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Mannheim/Wien - Er sprach zwar nur "am Rande" des offiziellen Katholikentags in Mannheim, aber er tat es beim "Alternativen Katholikentag" vor begeistert applaudierenden Gläubigen. In der übervollen Johanniskirche kündigte der Initiator der österreichischen Pfarrerinitiative, Helmut Schüller, an, dass die engagierten Priester allfällige Disziplinarmaßnahmen, die Wiens Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn in Aussicht gestellt hatte, nicht hinnehmen und sich wehren wollen.
Kein Verständnis
"Ich weiß nicht, was an Pfarrern, die ihre tägliche Arbeit tun, zu disziplinieren wäre", sagte Schüller. Die Initiative verstehe die Androhung nicht. Er wisse auch nicht, wie weit die Disziplinarmaßnahmen gehen würden. "Wir werden uns die Maßnahmen ansehen und uns von Experten beraten lassen."
Der frühere Wiener Generalvikar, der jetzt Pfarrer von Probstdorf ist, fordert eine Verfassung für den Kirchendialog, eine Art Dialog-Grundrechtskatalog. Derzeit werde der Dialog wie ein Gnadenakt praktiziert, der teils von oben zugelassen, teils aber wieder zurückgezogen werde, kritisierte Schüller. "Wir haben keine Glaubenskrise, wie manche Kardinäle meinten, und wir haben keine Kirchenkrise, sondern wir haben eine Kirchenleitungskrise, die angegangen werden muss." (APA, nim, DER STANDARD, 21.5.2012)
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Natürlich gibt es eine Glaubenskrise, die so fundamental ist, dass sie den meisten Kirchgängern gar nicht deutlich auffällt. Zurückzuführen ist diese Krise unter anderem auf ein völliges Versagen der Theologie.
Weder die "betonierende Amtskirche" noch die "Reformer" haben wirkliche Antworten, das ist alles nur Kosmetik und reichlich naiv.
natürlich kann ich nicht einfach sagen, dass mein zugang der mehrheit entspricht, aber ich denke schon, dass auch die meisten wohlstandsgesättigten menschen mitteleuropas eine antwort auf die letzten dinge suchen. nachdem sie jedoch von den kirchen keine antworten bekommen, und der eso-schmafu auch nicht wirklich sinnstiftend ist, geben sie es achselzuckend auf. hingegen kann eine kirche, die die menschen ernst nimmt im heutigen leben, die liebe, verzeihen, miteinander und solidarität predigt und auch vorlebt, durchaus eine re-spiritualisierung erwirken. also ich denke, "dafür gibt es einen markt". wie das in der praxis gehen soll, und wer die spirituellen gründer dieser kirche sind, wird der knackpunkt zum erfolg.
Ich bin auch der Meinung, dass einiges Potential in der Gesellschaft vorhanden wäre. Aber der Kirche kann es ja nicht in erster Linie um eine diffuse Spiritualität gehen, sondern um die Verkündigung des Evangeliums. Und da tut sie sich sehr schwer, denkende Menschen von heute zu überzeugen.
Ich vermute, dass das zentrale Problem darin besteht, das eigentlich christliche Gottes- und Glaubensverständnis gegen die vielen herrschenden Missverständnisse abzugrenzen und in einer auch intellektuell redlichen Weise zu erläutern. Es muss klar werden, dass die Verkündigung des Evangeliums letztlich keine andere Funktion hat als Menschen aus der Angst um sich selbst zu wahrer Menschlichkeit zu befreien.
(. . .)
Der frühere Wiener Generalvikar, (. . .):
"Wir haben keine Glaubenskrise, wie manche Kardinäle meinten, und wir haben keine Kirchenkrise, sondern wir haben eine Kirchenleitungskrise, die angegangen werden muss." (APA, nim, DER STANDARD, 21.5.2012)
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Ausführliche Stellungnahme unter
www.news.at
"Pfarrerinitiative • Krise der Kirchenleitung"
vor 1 Tag ... Helmut Schüller nimmt Disziplinarandrohung von Kardinal Schönborn nicht hin ... Das sagte Helmut Schüller - Initiator der österreichischen ... auf
www.news.at/articles/... henleitung
od. unter
Helmut Schüller: "Gott ist auf keiner Seite, . . ."
kurier.at/.../4495859-helmut-schueller-gott-ist-auf-keiner-seite-er-steht- drueber.php
.
greift schon einmal vor bzw. in die unterste Schublade.
Laut orf.at hat Bischof Müller gesagt:
„Es ist die Frage, ob die sogenannten Reformgruppen wirklich solche sind“, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. „Es kann nicht sein, dass Leute, die von sich aus nichts zustande bringen, sich an die großen Veranstaltungen dranhängen und eine parasitäre Existenzform bringen.“
http://religion.orf.at/projekt03... nheim.html
Das sind die Ansichten eines Bischofs, dessen Diözese eine Hochburg der Pius-Bruderschaft und des Opus Dei ist.
Kirche heisst auch: Fähigkeit zum Dialog.
In der Kirche müssen Zentren der Begegnung geschaffen werden, in denen unterschiedliche Meinungen offen ausgesprochen und der hierüber notwendige Streit offen ausgetragen werden kann.
Nur dort, wo die "ständige Herausforderung des Eigenen durch das Andere" zur Selbstverständlichkeit geworden ist, ist eine umfassende, "katholische" Sicht der Dinge möglich.
Wo die Gräben zu tief sind, müssen verbindliche Dialogstrukturen das Miteinander regeln.
und das ist gut so.
denn nicht herr schüller oder seine um ihn gruppierte truppe hat sich vom kern der r.k. botschaft entfernt, sondern die kirchenleitung.
...nur erzähl einmal deinem sturen chef, das er unrecht hat...
Ähnlich den Staaten, wo Despoten herrschen, geht es den "alten Herren" rein um MACHTERHALT.
1. Vor 50 startete das vatik. Konzil, unter Joh.XXIII mit Öffnung der Kirche, die nchfolgenden "Betonköpfe" revidierten das.
2. Die Mehrheit der Menschen in der röm. kath. Kirche sind nicht wegen dem Papst, den Kardinälen und Bischöfen in der Kirche, sondern TROTZ diesen.
3. Die Liberalisierung von Zölibat, Empfängnisverhütung, Frauen in der Kirche, Laienämter, Wiederverheiratete, Homosexualität löst nicht alle Probleme der Kirche.
4. Wenn Pkt. 3 erledigt wird, öffnet sich die Kirche für eine neue Chance mit den Menschen und nicht gegen die Menschen wie jetzt.
5. die Kirchenoberen wollen nur reden, aber nicht handeln - ihr Tod!
Ein Blick auf religiöse Gemeinschaften, in denen die Wunschträume der Schüllerbewegung erfüllt sind, offenbart, dass deren Zustand sogar noch um einiges desolater erscheint als der der RKK.
Punkt vier erscheint angesichts dieses empirischen Befundes als schiere Realitätsverweigerung.
sie sehen "wunschträume der schüllerbewegung" andere sehen berechtigte anliegen von der kirchenführung im stich gelassener priester und gläubigen.
starre ansichten führen in letzter konsequenz zur dialogunfähigkeit und streit.
In der evangelischen oder altkath.Kirche, sind aber genau alle Menschen drinnen, die auch drinnen sein wollen.
In der r.k sind aber nur jene Menschen übriggeblieben, die in einer sich weiterentwickelten Gesellschaft, aber steckengebliebenen Kirche , den langen Atem bzw. die gesteigerte Leidensfähigkeit hatten, zb. einen Kirchenbeitrag abzuliefern, obwohl man Geschieden und Wiederverheiratet , Gleichgeschlechtlich liebend oder sonstwie nicht angepaßt war und von den Sakramenten ausgeschlossen wurde (oft noch mit hämischen Bemerkungen, siehe jetzt als Sünder mit Überheblichkeit an den „Plan Gottes“ erinnert wurde uvm. Mehr und mehr Menschen in dieser r.k.Kirche wird KEIN PLATZ mehr gelassen , obwohl von Jesus gerufen!
.
donnacamilla, 01. 05. '12 07:22 / “profil“-2012-04-30
NEIN BITTE BITTE NICHT Bischof werden !!!
Weil wen haben wir dann noch auf UNSERER SEITE ?
Meldenantworten
-- 2012-05-21-MO
S. g. Donna Camilla,
also ein allzu beständiges Rückgrat haben Sie Ihrem Idol ja nicht gerade attestiert, wenn Sie ihm gleich vorab einen “Sinneswandel“ unterstellen, sollte er tatsächlich doch einmal Bischof werden . . . . . was im übrigen ohnehin außerhalb jeglicher Reichweite liegt . . .
-- der-neue-mensch, 03. 05. '12 13:39
Re: NEIN BITTE BITTE NICHT Bischof werden !!!
"Kommentar" finde ich herzig.
Sollte Schüller nach einem allfälligen Abdanken neue Lebenswege suchen (müssen), bekämen'S an flotten und rüstigen 60-er "zum weiter Anhimmeln . . .
.
Umso bemerkenswerter dass die Zahl derjenigen, die weiter dabei bleiben wollen, viel stärker dahinschmilzt als bei den Katholiken.
Aus der katholischen Kirche sind in Österreich in den letzten 20 Jahren 15% der Mitglieder ausgetreten, aus der evangelischen Kirche 22% (Die Schrumpfrate ist also um die Hälfte größer!!!). Und bei den Altkatholiken ist die Situation noch dramatischer. Die haben allein in den 6 Jahren von 2001 bis 2007 das erreicht, wozu die katholische Kirche 20 Jahre gebraucht hat: 22% ihrer Mitglieder zu verlieren. Die Altkatholiken schrumpfen also rund drei mal so schnell wie die Katholiken. Und das, obwohl doch dort (nach Ansicht der Schüllerianer) vergleichsweise paradiesische Zustände herrschen müssten.
wenn alle engagierten mitglieder der römisch katholischen kirche, die seit 30 jahren drauf warten, dass der geist des 2. vatikanums wiederauflebt (was ihre brüder im geiste verhindern), die geduld verlieren (und das werden immer mehr), und diese römische kirche verlassen, dann verliert die kirche nicht 22% ihrer mitglieder, dann behält sie maximal 22% ihrer mitglieder - wenn überhaupt.
aber darauf lässt mans in rom ankommen. was das alles mit dem katholischen (!) selbstverständnis zu tun hat, entzieht sich meiner kenntnis.
aus der sicht von uns reformwilligen: ihr seid die abweichler. ihr seid nicht anders als die pharisäer, über die jesus in Mt 23 urteilte. und euch, die ihr die kirchen vor den menschen verschließt, droht das böse.
bitte, Ihre ewig alten Argumente sind ja keine und hängen einem ja schon zum Hals raus,
"gehts doch zu den anderen, weil die haben das schon" oder "bei den anderen ist es noch schlechter" . Wenn ich MITEIGENTÜMERIN einer Firma bin, die von den derzeitigen Geschäftsführern an die Wand gefahren wird, werd ich mich doch noch um MEIN TEIL rühren dürfen ??
... ein Argument ist also kein Argument mehr, wenn es Ihnen zum "Hals heraushängt"?
Bekloeffel hat Ihnen gezeigt, dass es eben die Schüllers mit ihren Ansichten sind, die die Kirche wie Sie so schön sagen "an die Wand fahren" und hat dazu offensichtlich einiges an Zeit aufgewendet.
Daher müssen sich - lt. Ihrer eigenen Argumentation - diejenigen rühren, die eben dieses "an die Wand fahren" verhindern wollen. Das sind die konservativen Kräfte in der Kirche.
Wenn Sie nicht mehr zu bieten haben als "... hängt mir zum Hals raus ..." ...
diejenigen rühren, die eben dieses "an die Wand fahren" angeblich verhindern wollen wie Sie sagen, rühren sich ja erst jetzt, nach dem ihnen bereits die Felle wegschwimmen; bisher war ihnen mit der Doppelmoral nämlich alles ganz recht, denn Schüller fordert ja keine Neuigkeiten sondern das, was jeder normale Priester heute längst machen muß, da er sonst auf die Psychiatrie gebracht würde. Welche Priester sind übrigens im Langzeitkrankenstand, weil sie unterdem Sein und Schein, den die Kirche von ihnen fordert ,den sie aber nicht mehr leben können, zusammengebrochen sind ? Schüller udnseine Priester ist wenn mich nicht alles täuscht, immer noch in der lage trotz aller Untergriffe klar und verständlich Stellung zu beziehen und zu arbeiten.
Offenbar sind Sie intellektuell mit der Aufgabe überfordert, den Inhalt des Argumentes zu verstehen, sonst würden Sie nicht andauernd am Punkt vorbeireden.
Weder gebe ich Ihnen Ratschläge, wohin Sie gehen sollen, noch habe ich mich dazu geäußert, was Sie dürfen.
Ich habe Ihrer These widersprochen, wonach die katholische Kirche einen Aufwärtstrend in puncto Akzeptanz und Mitgliederstand nehmen würde, wenn nur die Schüllerschen Wunschvorstellungen umgesetzt würden. Und ich habe meinen Widerspruch mit Hinweis auf die Erfahrungsdaten untermauert, die zeigen, dass in Religionsgemeinschaften, die solche Wunschvorstellungen realisiert haben, ein solcher Aufschwung NICHT eingetreten ist, sondern der Niedergang im Gegenteil beschleunigt ist.
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