Einfacher Mönch

Einserkastl | Hans Rauscher, 18. Mai 2012, 19:32

Die Einheit Chinas ist die tiefste Sorge der Führung in Peking - Deshalb Furcht und Hass gegenüber dem Dalai Lama

Der Dalai Lama kann von erfrischend-irritierender Unberechenbarkeit sein, besonders wenn er es mit vor Ehrfurcht ersterbenden Westlern zu tun hat. Beim Waldzell-Seminar in Melk vor ein paar Jahren antwortete er einmal auf eine elendslange, komplizierte Frage, was er über den Sinn des Lebens und verwandte Themen mitteilen könne, mit: "Nothing".

Mitteilungen über das Schicksal seiner Landsleute unter chinesischer Herrschaft begleitete er mit bass-dröhnendem Lachen: "My people are killed, ho ho ho ...". Kenner weisen darauf hin, dass es sich vermutlich um das asiatische Verlegenheitslachen angesichts besonders unsubtiler Fragen der Langnasen handelt.

Wie berührt ihn wohl die Mischung aus Dalai-Lama-Schauen und Die-Chinesen-nicht-Verärgern der heimischen Politiker? Er betrachtet das vermutlich als Preis für die Aufrechterhaltung des Interesses an Tibet und der tibetischen Kultur.

Die Wut und Verbissenheit der chinesischen Führung gegenüber dem geistigen Oberhaupt der Tibeter speist sich aus einer tiefen Furcht vor einem Zerfall des chinesischen Reichs, die historisch erklärbar ist. Sehr viele Tibeter leben außerhalb der tibetischen Grenzen in chinesischen Provinzen. Die Einheit Chinas, die den außenstehenden Beobachtern ja nicht gefährdet erscheint, ist die tiefste Sorge der Führung in Peking. Deshalb Furcht und Hass gegenüber einem "einfachen buddhistischen Mönch".(Hans Rauscher, DER STANDARD, 19./20.5.2012)

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Symptomatisch. Wenn es um Fuehrer geht.

Die Groupies sind voll informiert und durchgeistigt. Sie sind selbstverstaendlich im Besitz der Wahrheit.
Waehrend, nach ihrer Meinung, die Kritiker nur die falschen Buecher lesen, auch sonst von maessigen Verstand. Und im Falle des DL natuerlich linkslinke Steigbuegelhalter totalitaerer Regime.

Warum stoppen sie nicht gleich mit Gotteslaesterung?

Noch einmal, mensch kann den DL und China kritisieren. Ja, das geht ohne Spagat.
Und ich kann den Leistung des DL fuer Fluechtlinge begeistert Beifall spenden und trotzdem gegen sein kleriko-feudales Herrschaftsprinzip?

Hilft nix, mit Aufklaerung hat das wenig zu tun.

Ich wäre Ihnen sehr verbunden, wenn Sie mich und andere nicht ständig als "Groupie" bezeichnen würden.

Danke für das Verständnis.

Ich wollte eigentlich kein

Bekennerschreiben provozieren.
Für mich gibt es im Zusammenhang mit Personenkult immer Groupies - natürlich auch männliche.

So sehr ich Ihre Beiträge manchmal schätze so verwundert mich kurzzeitige mentale Verfärbung ..

Und gleich noch ein paar Untergriffe nachsetzen,

aber selber empfindlich sein, wenn man der Liebäugelei mit dem chinesischen Regime verdächtigt wird.

"Bekennerschreiben" schreiben Leute, die eine Straftat begangen haben, das trifft auf mich nicht zu.

Ich treibe auch keinen "Personenkult" um den Dalai Lama, ich erlaube mir nur, ihn zu schätzen, und möchte eigentlich die Gründe dafür nicht ständig verteidigen müssen, dies vor allem, solange mir trotz wiederholter Nachfrage kein konkreter Kritikpunkt an seiner Lehre genannt werden konnte.

Was Sie mit meiner "kurzzeitigen mentalen Verfärbung" meinen ist zwar offen, ich darf Ihnen aber versichern, dass mein mentaler Zustand keinen Anlass zur Sorge gibt.

Werte Frau Goeschl, zuerst, ich bin NULL

empfindlich.
Ich habe die Zensoren schon 10mal gebeten pointierte Positionen mit gegenüber nicht zu entfernen.
Wie soll ich auch. ich bin ja keine Person, sondern eine Meinung.

Dann, Sorry, die Identifikation mit einer abstrakten Karikatur, .. da kann ich Ihnen nicht helfen.

Und letztlich, es soll ja rote, blaue, schwarze mentale Verfärbungen geben, sogar grüne. Sie scheinen durch Maroon-Tangerine etwas geblendet ;)

Geht die Kritik an der Lehre des Dalai Lama - ich habe jetzt schon ziemlich oft vergeblich darum gebeten - wirklich nicht ein bissl konkreter oder beschränken wir uns weiter auf Gezänk über meine angebliche "Blendung"?

Ich habe schon einmal geschrieben,

kleroko-feudale Systeme mit Ordnungsprinzipien, Personenkult und einer untergeordneten Glaeubigerschar sind intrinsisch falsch.

Auch die abgehobenen Rituale sind typische Symbole der Ueberdeckung einer schwachen Lehre.
Das sich erarbeiten muessen des Heils, das kriechen muessen ...l
Die bottom-up Entwicklung geht anders.

Und Ihr undeduldiges, sie haben mich schon oefter aufgefordert, zeigt mit nur, wie angesteckt Sie schon sind ...

Vergessen Sie es, ich habe als Atheist genug, von dieser fordernden im Besitz der Wahrheit Ueberheblichkeit.

Und ich bin wahrlich kein missionarischer Atheist.

Nochmals: Sagen Sie mir (bitte! bitte!) eine einzige konkrete Aussage des Dalai Lama, auf die Sie Ihre Kritik beziehen.

bloß eine einzige Aussage des Dalai Lama, auf die sich ihr Vorwurf, dass jemand "kriechen muss", bezieht.

Ein einziger Satz, den Sie nicht in Ordnung finden, mehr verlange ich nicht von Ihnen...

Reden S'

doch keinen Mist!

Das einzig "Schwache" ist Ihr Geplapper über den Buddhismus und den Dalai Lama...!

.

Aber sicher, ich befuerchte Sie

sind zu uft tausende Stufen gekrochen und haben sich dabei bei jedem mal auf den Bauch haeun den Kopf beschaedigt.
Die noch funktionierenden Neuronen gehen in eine Zuendholzschachtel?

Schauschau,

ein Scherzbold!

Noch dazu einer mit dem Bauch voller Gedanken und einem Kopf voller Darmgase...!

.

Was an China

zu kritisieren ist, liegt ja auf der Hand.

Aber was passt dir am Dalai Lama nicht...?

.

Der Tibetanische Buddhismus

ist ein religiös fundiertes Feudalregime in dem sich eine Priesterkaste und Feudalherren die Macht teilen.
In der Regel übernimmt ein Mitglied des feudalen Herrscherhauses die weltliche Macht, ein anderes die religiöse. Das war ja auch bei uns im Mittelalter allgemein üblich.
Warum ein solches Regime in der modernen westlichen Welt solche Begeisterung auslöst, versteh ich nicht ganz. Oder möchte wer wieder im Katholischen Mittelalter leben?

Siehe dazu das dem Buddhismus durchaus wohlgesonnene:
http://www.amazon.de/Der-Buddh... r-mr-title

Kleine Velwechserung

von Religion mit Herrschaftsform, Chrilly!

Kommt häufig vor bei Leuten, die im folgerichtigen Denken nicht so geübt sind...!

.

dass religionen herrschaftsformen sind, liegt in ihrem wesen; da gibt s nichts zu verwechseln ...

Nicht Religion

herrscht, sondern Herrschaft bedient sich der Religion!

(Wie ich schon sagte, "folgerichtiges Denken usw...!")

.

irre!

ein bisschen historische bildung und ein bisschen weniger vorurteil wäre angebracht; von einer entkoppelung von religion und weltlicher herrschaft kann erst ab dem ende des 18. jhdts. in teilen von europa und nordamerika gesprochen werden. ab dann benützt weltliche herrschaft die religion zu legitmation und affirmation. davor waren religiöse und weltliche herrschaft identisch (s. zb bei augustinus, aber es galt natürlich auch schon für die antike) und zankapfel der verschiedenen herrschenden (wer setzt bischöfe ein: der deutsch-römische kaiser oder der papst, wer ist für wunderheilungen zuständig: der französische könig oder der papst, uswusf)

Man muss schon ein bissl hinter die Dinge blicken, bloß die Geschichtsbücher herunterzubeten ohne die Zusammenhänge zu analysieren ist zu simpel.

und die zusammenhänge ergeben sich nicht aus der geschichtswissenschaft? geh bitte ...

Ich versuche es nochmals zu erklären:

Wenn ein Kaiser XY behauptet, ein blutiger Feldzug, den er führen möchte, sei gottgewollt, und ihn dabei irgendwelche ehrgeizigen Religionsführer unterstützen, bedeutet das noch lange nicht, dass der Feldzug tatsächlich aus religiöser Sicht gerechtfertigt ist.

Die gleiche Religion, die sich diese Leute in eigenen Auslegungen missbrauchen, lehrt vermutlich, dass lügen, töten und Mitmenschen quälen ein Unrecht ist, und bietet vielleicht Schriften, die ethisch lehrreich und lesenswert sind und mit dem Missbrauch durch Kaiser XY überhaupt nichts zu tun haben.

Bei

Ihnen beginnt das Christentum mit Augustinus?

Bei mir mit der Bergpredigt und der 3. Versuchung Christi...!

Buddhas Ablehnung aller irdischen Macht ist symbolisiert durch seinen Eintritt in die Hauslosigkeit...!

Offenbar reicht Ihr "Bisschen Historische Bildung" nicht weit genug und auch in puncto Vorurteil sollten Sie sich besser selber bei der Nase nehmen...!

.

da steht im posting laut und deutlich "zb", das heißt "zum beispiel"; wo sie das christentum anfangen lassen wollen, ist ihre sache, ich habe nur "zb" gesagt ...

Die Eselsbrücke

zu einem leichten Verständnis der grundsätzlichen Weltabgewandtheit dieser Religionen, explizit eben auch im Sinne eines irdischen Machtverzichts, habe ich mit meinen Beispielen oben errichtet.

Sie müssen nur noch Ihre Hufe darauf setzen...!

.

Readymate hat da den Kern einer Wahrheit zusammengefasst.

Dass sich Menschen der Religion bedienen, um Kriege, persönliche Machtansprüche und menschenverachtende Ungerechtigkeiten zu "begründen", hat aber weniger mit Religion als mit einer gewissen Tücke bzw. "sich aus der Verantwortung stehlen" zu tun.

Man wird niemals alles, was als "religiöse Auslegung" gedruckt ist - sei es nun alt oder neu - ungeprüft übernehmen können, aber dafür haben wir ja glücklicherweise unseren Verstand.

Es gibt fast keine Religion, die nicht dem sozialen Gedanken großen Wert beimisst. Diese Gedankenvergänge nachzuverfolgen, zu prüfen und das anzuwenden, was uns als ethisch richtig erscheint, ist der Sinn von Religion.

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