1.800 Einwohner nach Brand in russischem Munitionsdepot evakuiert

18. Mai 2012, 19:43
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Zugverkehr auf transsibirischer Strecke unterbrochen - Zwei Soldaten verletzt

Moskau - Nach einem Brand in einem Munitionsdepot der russischen Armee sind rund 1.800 Einwohner der umliegenden Ortschaften in Sibirien in Sicherheit gebracht worden. Der Brand sei aus zunächst ungeklärter Ursache am Freitag gegen 8.20 Uhr (MESZ) in dem rund 280 Kilometer nordöstlich von Wladiwostok gelegenen Depot ausgebrochen, erklärte eine Sprecherin des Katastrophenschutzministeriums. Zwei Soldaten wurden demnach verletzt.

Unkontrollierbare Kette von Explosionen

Die Einwohner aus vier Dörfern mit einer Gesamtbevölkerung von 1.800 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. Den Rettungskräften sei es zunächst nicht gelungen, das Feuer in dem Depot zu löschen, in dem 489 Waggons mit Granaten aus der Sowjetzeit gelagert seien, sagte die Sprecherin. Es habe eine unkontrollierbare Kette von Explosionen gegeben, die auch Stunden später nicht habe gestoppt werden können. Wegen der Explosionen wurde auch der transsibirische Zugverkehr unterbrochen.

In Munitionsdepots der russischen Armee kommt es immer wieder zu Bränden und Explosionen. Grund sind die oftmals unzureichenden Lagerbedingungen. Erst Anfang Mai waren bei der Explosion von Munition in der zentralrussischen Region Nischni Nowgorod sechs Soldaten getötet worden. (APA, 18.5.2012)

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