Grundwasserabnahme erhöht Meeresspiegel

20. Mai 2012, 20:35

Japanische Forscher berechnen den Einfluss, den unser Wassermanagement hat

Paris - Japanische Wissenschaftler glauben bei der Suche nach den Gründen für den Anstieg des Meeresspiegels das letzte Puzzlestück gefunden zu haben: Grund für den Anstieg der vergangenen Jahrzehnte sei nicht allein die von der Klimaerwärmung verursachte thermische Ausdehnung der ozeanischen Wassermassen - die massive Nutzung von Grundwasser habe dazu fast ebenso stark beigetragen, berichteten sie in einer am Sonntag veröffentlichten Studie.

Das Wasser werde aus unterirdischen Flüssen, Seen oder anderen Reservoirs abgepumpt und gelange so in die Ozeane, während sich das Grundwasservorkommen im Boden nicht mehr auffülle, berichteten die Wissenschaftler um Yadu Pokhrel von der Universität von Tokio.

Zahlen mit Bedeutung

Aufgrund von Messungen der Gezeitenpegel gilt es als erwiesen, dass der Meeresspiegel zwischen 1961 und 2003 im Durchschnitt um 1,8 Millimeter pro Jahr anstieg. Grund dafür soll laut dem Weltklimareport von 2007 vor allem die durch durch die Klimaerwärmung verursachte thermische Ausdehnung des Ozeans sowie das Abschmelzen von Gletschern und der Eiskappen in Grönland und der Antarktis sein.

Doch auch wenn alle diese Phänomene addiert werden, würde der Meerespegel jährlich nur um 1,1 Millimeter ansteigen. Woher die fehlenden 0,7 Millimeter stammten, blieb bis heute ein Rätsel. Übermäßig abgepumptes Grundwasser und anderes nicht-nachhaltiges Wassermanagement könnten der Forschergruppe zufolge die Erklärung liefern - sie spricht daher ausdrücklich von einem Einfluss des Menschen auf den aktuellen Meeresspiegelanstieg.

Das Ausmaß des Meeresanstiegs ist für hunderte Millionen von Küsten- und Inselbewohnern eine lebenswichtige Frage. Für sie kann schon ein minimaler Anstieg, wenn er sich Jahr für Jahr wiederholt, dramatische Konsequenzen haben. Die Studie wurde in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazin "Nature Geoscience" veröffentlicht. (APA/red, derStandard.at, 20.5.2012)

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Außerdem müßte, schön langsam, aber doch die Oberfläche im Ausmaß der Grundwasser-, Erdöl- und Kohlenentnahme einsinken. Noch dazu tauchen einsinkende Kontinente mehr ins Wasser ein, was den Wasserspiegel zusätzlich erhöht!

Japaner gehen halt technisch-pragmatisch an die Fragen heran.

Das klingt ja schon mal wesentlich plausibler als die Nostradamus´schen Prophezeiungen unserer Forscher.

Blöd gefragt

Was ist eigentlich mit den Schiffen? War das nicht der Archimedes, der das mit der Verdrängung herausgefunden hat?

Gute Frage, denn das sich ausdehnende Wasser hat natürlich weniger Raumgewicht, ergo laut dem alten Archi auch weniger Tragfähigkeit.
Ob da die Ursache so mancher Schiffskatastrophe liegt?

ja

und wenn sie sich mal genau anschauen, was er herausgefunden hat, ist auch ihre frage nach den schiffen beantwortet

Dann wären noch

die Betonflächen und der Strassenbau, die nicht nur das Wasser am versickern auf deren Fläche selbst hindern, sondern auch den Fluss auf der Erdoberfläche beschleunigen und selbst einfach den Berg runter- oder in Rinnen davonfliesen. Was natürlich dann auch bedingt, dass man Agrarflächen mit Grundwasser bewässern muss.

Feut mich ja, dass mein Großvater echt hatte, als er für Drainagen und Sickerbette beim Straßenbau insbesondere in Österreichs Bergen plädiert hat - vor etwa 100 Jahren.

oh nein nicht doch Grundwasserverbrauch

es ist ja "klimaschädliches" Gas CO2 schuld

schnell noch eine Lage Styropor aufs Haus kleben und Bauindustrie + Politik glücklich machen sowie der (Sonder)Müllentsorgungsbetrieben Aufträge in Aussicht stellen!

Sie haben den Artikel nicht kapiert, stimmts?

hier haben Sie nachträglich ein paar grossartige "Ironie-Tags" von mir, bitte schön - damit auch bei Ihnen Sarkasmus ankommt, niemand soll ja dumm sterben.

<Ironie>

</Ironie>

der grundwasserspiegel sinkt durch die rohdung der wälder, die dadurch verursachte erwärmung des bodens und dessen versiegelung - das wasser dringt nicht mehr in den boden ein sondern fließt oberflächlich ab, der grundwasserspiegel sinkt ab, dafür gibt es eine überschwemmung nach der anderen, weil der waldboden als wasserspeicher ebenfalls abhanden kommt.
daß jenes wasser, welches jetzt kein grundwasser mehr werden kann durch die verkürzung des wasserkeislaufs schneller verdunstet bzw. früher im meer landet wär nur logisch.

Klingt logisch aber..

Also ich sehe das Hauptproblem aber nicht hauptsächlich im dadurch schneller ansteigenden Meeresspiegel.

Wenn das zusätzliche Wasser aus dem Grundwasserreserven stammt bedeutete dies, wir verbrauchen das Grundwasser viel schneller als es sich auffüllen kann. Das wird also früher oder später zu enormen Wassermangel in Regionen führen wenn das Grundwasser dort komplett alle ist.

"Also ich sehe das Hauptproblem aber nicht hauptsächlich im dadurch schneller ansteigenden Meeresspiegel. "

natuerlich, du wohnst ja nicht in bangladesh oder suedsee insel.

Ich sag ja nicht, dass dies auch nicht auch schlimm ist. Ich meine ja nur. Wenn Millionen verdursten ist es schlimmer als wenn Millionen gezwungen sind umzuziehen.

voest bruecke?

bitte nicht

das nimmt aber hoffentlich jetzt niemand ernst

doch
genauso wie die furze unserer kühe
unsere co2-bilanz zsamhauen
da ghört was gmacht

Würde man die Methan-Rülpser und -Fürze der Wiederkäuer sofort abfackeln, es entstünde das weniger klimaschädliche CO² und reinstes Wasser, das die Reserven wieder auffüllen könnte...

Du gute Güte, so ein Stuss.

Jetzt sind ja in diesem Klimageschäft bald alle Absurditäten durchexerziert.

Genau deshalb haben Sie es im Gegensatz zu denen nicht geschafft Wissenschaftler zu werden.

Sie dürfen sich ja auch mal kurz überlegen,

wie groß oder eher klein die gesamten weltweiten genutzten Süßwasserreserven (wohlgemerkt ohne Polkappen) gegenüber allen Ozeanen sind und dann dürfen wir weiter raten, wie dramatisch wohl ein mehr oder minder ausgeprägtes Mißverhältnis in dessen Nutzung in bezug auf den Meeresspiegel sein kann.

Steht alles im Nature-Artikel.

Wer lesen kann, ist im Vorteil, weil er nicht auf reine Mutmaßungen angewiesen ist.

Nun, sehen Sie: in diesem Medium ist noch ein Artikel zu lesen,

wonach die AUA einen ihrer Airbusse LEER von New York nach Wien geschickt hat, um die teure Pönale für verspätetes Abheben zu umgehen. Dass ich heute bereits zweimal am Häusl das Wasser gezogen habe, ist mir hingegen genuin wurscht.
Daher erlaube ich mir einfach, irrelevanten Wissenschafts-Krempel auch in Zukunft als solchen zu betrachten. Ich meine: natürlich landet Wasser, das nicht woanders ist, weitgehend im Meer. Es spielt nur keine Rolle. Sinnvoller wäre es, zu verhindern, dass übermeerisches, altes Eis schmilzt und dahin gelangt.

Sie haben die Hypothese falsifiziert?

Dann lassen Sie uns doch bitte an den Details teilhaben. "So ein Stuß" geht nicht einmal als Abstract durch.

Natürlich stimmt das alles.

Und wenn einer es beim Schwimmen schön laufen lässt, steigt der Meeresspiegel ebenfalls, wenn auch nur geringfügig.

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