Festival Let's CEE: Im Osten viel Neues

22. Mai 2012, 09:00
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Das Let's CEE Film Festival wagt einen "gespannten Blick nach Osten" und präsentiert Filmproduktionen, die hierzulande größtenteils noch nicht zu sehen waren

Cineasten haben ab dem 28. Mai einen Grund (mehr) zur Freude: Im Rahmen des LET'S CEE Film Festival s sind 32 Kinopremieren aus Mittel- und Osteuropa zu sehen. Die Spiel- und Dokumentarfilme werden in den Wiener Kinos Urania und Apollo gezeigt, manche in Originalsprache mit englischen und deutschen Untertiteln, manche in deutscher Synchronfassung.

Die Gründerin und Direktorin des Festivals Magdalena Żelasko möchte mit dem Festival „nicht nur jene 750.000 Menschen aus den Zentral- und Osteuropäischen Ländern, die heute in Österreich leben, ansprechen, sondern alle Österreicher, die sich für gute Filme interessieren." Die Preispolitik des Festivals möchte im Übrigen jenen entgegenkommen, die beim cineastischen Genuss den Gürtel enger schnallen müssen: Für Studenten kosten die Tickets nur 6,50.

Reiches Rahmenprogramm

Im Spielfilm-Wettbewerb, für den sich die Schauspielerin Mercedes Echerer verantwortlich zeichnet, treten sechs Regisseure mit ihren Werken gegeneinander an. Im Dokumentarfilm-Wettbewerb sind es acht Filme.

Nicht der Wettbewerb, sondern gemeinsames Entdecken interessanter Filmproduktionen sollen jedoch im Vordergrund stehen. Ein breit gefächertes Rahmenproprogramm soll es den Festivalbesuchern ermöglichen, sich auch außerhalb der Filmprojektionen auszutauschen. Dazu gehören ein Filmsymposium, eine Fotoausstellung, musikalische Highlights und Partys.

Die Gästeliste umfasst rund 30 Regisseure, Drehbuchautoren, Produzenten, Kritiker und Schauspieler, die im Rahmen von Workshops dem Publikum für Fragen und Gespräche zur Verfügung stehen werden. Bekannt dürfte vielen etwa der Musiker Saša Lošić sein, Frontman der legendären bosnischen Band "Plavi orkestar" und nunmehriger Drehbuchautor des Films "Orkestar".

Der Oscar-nominierte Eröffnungsfilm "In Darkness" wird in Anwesenheit der Regisseurin Agnieszka Holland gezeigt.

Das Programm ist auf der Website des Festivals zu finden, über die ebenfalls der Kartenvorverkauf abgewickelt wird - für jene, die auf Nummer sicher gehen wollen und nicht damit rechnen, an der Abendkassa der Festival-Kinos Urania und Apollo noch eine Karte zu ergattern. (red., 22. Mai 2012, daStandard.at)

  • Am 18. Juli 2008 wurde der Homosexuelle Ahmet Yildiz von seinem Vater ermordet. Der erste offizielle Ehrenmord dieser Art in der Türkei hat das Regie-Duo M. Caner Alper und Mehmet Binay zu ihrem aufwühlenden Film Zenne - was soviel wie Bauchtänzer heißt - inspiriert.
    foto: lets cee

    Am 18. Juli 2008 wurde der Homosexuelle Ahmet Yildiz von seinem Vater ermordet. Der erste offizielle Ehrenmord dieser Art in der Türkei hat das Regie-Duo M. Caner Alper und Mehmet Binay zu ihrem aufwühlenden Film Zenne - was soviel wie Bauchtänzer heißt - inspiriert.

  • Die Gründerin und Direktorin des Festivals Magdalena Żelasko(Achte von Links) mit ihrem Team.
    foto: aslana kundrnofsky

    Die Gründerin und Direktorin des Festivals Magdalena Żelasko(Achte von Links) mit ihrem Team.

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