"Windows 8 ist ein riesiges Frankenstein-Experiment"

21. Mai 2012, 09:47
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    grafik: microsoft

Paul Thurrott findet deutliche Worte: "Windows 8 ist kein Windows mehr" - ZDNet: Metro funktioniert nicht

Mit der nächsten Generation seines Betriebssystems wagt Softwarehersteller Microsoft einen Bruch mit dem Bestehenden: Windows 8 soll sowohl für Tablets als auch für den klassischen Desktop zum Einsatz kommen. Also rückt man mit Metro ein ganz neues Interface - neben dem klassischen Desktop - in den Vordergrund, das sowohl mit der Maus als auch mit den Fingern optimal zu bedienen sein soll - so zumindest die Hoffnung des Herstellers.

Nach durchaus positiven Ersteindrücken so mancher BeobachterInnen folgt nun, was folgen muss: Der Backlash. So melden sich nun so manche prominente Windows-Experten zu Wort, die zum teil recht harsche Worte für Microsofts aktuelle Umbauten finden. Windows 8 sei ein "riesiges Frankenstein-Experiment" ätzt etwa Paul Thurrott am Rande eines aktuellen Blog-Eintrags. Es sei im Kern eigentlich ein Tablet-Betriebssystem, das irgendwie mit dem bisherigen Windows verschmolzen werden soll.

Aero

Thurrott zeigt sich dabei nicht nur über das Ende von Aero verärgert, sondern auch darüber, wie Microsoft das kommuniziert. So argumentiere das Unternehmen, dass die Oberfläche "leichter" werden soll, und die eigentlichen Inhalte künftig stärker in den Vordergrund treten sollen. Dies habe man nicht nur schon bei Aero posaunt, ein Blick auf den mitgelieferten Screenshot von Windows 8 führe diese Behauptung geradezu ad absurdum: Sehe man sich dort den Explorer an, falle vor allem auf, dass das Ribbon-Interface einen bedeutenden Teil des Bildschirms einnehme.

Der wahre Grund für das Ende von Aero sei ein ganz anderer: Aero mit all seinen Effekten und Animationen verbrauche schlicht und einfach zu viel Strom, will man den Tablet-Bereich erobern sei dies aber ein "No-Go". Zweifel hegt Thurrott darüber hinaus am Release Management von Microsoft, es sei schon etwas bedenklich, dass der neue Windows-Stil noch nicht einmal in der kommenden Release Preview enthalten sein soll, sondern erst knapp vor der fertigen Version in Windows 8 einfließen soll.

In Summe sei Windows 8 eigentlich kein Windows mehr, sondern eine Übergangsversion zu einem neuen Betriebssystem. Und zwar eine, die man sich von den bestehenden 1,3 Milliarden aktiven Windows-NutzerInnen finanzieren lasse, resümiert der Blogger.

Metro

Wenig positive Worte zum neuen Microsoft-Betriebssystem findet man auch in einem aktuellen Kommentar bei ZDNet, der sich ganz der anderen Seite von Windows 8 widmet - der Metro-Oberfläche, und dieser schlicht attestiert nicht zu funktionieren. Metro sehe zwar recht gut aus, und es sei auch relativ einfach ansprechend aussehende Anwendungen herzustellen. Halte man sich an die Richtlinien von Microsoft mit all den vielen Texten und dem starken Hang zu "Whitespace", bleibe aber kaum mehr Platz für die eigentlichen Inhalte.

Auch beim direkten Vergleich mit bestehenden Tablet-Interfaces falle Metro durch, so nutze beispielsweise der Browser den vorhandenen Platz deutlich schlechter als das iPad. Dazu kommt, dass Metro schlicht mühsam zu benutzen sei, für praktisch jede kleine Aktion benötige es nun zwei Schritte, wo vorher nur eine gebraucht wurde. Ein Beispiel sei das Tab-Konzept bei der Metro-Oberfläche für den Internet Explorer 10, das alle Tabbed-Browsing-Aufgaben hinter einer Swipe-Geste verstecke - womit etwa das Öffnen eines neuen Tabs erheblich mühsamer werde. (red, derStandard.at, 21.05.12)

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W8 ist eine Designer -Katastophe

Man fühlt sich in die Anfänge der Computergrafik zurück versetzt, die Benutzerführungs -Ikonen sind schlicht das Werk eines Biedermanns. Selbst der gute alte Atari oder Amiga schlägt Windows 8 punkto Design der Benutzerführung, oder der Ur-Opa Windows 3.1

Das Ganze macht nur als Mobiltelefon einen Sinn, und damit basta und das werde ich mir sicher nicht antun. Freuen können sich allerdings Designerbüros die angepasste Benutzerführungen anbieten, denn es ist mit Sicherheit möglich zumindest Metro durch Windows 7 Elementensteuerung zu ersetzen.

Enmal so, einmal so

Win 98 war gut, Win ME war Müll, Win XP war gut, Win Vista war, na ja, Win 7 ist gut na und Win 8 ist wieder Müll. Fazit: Jede zweite Version ist in Ordnung. Warten wir also auf Win 9.

Schon wieder dieser Versions-Blödsinn...

Äpfel <> Birnen

Win 98 (& SE) sowie Win ME waren schon aufgrund des Kernels Schrott.
W2k (als NT Nachfolger) und Win XP waren beide gut. Windows Vista und 7 sind aber beide Schrott. Alle administrativen Aufgaben erfordern nun teilweise sogar weitaus mehr Klicks, manche Sachen finde ich auf Win 7 überhaupt nur mehr via Suche, das heisst, wo ich früher 2 mal klicken musste, muss ich jetzt mehrmals klicken und tippen auch noch.
Und Metro ... naja, kommt das von metrosexuell? wieder ein haufen schminke und firlefanz für bobos. und das ribbon konzept ist sowieso nur zum kotzen.

Nie werde ich auf einem Notebook-Display herumtatschen (lassen) und auf einem Desktop-Monitor schon gar nicht. Daher: Win8 mit Metro für Tablets, Win8 mit klassischer Oberfläche für Computerzeugs mit keyboard....auswählbar und als default Oberfläche einstellbar beim Login.

das konzept kommt mir bekannt vor ... *gg*

verstehe es nicht - unterschiedlich starten

Ich verstehe nicht, wo die Schwierigkeit liegt. Man könnte ja Windows 7 zu Windows 8 weiterentwickeln. Metro wäre dann nur eine zusätzliche Oberfläche, welche man einfach beim Startvorgang festlegen kann. Vielleicht könnte Win8 ja sogar erkennen, ob es sich um einen PC oder Tablett handelt und dann je nachdem die eine oder andere Oberfläche laden.

Ich persönlich bin schon vom Touch-Hype runtergekommen und werde mein (fast) perfektes Win7 behalten. Windows 8 werde ich mir ansehen und testen. Wenn es nicht mehr so gut wie Win7 ist, warte ich auf Win9 ;-)

So würde ich das auch sehen aber im Moment sieht es eher so aus als würde Metro immer Standard sein und man kann danach nur in eine abgespeckte Desktop Variante wechseln.

Ja wenn man hauptsächlich ein Tablett verwendet und darauf nicht wirklich "arbeiten" möchte, ist dies eh super. Doch für die PC/Notebook-User wird dies nicht so toll sein. Warten wir es mal ab ...

Zum produktiven Arbeiten ist ein Desktop ohnedies unumgänglich

Tablets sind eine nette Spielerei, teilweise auch beim produktiven Arbeiten eine gute Ergänzung zum Desktop, aber keinesfalls ein Ersatz für selbigen.

Gut, dass dies auch mal wer sagt. Weil oft hat man das Gefühl, dass dies so manche Leute nicht behirnen. Der "Untergang" vom Desktop/PCs" wurde schon oft genannt, weil wir ja jetzt unsere tollen Tabletts haben ... klar. Mit meinem SmartPhone daddle ich auch immer wieder gerne ... aber ich bin froh, wenn dann ein PC in Reichweite ist und ich dann dort mich weiter beschäftigen kann ...

Die Grundidee, Tablet- und Desktop-betriebssystem zu verschmelzen, ist gut

Die Frage ist nur, ob das überhaupt verwirklichbar ist. Klar wäre es interessant, zB ein Notebook zu haben, auf dem neben den klassischen Desktopapplikationen auch mobile Apps per Touchscreen laufen. Das Asus Transformer beweist ja, dass das hardwareseitig problemlos umsetzbar ist. Die Frage ist halt, ist es auch softwareseitig umsetzbar ?

Aber wer weiß, was die Zukunft bringen wird, vielleicht einen dual aufgebauten Hybriden, bei dem man - ähnlich wie beim Transformer hardwareseitig - dann auch softwareseitig zwischen den beiden "Welten" hin- und herschalten kann.

Was ham's denn die armen Hascherln ?

Wenn Apple was umdreht und ganz anders macht ist es revoluzionär (auch wenn es dem Techniker einen müden Lächler kostet weil eh nur für Großmutti interessant).
Wenn Microsoft was umdreht und ganz anders macht ist es gleich voll schlecht, eine Zumutung und was weiss ich noch alles.

Jedem Tierchen sein ... eh scho wissn.

Wer's gerne einfach hatte, musste bisher zu einem Mac / iPhone greifen. Heute gehts auch schon mit WP7 und morgen auch mit Windows 8.

Sind wir doch froh dass etwas Konkurrenz entsteht.
Wers gerne kompliziert hat greift zu Linux, und alle Graustufen dazwischen können zwischen Mac, Linux und Windows wählen.

Mei, so schlecht gehts uns wo wir die Wahl haben ...

Das Problem liegt darin, dass man versucht 1 Betriebssystem zu entwickeln, dass sowohl für den Einsatz auf einem 4" Smartphone, als auch auf einem 27" Display und größer zu gebrauchen ist. Ein Betriebssystem, dass sich mit dem Finger und mit der Maus gleich gut bedienen lässt.
Was heraus kommt sind Kompromisse! Kompromisse mit der weder der Tablet Anwender glücklich wird und auch kein Desktop Anwender.
So wirkt es zumindest bis jetzt.

MMn muss man diese Bereiche trennen. Ein Tablet Betriebssystem und eines für den Desktop. Und dann kann man nach Lösungen suchen wie man diese Systeme Kommunizieren lässt. Datenabgleich, Cloud, ....

Die ganzen Apple Fanboys müssen im Unterschied zum durchschnittlichen Windows Anwender auch nicht produktiv Arbeiten!
Zum etwas Twittern und Pornos anschauen ist Windows 8 sicher genau so gut zu gebrauchen wie ein iPad!
Nur bei Excel-Tabellen (14-jährige Apple-Kinder bitte Siri fragen, was das ist) oder ähnlichem siehts halt mau aus!
So etwas kann und will ich nicht auf einem Touchscreen machen, und darum sollen diese Touch-Spielereien bitte auch von einem produktiven Arbeitsplatz weg bleiben!

Wenn Microsoft nur das Windows für Tablets so gemacht hätte, hätten vermutlich nicht annähernd so viele was gesagt!

Sorry MS kopiert und klaut, die Innovationen liegen bei anderen! Was ist an übergroßen Icons besonders... nur weil es Metro heißt?

Man kann nur hoffen, dass "Windows 8" wieder ein neues "Windows 7" kommt.

Ja Paul Thurrott ..

Wem wunderts von dem Typen. Der macht ja nur Anti Artikel.

Du hast keine Ahnung, oder?

jaja, paul thurrott der bekannte microsoft-hasser & basher...
</?>

nein, thurott versucht immer zu polarisieren damit auch möglichst viel leute seinen blog lesen und er somit zu guten werbeeinnahmen kommt.

business as usual.

wie gesagt, mal ein paar wochen warten dann kommt wieder ein loblied...

hurra, noch mehr lustiges, buntes blinkeblinke.... NOT! jetzt hab ich doch im letzten jahr in einen neuen rechner + grafikkarte investiert, und schon wird aero wieder abgeschafft. nicht dass es für windows gewesen wäre, aber diese ständige wechslerei ist echt fürn a***. und ganz ehrlich, warum soll ich auf nem arbeits- oder spassRECHNER (mit fixen stromanschluss und leistung und so) ein tablet os installieren...?

hässlich find ich es auch, aber das ist dann wohl eher geschmackssache.

"Windows 8 ist kein Windows mehr"

na soweit mal nicht schlecht... ;)

sieht so aus, als MS sich hier bald wirklich selbst den markt abgräbt.

was hält den privaten PC user noch am PC? AW: Gewohnheit und Spiele. Spiele werden an Konsolen immer interssanter und wenn man sich bei einem neuen interface komplett umgewöhnen muss, dann ist die hemmschwelle, auf ein anderes Betriebsystem umzusteigen, auch nicht mehr so hoch.

auch in firmen wird immer öfter umgestellt, wenn eine komplette neuanschaffung ins haus steht, da die mitarbeiter soundso fast von vorne anfangen müssen.

ob man nun eine WIN8 Schulung oder eine Linux Schulung macht ist schon fast egal ...

ein bis zwei Arbeitstage gehen ohnehin drauf und von Anfang an funktioniert selten etwas!

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