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Kino.to gekapert.
vergrößern 813x606Hacker hinterlassen Staatsanwaltschaft eine Botschaft.
Seit der Razzia gegen das Streaming-Portal kino.to im vergangenen Jahr befand sich die Webadresse unter Kontrolle der Staatsanwaltschaft. Nun haben Hacker die Seite gekapert und lassen der Staatsanwaltschaft und Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) auf diesem Weg eine Botschaft zukommen.
Hinweis der Kriminalpolizei
Auf der Seite ist nach wie vor der Hinweis der Kriminalpolizei zu lesen: "Die Domain zur von Ihnen ausgewählten Webseite wurde wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung zur gewerbsmäßigen Begehung von Urheberrechtsverletzungen geschlossen." Darunter befindet sich nun jedoch ein Link, der auf die Botschaft von "pin3apple" und "Chomik" verweist.
"Keine bösen Absichten"
Darin heißt es, dass man "einen gravierenden Fehler in der Administration der Domain Kino.to entdeckt" habe, "der es theoretisch jedem ermöglicht hat, die Domain zu übernehmen." Aus Sicherheitsgründen hätten die Hacker die Domain daher selbst übernommen. So wird auch beteuert, dass man keinerlei böse Absichten hege, sondern lediglich verhindern wolle, dass jemand anderer die Seite für Werbezwecke missbrauche.
Rückgabe erwünscht
"pin3apple" und "Chomik" fordern die Administratoren auf, mit ihnen in Kontakt zu treten, um Details zur Sicherheitslücke und die Rückgabe der Seite zu diskutieren. "Wir hoffen und bitten Sie darum, unsere freundliche Geste nicht mit einem Strafverfahren o.Ä. zu erwidern ..."
Prozess gegen Gründer
Inhaber der Adresse dürfte laut Golem weiterhin der mutmaßliche kino.to-Gründer Dirk B. sein, gegen den vor kurzem der Prozess gestartet ist. Ihm wird Urheberrechtsverletzung vorgeworden, die ihm 6,6 Millionen Euro über Abos und Werbung eingebracht haben soll. Auf kino.to war zu Filmstreams diverser File-Hoster verlinkt worden. (red, derStandard.at, 21.5.2012)
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Die haben im Adminpanel (wo es ne Sicherheitsluecke gab..) vom Domain Registrar (bzw die haben glaub ich nen eigenen DNS Service verwendet) einfach einen neuen Nameserver eingetragen. Ich wuerde mal vermuten, dass die beim DNS Service ein neuen Account aufgemacht haben und dort auch kino.to angegeben haben, also das gehijackt.
D.h. die hatten vermutlich nicht mal Zugriff auf das (alte) Hosting von kino.to, sprich keinen Zugriff auf nicht-oeffentliche Dateien.
und das geht, einfach beim DNS service nen neuen account kino.to aufmachen? - das wär genauso, wenn sich ein neugeborenes ein zweites mal unterm selben namen anmelden könnte. und ein drittes.....
das sollte doch net möglich sein!?
"sollte doch net möglich sein"
Ganz genau - sollte.
kino.to hatte als Nameserver afraid.org und jetzt freeload.to. Afraid.org ist ein DNS (und Domain) Service, da kann man selbst die Records (d.h. wohin sich die Domain aufloest) setzen - und der hatte/hat angeblich ne Sicherheitsluecke. Wundert mich bei der Seite aber auch nicht.
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