A-Klasse: Fortschritt tröpfchenweise

  • Jede Menge Überraschungen bringt die Kooperation von Mercedes und Renault.
    foto: werk

    Jede Menge Überraschungen bringt die Kooperation von Mercedes und Renault.

Neue Motoren und Getriebe für die nächste A-Klasse von Mercedes

In Kürze wird Mercedes die neue A-Klasse präsentieren, doch einige Daten wurden vorab schon bekannt gegeben: Mit dem Sparsamsten, dem 180 CDI, ist es gelungen, unter die 100er-Marke beim CO2 zu kommen, auf 98 g/km. Der Motor hat 109 PS, entstammt der Kooperation mit Renault und hat exakt den gleichen Hubraum wie die Maschine im Dacia Lodgy.

Das dürfte aber eine der wenigen Gemeinsamkeiten sein. So hat der Mercedes etwa eine Start-Stopp-Automatik, die bis minus zehn Grad arbeitet. Der größere 2,2-Liter-Dieselmotor ist der erste, der bereits heute in der Lage ist, Euro 6 zu erfüllen, also strenge Abgaslimits, die 2015 in Kraft treten. Unter anderem gelingt dies mit einer zusätzlichen Abgasrückführung, die hinter dem Partikelfilter noch einmal Abgas abzweigt. Da dies mit 170 PS ein relativ starkes Aggregat ist, gibt es diesen Motor auch mit kürzerem Hub und 1,8 Liter Hubraum - in zwei Leistungsstufen: 109 und 136 PS.

Auch die Benziner haben alle Direkteinspritzung und Turboaufladung, was ein Leistungsspektrum von 122 bis 211 PS ermöglicht. Im Wesentlichen wurde die Einspritztechnologie aus der sechs- und achtzylindrigen S-Klasse auf die Vierzylinder übertragen. Zur Eindämmung der Vibrationen besitzt der 2,0-Liter-Motor zwei gegenläufige Ausgleichswellen, alten Ingenieuren als Lanchester-Ausgleich bekannt.

Als Automatik wird nun auch das neu entwickelte Sieben-Gang-Doppelkupplungsgetriebe angeboten, eine Technik, der man bisher eher reserviert gegenüberstand. Was Drei-Zylinder-Motoren angeht, ist das immer noch so, jedenfalls in Zusammenhang mit der A-Klasse. Aber wer weiß, welche Überraschungen die Kooperation mit Renault noch bereithält. (Rudolf Skarics, Automobil, DER STANDARD, 18.5.2012)

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