Neue rumänische Regierung: Gefährliche Rallye

Kommentar | Adelheid Wölfl, 18. Mai 2012, 19:14

Rumänien hat heuer bereits die dritte Regierung und ist schon wieder im Wahlkampf

Rumänien galt bisher als Mustersparer, nun wächst das Misstrauen - nicht nur der Ratingagenturen. Der neue sozialdemokratische Premier Victor Ponta will die Beamtengehälter wieder auf das Niveau vor dem Sparprogramm 2010 heben. Das ist zwar mit dem IWF abgesprochen, woher das Geld kommen soll, ist aber nicht ganz klar. Auch Spekulationen über einen Euro-Austritt Griechenlands verunsichern: Griechische Banken halten rund ein Viertel des Kapitals an rumänischen Banken.

Zudem hat Rumänien heuer bereits die dritte Regierung und ist schon wieder im Wahlkampf. Das ist auch der Rhetorik des Rallyefahrers Ponta anzuhören. Zunächst vergraulte er die politischen Vertreter der ungarischen Minderheit damit, dass er gegen eine ungarischsprachige Abteilung an der Universität in Tirgu Mures eintrat. Vor den Kommunalwahlen und Parlamentswahlen ist aber auch Nationalismus in seiner Außenpolitik herauszuhören.

Wenn Ponta sich dafür einsetzen will, dass die Grenze zwischen Rumänien und der Republik Moldau nur "symbolisch" sein soll, so biedert er sich rechten Kräften an, die die Staatlichkeit von Moldau infrage stellen. Natürlich kann man die Worte auch als Unterstützung für den EU-Beitritt des Nachbarn lesen, aber eben auch ganz anders. Der National-Populismus erinnert an Ungarn. In Rumänien ist diese politische Rallyefahrt aber angesichts des noch geringeren wirtschaftlichen Spielraums noch gefährlicher. (DER STANDARD, 19.5.2012)

...viele sind in der eu nicht mehr reformfähig,

darum wird bestenfalls eine kern eu mit hofentlich österreich entstehen, der rest muss rausgeschnitten werden...

Die EU Südosterweiterung war ja eine tolle Idee!

Aber gut, wir mögen über den "Tellerrand" blicken, hat uns eine von Großkonzernen und Bankinstituten geführte Werbekampagne eingeredet. Die Malaise dürfen wir jetzt auskosten, weil eines muss klar sein: Die Gewinne aus der Erweiterungspolitik werden privatisiert, die Verluste werden dem "Kleinen Mann" aufgebürdet.

ad "symbolisch"

Nun Frau Wölfl Adelheid, bedenken Sie dass diese Grenze in den Köpfen der noch denkenden und Rumänisch als Muttersprache habende Rumänen immer eine "symbolische" Grenze war, und zwar unabhängig davon welceh Partei sie gewählt haben.

Mann muss nicht PRM wählen um diese Grenze als "symbolisch" zu sehen/empfinden.

Romania = Bezeichnung des römischen Reiches!

Maximale Expansion unter Imperator Marcus Ulpius Traianus (auf Deutsch Trajan) in den befestigten Grenzen beinhaltet ca. die Hälfte des heutigen Rumänien, wenn man die vorgeschobenen befestigeten Posten miteinbezieht, dann gehört Rumänien in den Grenzen 1919-1940 dem Imperium Romanum = IMPERIVM ROMANVM

Ob der Herr Ponta nur ein Wahlpolitisches Spielchen spielt, ...

mfg

diese "bunte" mischung der

rum. koalition war eine notlösung und wird keine allzu lange lebensdauer haben.
obwohl mit dem 1972 geborenen victor ponta, jurist,1995-1998 staatsanwalt, 1998-2001 ankläger beim rum. ogh (korruption und geldwäsche) einer aus der halbwegs unverdächtigen jungen generation an die spitze gekommen ist, wird es schwer für ihn, sich gegen die "alten" der ceaucescu ära durchzusetzen.
da war das körbewerfen als mitglied der rum. juniorenbasketballauswahl wohl leichter; oder die "powerslides" im rallyesport.
"ich bin zwar grösser als ich im tv erscheine, aber auch viel weniger arrogant" sagt er selbst über sich.
seine gegner werden ihn aber bald kleinstutzen.

gelebte demokratie

wie kann demokratie besser denn besser gelernt werden?
immer wieder freie und unabhängige wahlen!

bis alle glücklich sind

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