Börse Frankfurt: Dax schließt im Plus

21. Mai 2012, 18:49
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Vor allem Analystenkommentare sorgen für Kursbewegungen

Frankfurt - Nach den herben Verlusten der Vorwoche haben sich die deutschen Aktienmärkte am Montag etwas erholt. Der Leitindex DAX kletterte zum Handelsschluss um 0,95 Prozent auf 6.331,04 Punkte. Am Freitag hatte das Kursbarometer noch erstmals seit Mitte Januar wieder unter 6.300 Punkten geschlossen und im Laufe der Vorwoche knapp 5 Prozent an Wert verloren. Die übrigen Indizes schlugen sich zum Wochenauftakt noch etwas besser: Der MDAX stieg um 1,25 Prozent auf 10.169,55 Punkte, und der TecDAX legte um 1,20 Prozent auf 751,40 Punkte zu.

"Die Aktienmärkte haben die Abwärtstendenz aus der Vorwoche erst einmal unterbrochen", sagte Händlerin Anita Paluch von Gekko Global Markets. Positiv hätten sich dabei Äußerungen des chinesischen Premierministers Wen Jiabao ausgewirkt. Dieser hatte mit Äußerungen zum Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt Spekulationen über mögliche Maßnahmen zur Stützung der Konjunktur geschürt. Dennoch ändere sich an dem Gesamtbild nichts, dass das Risiko eines Abschieds Griechenlands aus der Eurozone weiter ansteige. "Das G8-Treffen vom Wochenende hat nichts zum Vorschein gebracht, was die Probleme in der Eurozone lösen könnte", fuhr die Börsianerin fort.

Angesichts einer sehr dünnen Nachrichtenlage waren es vor allem Analystenkommentare, die im DAX die Kurse bewegten. Die Merck-Titel gehörten nach einer Kaufempfehlung durch die UBS mit plus 2,84 Prozent auf 76,04 Euro zur Spitzengruppe. Im Zuge einer erfolgreichen Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen könnten längerfristig die Gewinnschätzungen am Markt steigen, schrieb Analyst Andrew Whitney in einer Studie. Die ThyssenKrupp-Papiere zogen um 2,55 Prozent auf 15,27 Euro an, nachdem neben der UBS auch die WestLB die Aktien hoch gestuft hatte.

Defensiv eingeschätzte Werte dagegen standen unter Druck. Henkel zum Beispiel büßten am DAX-Ende 1,25 Prozent ein und die Papiere der beiden Versorger RWE und Eon verloren 0,87 respektive 0,30 Prozent. (APA, 21.5.2012)

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