Rabottini gewinnt Etappe, Rodriguez neuer Leader

20. Mai 2012, 19:58

Italiener gewinnt zweite schwere Bergetappe - Italienische Favoriten bereits mehr als eine Minute zurück

Lecco  - Matteo Rabottini hat am Sonntag die zweite schwere Bergetappe des 95. Giro d'Italia gewonnen. Der neue Spitzenreiter Joaquim Rodriguez aus Spanien liegt jetzt über eine Minute vor den vorher hochgehandelten italienischen Topfavoriten Ivan Basso (+1:22) oder Michele Scarponi (+1:36). Der Tagessieger aus Italien, der 18 Kilometer nach dem Start ausgerissen war, siegte nach 169 km in Lecco hochverdient vor Rodriguez, der ihn auf den letzten Metern wohl schonte und nicht mehr alles gab.

Der Spanier aus dem Katjuscha-Team nahm dem Kanadier Ryder Hesjedal das Rosa Trikot vor dem zweiten Ruhetag am Montag wieder ab. Der Giro-Endspurt beginnt am Dienstag mit der Woche der Wahrheit im Hochgebirge - mit leichten Vorteilen für Rodriguez.

Cavendish noch dabei

Weltmeister Mark Cavendish stand am Sonntag noch am Start und war damit so ziemlich der einzige Sprinter weit und breit beim Giro, nachdem Vizeweltmeister Matthew Goss und Mark Renshaw (beide Australien) am Vortag ausgeschieden waren. Offensichtlich ist der Brite, der schon in der vergangenen Woche wegen drohender Zeitüberschreitung fast vor dem Ausschluss stand, noch heiß auf seinen möglichen vierten Etappensieg am Donnerstag und auf das Rote Trikot des Punktbesten. Am Sonntag stieg der Luxemburger Frank Schleck als 15. im Gesamtklassement aus. Er hatte sich bei einem Sturz auf der 11. Etappe an der Schulter verletzt.

Die fünf österreichischen Profis landeten am Sonntag unter ferner liefen. Bester ÖRV-Mann war Stefan Denifl (Vacansoleil), der als 64. 17:10 Minuten Rückstand auf den Tagessieger aufwies. Der bestplatzierte Österreicher im Gesamtklassement, Thomas Rohregger von RadioShack, schaffte es als 99. gerade noch in die Top 100 und verlor in der Gesamtwertung fünf Ränge. Als 48. bleibt er aber dennoch klar bester rot-weiß-roter Vertreter, Denifl ist 80.

Am kommenden Freitag und Samstag stehen die beiden schwersten Dolomiten-Etappen auf dem Programm. Der Giro endet am Sonntag mit einem Zeitfahren nach Mailand über 30,1 Kilometer. (APA, 20.05.2012)

15. Etappe, Busto Arsizio - Lecco/Piani dei Resinelli (169 km):

1. Matteo Rabottini (ITA) Farnese Vini 5:15:30 Std. - 2. Joaquin Rodriguez (ESP) Katjuscha gl. Zeit - 3. Alberto Losada (ESP) Katjuscha + 0:23 Sek. - 4. Sergio Henao (COL) Sky Procycling 0:25 - 5. Michele Scarponi (ITA) Lampre - 6. Ivan Basso (ITA) Liquigas-Cannondale alle gleiche Zeit - 7. Stefano Pirazzi (ITA) Colnago 0:29 - 8. Roman Kreuziger (CZE) Astana Pro Team - 9. John Gadret (FRA) AG2R La Mondiale - 10. Amets Txurruka (ESP) Euskaltel alle gl. Zeit. Weiter: 64. Stefan Denifl Vacansoleil + 17:10 - 99. Thomas Rohregger RadioShack 26:49 - 130. Daniel Schorn NetApp - 167. Matthias Brändle NetApp - 171. Bernhard Eisel (alle AUT) Sky alle 34:48

Gesamtwertung: 1. Rodriguez 65:11:07 - 2. Ryder Hesjedal (CAN) Garmin + 0:30 - 3. Basso 1:22 Min. - 4. Paolo Tiralongo (ITA) Astana Pro Team 1:26 - 5. Kreuziger 1:27 - 6. Scarponi 1:36 - 7. Benat Intxausti (ESP) Movistar 1:42 - 8. Henao 1:55 - 9. Daria Cataldo (ITA) Omega-Pharma 2:12 - 10. Sandy Casar (FRA) FDJ-Big Mat 2:13. Weiter: 48. Rohregger 38:21 - 80. Denifl 1:20:50 - 108. Brändle 1:52:01 - 128. Schorn 2:12:14 - 164. Eisel 2:49:11

Gespannt..

bin ich noch auf Basso und das Astana Duo Tiralongo und Kreuziger. Eine gemähte Wiese ist das für Rodriguez nicht. Und Hesjedal ist für mich noch der Geheimtipp.

der Mann heisst Joaquín und nicht Joaquim. Glauben Sie mir doch

"Rohri" die bei uns hochgejubelte "Bergziege" verliert auf einer einzigen Bergetappe über 27 Minuten....!!!

wahnsinns-etappe!!! ein fast schon epischer sieg!

Toller Giro, super Etappensieg

aber die Gedanken sind dann doch bei den Erdbeben-Opfern der Emiglia. Alles Gute.

schön, dass Rodriguez Rabottini den Etappensieg überlassen hat - war wirklich verdient!

toll auch, dass Cavendish immer noch dabei ist - er hat zwar immer gesagt, dass er den Giro zu Ende fahren wird, aber die Presse wollte es ja nicht glauben.

nachdem Schleck raus ist, dann darf man bei den nächsten Etappen ein Angriffsfeuerwerk von Berg-König Rohregger erwarten? Ausreden gibts ja jetzt keine mehr...

der Eisel

hackelt ja auch wie ein Pferd, der wird ihn schon bis Mailand "zahn"

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