Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
vergrößern 700x468Ein Feuerwehrmann löscht einen Brand bei einem eingestürzten Gebäude in der Stadt Finale Emilia in der Provinz Modena.
vergrößern 700x571Das schwere Erdbeben ereignete sich unweit von Modena und Bologna.
Bologna - Norditalien ist am Sonntagnachmittag von einem schweren Nachbeben erschüttert worden. Nach dem schweren Beben von Sonntagfrüh wurde um 15.18 Uhr im Raum Bologna ein Erdstoß mit der Stärke 5,0 registriert. Das Epizentrum lag in der Ortschaft Finale Emilia in der Provinz Ferrara und hatte eine Stärke von 5,1 nach Richter. Ein Feuerwehrmann wurde von den Trümmern eines Gebäudes verschüttet und schwebt in Lebensgefahr, teilten die Rettungsmannschaften am Sonntag mit.
Die Zahl der Todesopfer infolge des schweren Erdbebens in Norditalien ist am Sonntagabend auf sieben gestiegen. Eine 86-jährige Frau erlitt nach dem Erdbeben einen Hirnschlag und starb nach der Einlieferung ins Spital. Zuvor waren vier Arbeiter während der Nachtschicht in Fabriken durch einstürzende Dächer oder umstürzende Pfeiler erschlagen. Eine 37-jährige Deutsche und eine 103 Jahre alte Frau erlitten aus Panik einen tödlichen Kreislaufzusammenbruch.
Nachbeben
Das erste Beben hatte um 04.04 Uhr die Region Emilia-Romagna erschüttert. Sein Epizentrum habe nahe der Gemeinde Finale Emilia nördlich von Bologna in der Po-Ebene gelegen, hieß es unter Berufung auf das Nationale Geophysikalische und Vulkanologische Institut. Die Stärke wurde mit 5,9 angegeben.
In Mirandola bei Modena mussten Patienten und medizinisches Personal des städtischen Spitals aus Sicherheitsgründen evakuiert werden. Die Menschen gingen aus Angst auf die Straße. Auch in Finale Emilia musste das Krankenhaus evakuiert werden. Die Stabilität des Gebäudes sei gefährdet, warnten die Rettungsmannschaften. In der Provinz Modena stürzte ein Turm ein; drei Personen wurden dabei verletzt.
3000 Evakuierungen
Über 3.000 Personen haben am Sonntag ihre Wohnungen verlassen müssen. Die meisten Betroffenen befinden sich in der Provinz Modena, weitere 500 Menschen mussten in der Provinz Ferrara ihre Wohnungen verlassen, teilte der Zivilschutz mit. 500 Sträflinge mussten aus Sicherheitsgründen das Gefängnis von Ferrara verlassen.
Beschädigungen in Provinz Mantua
Die Erschütterungen waren auch in der Toskana, im Veneto, in der Lombardei, in Trentino Südtirol und in Friaul zu spüren. Die Bahnhochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Bologna und Florenz war mehrere Stunden lang unterbrochen, konnte am Sonntagvormittag jedoch wieder in Betrieb genommen werden. In der lombardischen Provinz Mantua wurden mehrere Kirchen und ältere Gebäude beschädigt.
Kunstschätze beschädigt
Nach dem Beben meldeten die Behörden auch viele Kilometer fern vom Epizentrum schwere Schäden an Kunstwerken und Kulturgütern. Besonders betroffen seien Kirchen und Schlösser in den Provinzen Modena, Bologna und Ferrara.
Bis nach Innsbruck spürbar
Das Erdbeben war bis nach Österreich zu spüren: Auch in der Gegend um Innsbruck wurden "schwankende Bewegungen" gemeldet, wie die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) berichtete.
Erinnerung an L'Aquila
Das Beben ruft auch Erinnerung an den April 2009 hervor, als bei einem Erdstoß der Stärke 6,2 in der Nähe der norditalienischen Stadt L'Aquila mehr als 150 Menschen ums Leben gekommen waren. Zehntausende Menschen waren damals obdachlos geworden. (APA, 20.5.2012)
Erschütterung von 4,3 auf der Richterskala
Stärke 5,1 - Keine Verletzten - Vorerst keine größeren Schäden bekannt
100 beschädigte Kirchen in der Provinz Mantua, 45 in der Provinz Modena - Kirchengelder reichen nicht für Wiederaufbau
Geologen kritisierten mangelnde Vorsorge - Nachbeben über Monate hinweg möglich
17 Tote und 350 Verletzte -Monti verabschiedete Hilfspaket - Nationaler Trauertag am Montag
Kirchen und Monumente eingestürzt - Ausmaß der Schäden noch unklar
Erdstöße hatten eine Stärke von 3,2
Starkes Nachbeben schreckte Bevölkerung wieder auf
Monti stellt 50 Millionen Euro für Wiederaufbau zur Verfügung und wird von Obdachlosen ausgepfiffen
Premier ausgepfiffen - Nachbeben nehmen kein Ende, 5.000 Menschen sind obdachlos
Mehr als 100 Nachbeben - Menschen verbrachten Nacht in Notunterkünften - Italiens Premier Monti besucht betroffene Region
Das Epizentrum lag erneut in der Ortschaft Finale Emilia zwischen den Provinzen Modena und Ferrara
Schwere Schäden in den Gemeinden Finale Emilia und Sant' Agostino
Heute um 4.04 Uhr im Hotelzimmer in Triest durch das Beben aufgewacht: das ganze Gebäude hat für ca. 20 Sekunden deutlich spürbar geschwankt. Im Gegensatz zum Beben in Friaul 1976 (damals war in Mittelkärnten ein tiefes Grollen im Erdinneren zu hören) war das heutige Beben jedoch, zumindest in Triest, völlig geräuschlos und es gab keine wahrnehmbaren Reaktionen der Behörden oder in der Bevölkerung ...
Ich war bis heute Mittag noch in Padua, also nur etwas über Bologna. Hab aber nach der Feier von der Bayern Niederlage nichts von den ersten Beben mitbekommen. Erst um kurz vor 5 musste man dann das Hotel verlassen und in der Mitte der Straße warten.
Also ich hoffe das so etwas ned so schnell in/um/bei Wien geschieht, wenn ich daran denke wie meine Wohnung wackelt wenn mal ein LKW etwas schneller über die Straße rumpelt, oder wenn wenn mein nachbar über mir mal springt, puhh da wird ma a weng ungut, hoffentlich bin ich dann ned daham!
Und wenn ich mir so ein paar abenteuerliche Dachbodenausbauten auf Gründerzeitgebäude anschaue, da wird einfach draufgesetzt, und vl das fundament etwas verstärkt, a traum,
Dachbodenausbauten wirken eher positiv, da durch die betonplatten der rahmen des gebauedes stabilisiert wird.
viel gefaehrlicher sind sehr haeufige umbauten im kellerbereich.
in dieser hinsicht ist ein vergleich mit den bauordnungnen in japan, griechenland und kalifornien sehr lehrreich.
Ja aber ist es dann nicht so dass oben zB eine sehr steife konstruktion steht, unten auch wieder steif wegen erddruck, aber das Mauerwerk dazwischen ist zu schwach um evtl erschütterungen ordentlich standzuhalten?
Sozusagen die seitenwände brechen ein und das ding fällt zusammen wie ein kartenhaus.
die konstruktion ist nirgendwo "sehr steif".
bei einem schweren beben werden alle diese gebaeude schwere schaden nehmen, kein zweifel.
es koennte aber sein, dass es ein bissl laenger dauert, bis das ganze zusammenbricht, sodass alle bewohner raus sind.
das sind natuerlich theoretische ueberlegungen. viel entscheidener bez. opfer ist z.b. ob das beben nachts oder tagsueber kommt.
In Wien wär es besonders schlimm weil:
1.: kein felsiger Untergrund, teils 2km nicht
2.: beinahe alle Gebaude 4 - 5 stöckig sind, was genau der Erdbebenresonaz entspricht...
3.: die meisten Gebäude alt bis sehr alt sind - nicht daß alter eine Kategorie wäre, aber die Umbauten und das morsche Holz
das problem ist eher 3.
es gibt auch anderswo loese untergruende (wobei felsiger oder nicht felsiger unterfgrund auch mit tiefe des epizentrums, dauer und richtung der wellen zu betrachten sei).
mind 50% der wiener bausubstanz ist um die jahrhundertwende gebaut worden. oft haben die fundamente IKEA-tischen groesse.
das war der stand der technik damals, kann man nix machen. sollte es tatsaechlich zu einem groessen beben kommen, werden die folgen unvorstellbar sein.
man vergleiche z.b. die folgen der ahnlichen Erdbeben 1999 in Kocaeli (3000-4000 tote) und in Athen (190 tote, davon 120 in einem einzelnen gebaude). obwohl die gebauede aehnlich waren, machte die bauordnung alles aus.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.