Dritter Platz für Österreicher bei Nachwuchsforscher-Wettbewerb

21. Mai 2012, 12:07
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Drohne sucht selbstständig nach Signalen von Lawinenpiepsern - System soll Auffinden von Verschütteten beschleunigen

Pittsburgh - Mit einer Drohne, die Rettungskräften beim Auffinden von Verschütteten nach Lawinenabgängen helfen soll, konnten zwei oberösterreichische HTL-Absolventen bei der weltgrößten Wissenschaftsmesse für Schüler reüssieren. Patrick Marksteiner und Patrick Neulinger von der HTBLA Perg erreichten gestern, Freitag, bei der Vergabe der "Grand Awards" der Intel Foundation in Pittsburgh (USA) den 3. Platz in der Kategorie Computerwissenschaften.

Im Rahmen ihrer Diplomarbeit entwickelten die beiden 20-Jährigen eine mittels vier Rotoren angetriebene, selbstständig manövrierende Drohne, die in dem verschütteten Areal nach Signalen von Lawinenpiepsern sucht. Das Lawinensuchgerät verzeichnet deren Lage in Echtzeit online auf einer Karte. Das soll gezieltere Suchen nach den Verschütteten ermöglichen und kostbare Zeit sparen. Die Daten werden mittels einer eigens von den Schülern entwickelten Software errechnet.

Mit ihrem Projekt waren die beiden Oberösterreicher bereits im vergangenen Jahr in zahlreichen österreichischen Wissenschaftswettbewerben erfolgreich. Ihre Teilnahme als einziges heimisches Team bei der Intel International Science and Engineering Fair (ISEF) sicherten sie sich mit dem ersten Preis in der Kategorie "Sonderpreis IKT" im Rahmen des Schülerwettbewerbs "Jugend Innovativ".

Mit mehr als 1.500 Nachwuchsforschern aus 68 Ländern gilt die ISEF als größte internationale Veranstaltung in dem Bereich. Die teilnehmenden Schüler haben sich in insgesamt 446 Wettbewerben in ihren Heimatländern für die diesjährige ISEF qualifiziert. (APA, 21.5.2012)

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