu Ende lese bzw. lesen kann.
Aber manchmal sollte man es doch tun, denn bisweilen sind die verzapften Bio- und sonstigen Weisheiten doch so saudumm, dass ihnen ein Unterhaltungswert fraglos zukommt.

ja viele werden diese lebensmittel zu sich nehmen während sie rtl schaun,und die krone lesen....was die wirkung dann ausgleicht.

der gesundheitsstandard reicht auch um es auszugleichen.

Apfelschorle? Ist das nicht ein Obi gspritzt?

Grünes fürs Gehirn ist Green Light, mit Gersten- und Kamutsprossensaft, sowie Mikroalgen.

Des is g'spritzter Apfelsaft, nur auf bundesdeutsch. Der Gesundheitsstandard 'übersetzt' nicht einmal, was er aus lächerlichen Info-Quellen jenseits von Salzach und Inn abschreibt…

sorry - aber bei der quelle disqualifiziert ihr euch

http://www.obx-medizindirekt.de/

und dürft euch nicht wundern, wenn peinliche fragen gestellt werden

Hihi, und sowas nennt sich Qualitätszeitung!

5-Hydroxy-Tryptamin

Noch eine kleine Bemerkung: ihr schriebt, "Tomaten enthalten 5-Hydroxy-Tryptamin, das dem Gehirn hilft, zu entspannen".
Einmal davon abgesehen, dass dies klingt wie aus dem Schulaufsatz eines Zwölfjährigen, wundert mich eine Tatsache: Serotonin (=5-Hydroxy-Tryptamin) kann die Blut-Hirn-Schranke nicht passieren, d.h. egal wie viel man zu sich nimmt, es kommt nicht im Gehirn an. Dazu müsste man Vorstufen zu sich nehmen, wie z.B. L-Tryptophan, aus dem Serotonin synthetisiert wird.

Wenn ihr also schreibt dass beim Verzehr von Tomaten das darin enthaltenene Serotonin das Gehirn entspannt (was immer das bedeuten soll), dann bitte ich euch, mir die Quelle zu nennen, denn ich bin stets bereit mein Wissen zu erweitern

ei artikel direkt kopiert von

obx-medizin direkt - hat mir Michael Horak @fatmike182 auf twitter verraten

Danke, so weit habe ich das dem Artikel schon entnommen ;) Leider habe ich dazu aber keinen Zugang. Unter Quellen meine ich aber jene Artikel/bücher/papers, aus denen die Informationen stammen.

Das Niveau erinnert eine wenig an eine Zusammenfassung eines Beitrags aus einer Frauenzeitschrift. Das muss auch einem Redakteur beim Standard auffallen, der solchen Fällen die Finger von STRG+C lassen sollte.

Also bevor ich eine "Apfel-Schorle" trinke, genehmige ich mir lieber eine "g'spritzten Apfelsaft"...

ich wusste garnicht, dass mein kopf kein teil vom körper ist. bisher habe ich das immer für den worst case gehalten, wenn hier ein dualismus entsteht. ;)

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