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Der ehemalige französische Präsident auf Besuch bei Mohammed VI, dem König von Marokko.
Es ist still geworden um Frankreichs abgewählten Präsidenten Nicolas Sarkozy. Nur die marokkanische Presse kümmert sich noch um ihn, denn Sarkozy befindet sich derzeit im Reich von Mohamed VI. in Urlaub. Vor wenigen Tagen sei er in Marrakesch eingetroffen, lauten die offiziellen Informationen. Er wolle mit seiner Frau Carla Bruni ausspannen. Damit niemand den Ex-Präsidenten und sein Sternchen belästigt, wurde nicht bekanntgegeben, wo genau sich das Paar aufhält. Genau das gibt Anlass zu Spekulationen.
Die marokkanische Wochenzeitung Al Ousboue Assahafi will in Erfahrung gebracht haben, dass sich Sarkozy in einer luxuriösen 700-Quadratmeter-Villa in Golf Amelkis, einer der nobelsten Siedlungen der Königsstadt, erhole. Doch damit nicht genug. Die Luxusbleibe sei sein Eigentum, ein Geschenk aus einem der Emirate. Sarkozy schweigt sich aus.
Villen als Dankeschön
Doch es wäre nichts Ungewöhnliches, sollte die Nachricht stimmen. Denn was dem deutschen Ex- Bundeskanzler Gerhard Schröder Russland ist, ist für die französische Politik der Maghreb. Nach dem Sturz von Tunesiens Präsident Zine el-Abidine Ben Ali gerieten mehrere Politiker aus Sarkozys Umfeld in die Schlagzeilen, weil sie in Tunesien Villen oder andere Besitztümer ihr eigen nannten. Sie waren vermutlich ein Danke Schön des Regimes für die gute Zusammenarbeit mit Paris. Sarkozys Aussenministerin musste gar zurücktreten.
Auch im benachbarten Spanien ist der Maghreb beliebt. So verbrachte der eben abgewählte Sozialist José Luis Rodríguez Zapatero den Jahreswechsel mit Frau und seinen beiden Töchtern im Luxushotel Le Mirage im marokkanischen Tanger.
Zapateros Vorbild, dem ersten sozialistischen Regierungschef nach Spaniens Rückkehr zur Demokratie, Felipe González, hat es der Blick auf den Atlantik ebenfalls angetan. Er baut sich, so hat die Tageszeitung El Mundo herausgefunden, für 2,5 Millionen Euro eine Villa gleich neben dem Hotel Le Mirage und unweit von Mohamed VI.'s Sommerpalast. Die befragten Ortskundigen staunen nur. Wer dort ein Grundstück bekomme und bauen könne, habe eindeutig die schützende Hand des Monarchen über sich, sind sie sich sicher. (derStandard.at, 21.5.2012)
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Was bitte sehr hat denn der Absatz...
"Auch im benachbarten Spanien ist der Maghreb beliebt. So verbrachte der eben abgewählte Sozialist José Luis Rodríguez Zapatero den Jahreswechsel mit Frau und seinen beiden Töchtern im Luxushotel Le Mirage im marokkanischen Tanger."
...mit der Geschenkannahme (Villen) durch französische Politiker zu tun ?!? Solche vagen Formulierungen "auch im benachtbarten Spanien ist der Maghreb beliebt" als Überleitung von einem echten Problem, hin zu einem mehrtägigen Urlaub zum Jahreswechsel von Zapatero in Marokko zu wählen ist doch billigster Boulevard-Stil à la: "Jö schau, die da "oben" sind alle gleich und richten sich's wie sie's brauchen." Wird jetzt auch schon im Standard Entpolitisierung betrieben?!
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