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Hütte voll: Klosterneuburg zelebriert und hat große Sehnsucht nach dem Titel.
vergrößern 800x500Eine spielentscheidende Szene: Dukes-Kapitän Damir Hamidovic bekam von Gmundens Curry einen Ellbogen ins Gesicht und sackte zu Boden. Dafür gab es ein unsportliches Foul, was die Swans aus dem Spiel brachte.
vergrößern 800x500Das Wurfhändchen von Curtis Bobb (l.) war eiskalt, dafür gab Jason Chappell (m.) richtig Gas.
Klosterneuburg - "Das war eine echte Meisterschaftsschlacht. Wir sind aber noch nicht durch." Also sprach Werner Sallomon, seines Zeichens Trainer der BK Dukes. Und wischte sich den Schweiß von der Stirn. Es war recht heiß in der Basketballhalle zu Klosterneuburg, 1.200 Zuschauer waren gekommen, und die meisten von ihnen sollten nicht enttäuscht werden: Die Dukes gewannen am Ende verdient mit 68:56 gegen die Swans aus Gmunden und führen in der Finalserie der Basketball-Bundesliga mit 2:1. Am Donnerstag kann Klosterneuburg den Sack zu machen.
Es war nicht unbedingt ein Spiel für den Basketball-Feinspitz, aber vor allem die Hausherren legten ihre Herzen auf das Parkett und fighteten mit den körperlich robusten Oberösterreichern unter den Brettern, dass die Schwarte krachte. Nach einem ausgeglichenen ersten Viertel (17:17) hatten vor allem die Legionäre der Dukes großen Anteil daran, dass im zweiten Abschnitt eine Führung bis zur Halbzeit herausgeholt werden konnte (38:33). Der Bosnier Ramiz Suljanovic passte ein ums andere Mal fein aus einer Post-Up Situation heraus auf den US-Amerikaner Jason Chappell, der an diesem Abend nicht nur unter dem Korb scorte, sondern auch seine Würfe außerhalb der Zone hochprozentig verwandelte. Nur schwer in den Griff zu bekommen war für die Dukes Sharaud Curry, Gmundens Pfitschifpeil auf der Point-Guard Position. Er war beim Zug zum Korb kaum zu halten, legte auch immer wieder ideal auf seine Mitspieler ab, wenn sich der Gegner im Kollektiv auf ihn stürzte. Eine knifflige Angelegenheit für Klosterneuburgs Defense.
A True Underdog Story
Das Rampenlicht scheint auf die Babenbergerstadt, und wer hätte das vor gut einem Jahrzehnt gedacht? 2004 war der Verein bankrott und kurz davor, zuzusperren. Trainer und Obmann Werner Sallomon begann mit einer motivierten und neuen Vereinsführung einen gewaltigen Schuldenberg abzutragen, sportlich ging es langsam bergauf. Auch weil man "nicht um jeden Preis gewinnen wollte". Klosterneuburg hat eine lange Durststrecke hinter sich. Es gab Zeiten, da waren die Playoffs bzw. ein Viertelfinale kein Thema, da hingen die Köpfe am Weg in die Sommerpause. Da musste man froh sein, im März nicht schon abgestiegen zu sein.
20. Mai 2012: Vielleicht hörte man das Beben bis zum Stift Klosterneuburg auf den Rathausplatz hinauf. Die Fans flippten aus, ein sensationell spielender Christoph Nagler verwertete todsicher sechs von sechs Versuchen von der Freiwurflinie, traf auch alle seine Dreipunktewürfe. Der österreichische Nationalteamspieler agierte fehlerlos, man merkte, dass er es nicht zulassen würde, dieses Spiel noch einmal aus der Hand zu geben. So einen hätten vielleicht auch die Bayern gebraucht. Gmunden schmiss in der Crunchtime die Nerven bei den Freiwürfen hingegen weg, über das gesamte Spiel gesehen lag die Erfolgsquote nur bei 51 Prozent (19 von 37).
Keine Helden ohne Demut
Sechs Minuten vor dem Ende wurden die Emotionen ordentlich hoch gepeitscht, als sich Gmundens Curry nach einer harten Sperre von Dukes-Urgestein Damir Hamidovic an diesem revanchierte und mit einem unsportlichen Foul noch knapp am Ausschluss vorbeischrammte. Letztendlich brachte Curry damit aber nicht nur sich selbst aus dem Spiel, sondern auch noch den Rest des Teams. Die Dukes lagen im letzten Viertel konstant mit zehn oder mehr Punkten in Führung (65:55 zwei Minuten vor Schluss) und kontrollierten über weite Strecken das Tempo und den Defensiv-Rebound. Bei Gmunden fand sich niemand, der Verantwortung übernehmen wollte und so ging der Serienmeister der Nullerjahre am Ende mit 56:68 unter.
Noch ist aber nichts gewonnen für den Underdog. Sollten den Dukes die Nerven nicht zu arg flattern, ist es am Donnerstag zumindest angerichtet für den ersten Titel seit 22 Jahren. Der österreichische Rekordmeister erstrahlt in neuem Glanz, Erinnerungen werden wach an die 80er Jahre und an eine Meistermannschaft, die durch einen verheerenden Busunfall auseinandergerissen wurde. Danach war lange nichts, und jetzt ist die Hoffnung vielleicht wirklich ein viel größerer Stimulus des Lebens als irgendein Glück. (Florian Vetter, derStandard.at, 20.5.2012)
Ergebnis "best of five"-Final-Serie, Basketball-Bundesliga (ABL) vom Sonntag:
Dukes Klosterneuburg - Swans Gmunden 68:56 (38:33).
Beste Werfer: Nagler 19,
Suljnovic 18 bzw. Curry 21, Oppland 10.
Stand in der Serie: 2:1
Nächstes Spiel am Donnerstag (19.30 Uhr/live Sky) in Klosterneuburg. Weiterer Termin (falls nötig): 27. Mai in Gmunden
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Gmunden hat natürlich Verletzungspech, aber sie pfeifen aus dem letzten Loch! Und wenn Curtis Bobb auf Seiten der Dukes vielleicht mal wieder anfängt irgendetwas zu treffen, dann muss Nagler am Flügel nicht die ganze Verantwortung auf seinen Schultern tragen! Keep on fightin' Dukes!
die Dukes haben gestern verdient gewonnen.Sie waren zwar nicht sonderlich gut, aber gmunden war noch viel viel schlechter!
am schlechtesten waren aber die herren in gelb!wenigstens aber auf beiden seiten gleich!
von der underdog-rolle der dukes zu sprechen ist aber vermessen, denn: bei gmunden fehlen 2spieler die starting spieler waren! das wird momentan total vergessen! würde man bei klosterneuburg zum beispiel nagler und chappel weg geben, hätten sie kaum eine chance! aber egal!
Curry ist ein Top-Spieler, schnell und wendig. Leider fehlt ihm meines erachtens die Körpergröße um sich zuverlässig in Standardsituationen durchzusetzen. Die Gmundner haben mit 2 wichtigen verletzten Spieler ein schweres Los gezogen in der heurigen Best-of Serie.
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