Brain-Fitness für die "Grauen Zellen"

  • Auch Nüsse gelten als Gehirnnahrung.
    foto: apa/barbara gindl

    Auch Nüsse gelten als Gehirnnahrung.

Training, die richtige Nahrung und viel Flüssigkeit helfen dabei, das Hirn fit zu halten - Muskeltraining für den Kopf

Regensburg - Urlaub ist wichtig für den Körper. Für den Kopf kann wochenlanges totales Ausspannen allerdings gelegentlich unerwünschte Folgen haben. Nach dem Urlaub kann man sich oft viel schlechter konzentrieren als gewohnt. Namen, Adressen und Telefonnummern fallen einem plötzlich nicht mehr ein. Doch gegen diese "urlaubsbedingten" Gedächtnislücken kann man etwas tun, berichtet der Reportagedienst obx-medizindirekt.de.

Training bringt die grauen Zellen wieder in Schwung

Unser Gehirn braucht viel Sauerstoff. Der Gewichtsanteil des Gehirns am Körpergewicht beträgt lediglich zwei Prozent, aber es verbraucht 40 Prozent unseres eingeatmeten Sauerstoffs. Deshalb sollte man Lernpausen an der frischen Luft zum tief Durchatmen machen oder Freizeitsport treiben.

Gehirn braucht Flüssigkeit

Das Gehirn besteht zu 70 Prozent aus Wasser, kann also nur im feuchten Milieu aktiv sein. Deshalb sollte man über den Tag verteilt trinken, am besten bis zu drei Liter. Wer zu wenig trinkt, wird denkfaul, kann sich nicht konzentrieren. Ein ideales Getränk ist Apfel-Schorle: Apfelsaft und Mineralwasser jeweils zu gleichen Teilen gemischt.

Gehirn braucht spezielle Nahrung

Man kann sich klug essen: Spurenelemente wie Zink, Kupfer und Phosphor sind solche Gehirnnahrung. Diese Substanzen sind unter anderem in Karotten, Avocados, Rosinen, Datteln, Feigen und Haferflocken enthalten.

Damit der eingeatmete Sauerstoff auch möglichst lange im Gehirn bleibt, sollte man Grün essen: Salat, Spinat, Kräuter. Der grüne Farbstoff Chlorophyll hält den Sauerstoff länger im Gehirn und sorgt dafür, dass er besser verwertet werden kann. Gut für zwischendurch sind auch Tomaten. Sie enthalten die Substanz 5-Hydroxy-Tryptamin, einen Botenstoff, der dem Gehirn hilft, zu entspannen.

Genügend Schlaf

Schlaf stärkt das Gedächtnis. Wer jede Nacht acht Stunden schläft, kann besser denken.

Auch ständiges Geistestraining hält die "Grauen Zellen" fit. Nachfolgend ein paar Tipps:

  • Gehen Sie ohne geschriebenen Merkzettel zum Einkaufen und vergleichen Sie dann zuhause, ob sie etwas vergessen haben.
  • Weichen Sie neuen geistigen Herausforderungen - etwa dem Umgang mit einem Computer oder Videospielen - nicht aus.
  • Lernen Sie Fremdsprachen oder gelegentlich mal ein Gedicht auswendig.
  • Spielen Sie öfter mal Schach oder ein anderes Brettspiel, das zum Denken zwingt.
  • Rechnen Sie wieder mehr im Kopf. Verwenden Sie nicht unentwegt den Taschenrechner.
  • Pflegen Sie regen Kontakt zu anderen Menschen. (red, derStandard.at, 21.5.2012)
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