Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
vergrößern 800x565Bewerbungsresonanz
vergrößern 800x565Welche Branchen antworten am ehesten
vergrößern 800x565Arbeitgeber-Ranking nach Branchen
Deutsche Arbeitgeber schneiden bei der Rekrutierung besser ab als österreichische Unternehmen. Und zwar über alle Branchen hinweg. Das ist ein Ergebnis der Studie Career's Best Recruiters, die heuer zum zweiten Mal in Österreich und zu ersten Mal in Deutschland durchgeführt wurde. Die Untersuchung legt den Fokus auf die Employer Branding-Aktivitäten der 500 größten Arbeitgeber der jeweiligen Länder. Nur in einem Punkt hat Österreich gegenüber Deutschland die Nase vorne: Auf Initiativbewerbungen antworten deutsche Arbeitgeber zwar häufiger, aber weniger individuell als ihre österreichischen Pendants.
Medien und Werbung unprofessionell
Die größte Diskrepanz beim professionellen Umgang mit Bewerbern gibt es in der Branche "Medien/Werbung/Telekommunikation". Deutsche Unternehmen erreichen hier knapp 50 Prozent der Gesamtpunkte, während österreichische Firmen gerade einmal auf 18 Prozent kommen. Als Basis für die Auswertung dient ein 67 Kriterien-Modell, das Aspekte wie etwa Bewerbungsresonanz, Homepage, Stellenanzeigen oder Social Web-Aktivitäten umfasst.
Eklatante Unterschiede zwischen Österreich und Deutschland in puncto Professionalität weisen noch die Branchen Anlagen-/Maschinenbau (24,5 % zu 51,8 %) und Transport/Verkehr (27,1 % zu 50,1 %) auf. Nur in einem von insgesamt 22 analysierten Metiers liegen österreichische Unternehmen in Front. Nämlich bei Banken/Finanzdienstleister mit 40,4 zu 39,7 Prozent. Die Studienautoren resümieren: "Es ist klar zu erkennen, dass die deutschen Arbeitgeber über fast alle Branchen hinweg besser abschneiden als die österreichischen."
Antwort auf 50 Prozent der Bewerbungen
Ein wichtiger Aspekt der Untersuchung ist der Umgang mit Bewerbern. Um Unternehmen auf die Probe zu stellen, wurden 4.000 Schreiben mit fiktiven Lebensläufen verschickt. Jeder Betrieb wurde also mit vier Bewerbungen konfrontiert. Das Resultat: 2.008 wurden beantwortet, also gerade einmal knapp über 50 Prozent. Ein Verhalten, das im Rennen um gute Mitarbeiter komplett
kontraproduktiv ist, meinen die Studienautoren. Image und Marke der
Firma werden beschädig. Eine Antwort, wenn auch nur eine
standardisierte, sollte das absolute Minimum sein, so die Empfehlung. Um eine Kategorisierung vornehmen zu können, wurde eine Frist von drei Werktagen für Antworten via E-Mail und 14 Werktage für Antworten per Post oder Telefon festgelegt.
Im Ländervergleich reagieren deutsche Arbeitgeber mit 53 zu 47 Prozent häufiger als österreichische Unternehmen. Bei den deutschen Betrieben dominieren mit 28 Prozent die automatisierten Antworten, 25 Prozent der Initiativbewerbungen wurden individuell beantwortet. In Österreich ist das Verhältnis mit 20 Prozent automatisiert und 27 Prozent individuell umgekehrt. Die Conclusio der Studienleiter: In Deutschland laufe der gesamte Bewerbungsprozess standardisierter ab als in Österreich, deswegen komme es auch häufiger zu automatisierten Antworten.
Personaldienstleister in Österreich voran
Nach Branchen aufgeschlüsselt verhalten sich in Deutschland Anlagen/Maschinenbau, KFZ-Handel/Service und Versicherungen am vorbildlichsten. Schlusslichter sind Personaldienstleister, Bau/Holz und Dienstleistungen. Auf den ersten drei Plätzen in Österreich rangieren Versicherungen, Personaldienstleister und Energie.
Am unteren Ende der Skala befinden sich hier Anlagen/Maschinenbau, Eisen/Metall und der Sektor Medien/Werbung/Telekommunikation. Nur die Energie-Branche in Österreich und jene der Personaldienstleister antworten eher auf Initiativbewerbungen als ihre deutschen Kollegen.
Niedriger Stellenwert für Maturanten und Bachelor
Um die Kategorien nach Bildung/Ausbildung weiter filtern zu können, wurden für die Studie vier verschiedene Initiativbewerbungen verfasst. Nämlich für einen Jugendlichen (Lehrstelle), für einen Bachelor (Praktikumsstelle), für einen Maturanten (Vollzeitbeschäftigung) und für einen Master/Magister (Vollzeitbeschäftigung). Hier zeigt sich ein Unterschied zwischen den verschiedenen Segmenten. Am häufigsten reagierten österreichische Arbeitgeber auf die Bewerbung eines Jugendlichen mit 55 Prozent, gefolgt von einem Master/Magister mit 52 Prozent. Maturanten und Bachelor kamen lediglich auf eine Rücklaufquote von 41 bzw. 40 Prozent.
Keinen relevanten Unterschied orten die Autoren zwischen Initiativbewerbungen mit oder ohne Migrationshintergrund. Weder in Deutschland noch in Österreich. Antwort und Ignoranz halten sich ziemlich genau die Waage.
Viel Potenzial im Web
Aufholbedarf identifizieren die Studienleiter beim Auftritt im Social Web. Während 53 Prozent aller getesteten deutschen Unternehmen sich via Facebook, Twitter, Xing, Youtube & Co. präsentieren, sind es in Österreich nur 48 Prozent. Bei den Rekrutierungskanälen kommt Youtube am öftesten zum Einsatz, gefolgt von Xing und Facebook.
Die professionellsten Recruiting-Methoden werden in Deutschland den Unternehmen E.ON AG, Deutsche Telekom und Commerzbank AG attestiert. In Österreich gehen die Stockerlplätze - wie bereits berichtet - an Bawag P.S.K, Erste Bank und Allianz Versicherung. (om, derStandard.at, 21.5.2012)
Nur einer von sieben Bewerbern schafft das Aufnahmeverfahren - viele scheitern am Deutschtest, einige an ihren Tattoos
27 der Dax 30-Unternehmen praktizieren das Personalkarussell - Die häufigste Zielgruppe sind Nachwuchsführungskräfte
Wie die diskrete Jagd nach Jobkandidaten funktioniert, erzählt Headhunterin Annette Kinnear
Welche Haltungen, welche Strukturen braucht es, damit das Betriebsklima nicht krank macht?
Recruiting für Schlüsselpositionen: Woran es in Unternehmen mangelt und was für eine gute Performance der Neuen zu tun ist
Global Player der Pharma- und Biotechnologie wurden von Mitarbeitern als Arbeitgeber bewertert - drei Konzerne unter den globalen Top 20
30 Prozent der Firmen ignorieren Initiativbewerbungen - Zu ihrem Schaden, meint Helmuth Stöber von "Career's Best Recruiters"
Für jede fünfte offene Stelle fehlen inländische Bewerber, vor allem Fachkräfte und Lehrlinge. Die demografische Entwicklung vergrößert das Loch an Arbeitnehmern
Studie "Career's Best Recruiters" nimmt Rekrutierungsmaßnahmen von Unternehmen unter die Lupe
Gelebte Employer-Value-Proposition
30 Prozent sind auf Plattformen wie Xing, Facebook oder Twitter aktiv
Zeitarbeitsmarkt entwickelte sich unterschiedlich
Übergewicht bringt berufliche Nachteile - Tübinger Wissenschaftler untersuchen Vorurteile gegenüber Adipösen
Österreichische Unternehmen finden keine Einkäufer
Statt Bewerber anzulocken, ernten Unternehmen oft nur Spott und Häme - Ein paar Beispiele für blamable Firmenauftritte - Kennen Sie welche?
Industrieunternehmen "zu alter Stärke zurückgefunden" - Rekrutierung wird immer wichtiger
NGO-Verzeichnis mit speziellen Infos zu Jobs, Praktika und Freiwilligenarbeit
Börsegang "denkbar", Kapitalmarktfähigkeit in drei Jahren - Umsatz 2011 knapp unter einer Milliarde - Wachstumspotenzial in Osteuropa und durch zusätzliche Services
Monster ließ die "Recruiting Trends 2012" erheben - Acht von zehn Bewerbungen erreichen Unternehmen auf elektronischem Weg
Gleichstellung von Zeitarbeitern mit dem Stammpersonal ist das Ziel eines neuen Gesetzes, die Arbeitskräfteüberlasser drohen mit Auflösung des KV
US-Verteidigungsministerium verweist die Volksarmee in China auf Platz zwei - Walmart und McDonald's auf weiteren Plätzen
Medizinkonzern Fresenius führt das Ranking in Deutschland an
Aus der Sicht von Unternehmen und Absolventen - Studie von Haniel und Kienbaum zu Traineeprogrammen in Deutschland
Youtube? Wie bitte? Gelten Firmenwerbevideos schon als Rekrutierungsmittel?
Und wie oft Firmen auf Xing potentielle Mitarbeiter anschreiben, wird ja wohl nicht zu erheben sein, ich vermute, da wäre es wohl etwas weiter vorn...
bei uns antworten viele sch..ßfirmen nicht einmal auf eine professionelle bewerbung, die aufgrund einer annonce verschickt wurde... solche letztklassigen buden entlarven sich damit aber eh immer selber, und man kann dann im endeffekt froh sein, keine antwort gekriegt zu haben.
kann ich leider nur bestätigen - frechheit....man sollte solche firmen boykotieren und nicht mehr dort einkaufen..aber dann verhungere ich, weil leider über alle firmen durchgängige praxis.....mensch ist weniger als ne nummer.....
relativ viele antworten kommen aus der CH......
mir passiert dies leider öfters, professionelle rekruter, firmen oder grosskonzerne rufen mich an, da ich aber nicht immer abheben kann, da selbständig bei kunden und hinterlassen keine nachricht oder namen bzw. schicken keine mail oder anderes.....muss ich dann über telefonbücher rückverfolgen um was und wem es sich handelt.. heute bei einer österreichischen grossbank passiert, welche oben super erwähnt wird... aber das ist kein einzelfall.
die praxis ist in D vollkommen anders, da sprechen die personaler ordentlich rein und hinterlassen eine kontaktmöglichkeit viel professioneller und auch verständlicher.....auch im interview sind die d um welten besser, einfach klarer und organisierter und nicht nur auf ihren titel fixiert
d.h.:
Österreichische Firmen machen das zwischendurch mal, wenn sie dran denken.
Deutsche Firmen haben einen Prozess, bzw sogar eine Software, die das auf Knopfdruck erledigt.
- Schaffen es doch einige Unternehmen nicht einmal, auf Bewerbungen zu antworten, die auf *ausgeschriebene* Stellen hin einlangen. Selbst wenn es um einen Job geht, der keinen Massenandrang an Bewerbungen vermuten lässt.
Dabei wäre es heutzutage ein Leichtes, z.B. ein zweizeiliges Standardmail dem Bewerber zukommen zu lassen um ihn über den Stand der Dinge zu informieren. Ist ja nicht mehr so, dass jede Absage einzeln von Hand getippt und mit Porto versehen abgeschickt werden muss ...
in einigen Jahren werden Unternehmen gezwungen sein sich um gute Mitarbeiter zu bemühen.
Der "Markt" wird sich umdrehen und der Bewerber wird nicht mehr Bittsteller sein, sondern die Unternehmen werden sich darum bemühen müssen überhaupt noch gute Leute zu finden.
Dann rächt sich diese sehr kleinkarierte Sichtweise von HR-Abteilungen und Recruitern.
Diese sind derzeit auch sehr auf sich selbst fokussiert, sie verstehen sehr oft die Anforderungen der eigenen Firma nicht, aber das sehen sie niemals ein....
Dies nimmt leider jeder anders auf. Es spricht zwar nichts dagegen nachzufragen ob die Bewerbung angekommen ist.
Aber wenn ein mail zurückkommt, wo drinnen steht "Vielen Dank für die Bewerbung, es dauert jedoch etwas bis..." Ist die Frage ob es so Willkommen ist wenn da jemand anruft - man stelle sich vor alle machen dies. Hängt vom Unternehmen ab.
Natürlich spricht nichts dagegen, ganz im Gegenteil.
Auch wenn drinnen steht, es dauert etwas, spricht nichts dagegen, nach einer Woche mal nachzurufen.
Wenn jemand warten will, bis sich die Firma meldet, wird er mit großer Wahrscheinlichkeit den Job nicht bekommen.
Ich will ja aktive Mitarbeiter, keine passiven, die nur warten und warten und warten und jammern.
Es mag bei Ihnen so sein, dass Sie es gern haben, das Berwerber sich wöchentlich melden - vieleicht haben Sie genug Zeit mit einer geringen Zahl von Bewerbern am Telefon zu sprechen und ihnen zu erklären, dass es noch keine Entscheidung gibt und warum.
Ich habe es sowohl als Jobsuchender als auch als Mitarbeiter suchender erlebt, dass dies für beschädftigte Unternehmen eher nicht der optimale Kandidat ist, der gemeinsam mit etlichen anderen wöchentlich anfragt, wie denn der Stand ist, warum es denn noch keine Entscheidung gäbe, ob er nicht mal zu einem Gespräch vorbeikommen solle, was er denn noch schicken könne und wieso man sich noch nicht für ihn entschieden habe (das Ganze natürlich auch für Kandidatinnen gültig).
Das Problem mit Emails ist das man nur schwer Rückmeldungen - und Wunschvorstellungen - einschätzen kann, denn den meisten Menschen gehen Emails auf die Nerven sobald man mehr schreiben muss (verständlicherweise wenn der Rezipient am Tag 100 Emails durcharbeiten muss, neben anderen Aufgaben).
Die Idee das ganze gebündelt über Portale (im Webauftritt) zu machen ist zwar gut, aber eigentlich auch so gut wie eine Zeitverschwendung. Man mag dann monatelang nichts hören, und falls doch ist die Antwort negativ.
Auch interessant das man auf die Bewerbung von Jugendlichen am stärksten reagiert - hat man hier billigere Arbeitskräfte? Oder empfindet man ältere Arbeitssuchende als Belastung?
Hier wird suggeriert, dass der Bachelor keine Vollwertige Ausbildung, sondern ein Zwischenschritt ist.
Also entweder, man versucht diesen Abschluss auch in Österreich als das zu positionieren was er ist, oder man bleibt gleich beim Mag.
Der Bachelor ist ein abgeschlossenes Studium. Warum sollte sich ein Bachelor "nur" um ein Praktikum bewerben und nicht um einen VZ-Job?
Mir ist klar, dass zB in der Wirtschaft die Zahl der B.s nicht sehr hoch sein wird im Verhältnis - aber z.B. in der Technik, oder in den Sozialberufen (wo es teilw. kaum Möglichkeiten gibt einen sinnvollen Master anzuschließen) sehe ich den B als sinnvolles, vollständiges Studium.
Man braucht sich nur die Zahl der HTL Absolventen ansehen, die (dz. ohne Studium) bereits sehr gute Positionen in Firmen bekleiden, warum sollte man sich hier einen Master "antun", wenn div. Spezialwissen und die Grundlagen der Wissenschaftlichen Arbeit auch im B. vermittelt werden?
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.