Die Zeit-Totschläger vom ORF

21. Mai 2012, 12:15
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Life Ball im Fernsehen: Langweilen für den guten Zweck

Graz/Wien - Beim Anblick der schulterfreien Roben am wenig lauen Abend tat einem manche Ballbesucherin leid. Da können auch A- und B-Promis kein Trost sein. Dann lieber Triple-C: Couch, Chips und Cola. Letzteres brauchte man wirklich, um die fast vierstündige ORF-Übertragung durchzuhalten, die viel zu früh begann.

Zeit-Totschläger-Trupp

Ein tapferes Moderatorenteam, Arabella Kiesbauer, Mirjam Weichselbraun und Alfons Haider, kämpfte als Zeit-Totschläger-Trupp, bis es losging. Man erfuhr etwa von Antonio Banderas, dass im Hause Griffith/Banderas Müll getrennt wird. Bravo.

Haider wirkte geradezu entnervt, wenn er Gästen Fragen stellte, an deren Antworten er nicht interessiert schien.

Wiederholungen und "ein schönes Buserl"

Kiesbauer und Weichselbraun mussten wiederholt Dinge wie "Ihr erstes Mal in Wien?" fragen. Dazwischen kamen Einspielungen aus 20 Jahren Life Ball, deren Höhepunkte dem Zusammenschnitt nach ein nackter Busen - oder wie es Dagmar Koller formulierte: "ein schönes Buserl" - und ein Unwetter, das den Ball einst ins Wasser fallen ließ, waren.

Christoph Feurstein und Sandra König durften wenigstens im Warmen und aus der Vogelperspektive kommentieren. Nicholas Ofczarek und Ben Becker eröffneten dann dafür witzig-routiniert.

Triple-B-Modus

Bevor man nach Tanz, Musik und Langeweile in den Triple-B-Modus (Bett, Buch und Bonne Nuit) wechselte, blieb zu hoffen, dass die Übertragung wenigstens gut für die Spendenbilanz war. (Colette M. Schmidt, DER STANDARD, 21.5.2012)

  • Herzerl und Schaum: Life Ball im ORF
    foto: orf/thomas jantzen

    Herzerl und Schaum: Life Ball im ORF

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