Scharapowa trotzt dem Regen

Maria Scharapowa müht sich in Rom zum Finalsieg über Chine­sin Li. Der Showdown zwischen Rafael Nadal und Novak Djokovic muss auf Montag verschoben werden

Rom- Maria Scharapowa hat ihren Titel in Rom mühevoll aber doch, erfolgreich verteidigt. Die Russin setzte sich nach 2:52 Stunden reiner Spielzeit sowie einer über zweistündigen Regenunterbrechung gegen Li Na mit 4:6,6:4,7:6(5) durch. Scharapowa hatte im dritten Satz bei 5:6 einen Matchball abgewehrt und eben 6:6 ausgeglichen, ehe das Endspiel des mit 2,17 Millionen WTA-Premier-Turniers wegen Regen unterbrochen werden musste.

Für Scharapowa war es der zweite Turniersieg nach Stuttgart im ihrem vierten Finale in diesem Jahr. French Open-Siegerin Li Na war kampflos ins Endspiel eingezogen, nachdem Serena Williams wegen einer Verletzung nicht angetreten war. Das Herren-Finale zwischen Novak Djokovic und Rafael Nadal musste hingegen in der Folge wegen wieder einsetzenden Regens dann auf Montag (12.00 Uhr) verlegt werden.

Dabei hätte zuvor im Damen-Endspiel alles viel schneller gehen können. Li Na war fest entschlossen, endlich ihren ersten Titel seit dem Sensationssieg im Vorjahr in Roland Garros zu feiern. Mit 6:4,4:0 führte die Asiatin bereits, ehe Scharapowa einmal mehr ihren unglaublichen Kampfgeist auspackte. Die 25-jährige Russin gewann nicht weniger als acht Games in Folge bis zum 2:0 im dritten Satz und sie führte bereits 4:1 mit zwei Breaks.

Hin und her

Doch dann zeigte auch Li, dass man sie nie abschreiben darf und gewann ihrerseits vier Games en suite. Bei 6:5, Aufschlag Scharapowa, fand die Chinesin dann sogar einen Matchball vor, ehe sich Scharapowa ins Tie-Break rettete. Bis dieses begann, war auch der letzte Schweißtropfen der beiden Protagonistinnen getrocknet, der Platz hingegen war nass - der Regen hatte das Kommando übernommen.

"Ich habe nichts gegen Regen, eigentlich mag ich ihn", sagte Scharapowa später. "Einmal hat er mir sehr geholfen, als ich Wimbledon gewonnen habe. Im Halbfinale hat es zu regnen begonnen, als ich gegen Lindsay Davenport klar zurückgelegen bin." Die Regenunterbrechung habe sie damals gerettet.

Für die French Open haben beide Finalistinnen viel Positives aus dem Foro Italico mitnehmen können. "Das ist vor Roland Garros ein toller Sieg für mich", sagte Scharapowa. "Ich weiß, auf welchem Niveau sie dort vergangenes Jahr gespielt hat und wie sie auf Sand spielen kann. Das gibt mir viel Selbstvertrauen." Für Scharapowa war es Titel Nummer 26, nur drei noch aktive Spielerinnen haben mehr (Venus Williams 43 sowie Serena Williams und Kim Clijsters je 41). (APA, 20.05.2012)

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