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Anfang Juni 2012. Neuwahlen und die Ankunft der Kontrolleure von EU, IWF und EZB in Griechenland stehen bevor. Letztere werden weitere Zahlungen einstellen lassen, da die Griechen nicht mehr bereit und in der Lage sind, weitere 12 Milliarden an Einsparungen zu akzeptieren. Ende der Zuführung der benötigten Hilfsmittel (fast 30 Milliarden Euro per Ende Juni). Diesem Szenario gilt es zuvorzukommen. Der erste Montag im Juni ist der Beginn einer heißen Woche, nachdem davor die EU bei einem Blitztreffen am Nordkap beschlossen hatte, das Problem radikal zu lösen: Die Griechen werden vor geschlossenen Banken und toten Bankomaten stehen. Dazu lückenlose Grenzüberwachung und Zahlungsverkehrskontrolle. Eine Woche für den Ausstieg aus dem Euro. Vor den geschlossenen Bankportalen Tumulte, Panik in den Straßen. Die Polizei steht spontanen Demos und Plünderungen hilflos gegenüber. Das Militär erwägt einzugreifen. Das Déjà-vu als vorherrschende Gefühlslage der Griechen.
Noch ist das Fiktion. Im Gegensatz zu diversen Apokalypsen jedoch eine realistische: Griechenland verlässt die Währungsunion, zurück zur Drachme. Die umlaufenden Euroscheine werden eingezogen, die Geldkonten eingefroren. Aus Euro wird Drachme, dabei wird das Bargeld entwertet - klassische Währungsreform - die Löhne um 50 Prozent reduziert, die Tilgung der Staatsschulden eingestellt. Griechenland ist auch offiziell pleite und könnte den Neustart mit dem wirtschaftspolitischen Instrumentarium eines Weichwährungslandes wagen.
Es muss nicht so kommen, aber vieles spricht dafür - etwa die dauernden Beteuerungen, es komme nicht so weit. Im Lauf der "Finanz"-Krise sind viele heftig dementierte Vorhersagen eingetreten: Alle Euroländer haften, wir sind im Transfer zur Transferunion, der Rettungsschirm wurde erweitert, die Krise ist ungelöst. Europa in der heutigen "Verfassung" ist zu schnellem, demokratisch legitimiertem Handeln nicht in der Lage, weil 27 Länder einen Kompromiss finden und national beschließen müssen. So ist Krisenbekämpfung unmöglich: Eine Währungsunion ohne politische Union ist nicht praktikabel. Der Wahlsonntag vom 6. Mai 2012 war ein historischer Tag. Nun ist klar: Europas Bevölkerung ist nicht bereit, Leute zu wählen, denen die konkreten Lebensumstände der Menschen egal sind. Das neoliberale Experiment ist an den Wahlurnen endgültig gescheitert. Bloß: was jetzt?
Die Wahlergebnisse zeigen, dass Rettungsaktionen, bei denen dem Ertrinkenden die Rettungsleine nicht um den Körper, sondern um den Hals geschlungen wird, keine Mehrheit finden. Griechenland wird die Währungsunion verlassen, und es wird nicht jene Katastrophe sein, die herbeigeredet wird. Das versprochene bessere Leben in zwanzig Jahren ist keine Alternative, denn wie Keynes anmerkte: In the long run we are all dead.
Das Dilemma, in das uns die falsche Konstruktion der Eurozone gestürzt hat, ist der eigentliche politische Skandal. Die Frontstellung zwischen Anhängern von Keynes und Austerity-Fans ist sinnentleert und liefert keine Hinweise auf mögliche Vorgangsweisen, ein Mix aus beiden Weltsichten auch nicht. Wer behauptet, die Lösung zu kennen, ist ein Scharlatan. Wir befinden uns in einem ökonomischen Feldversuch, dessen Ausgang niemand kennt, eine Art Experimentalökonomie. Wir wissen nicht, ob extreme Sparpolitik in ein paar Jahren zur ökonomischen Gesundung führt. Wir wissen nicht einmal, ob sich diese Krise wirklich mit jener der 1930er-Jahre vergleichen lässt.
Die bisherigen Ereignisse in Griechenland und Spanien und die Geschichte sprechen dagegen, dass konsequentes Sparen Volkswirtschaften saniert. Genauso unklar ist allerdings, ob Wachstumsstrategien geeignet sind, uns aus der Krise zu führen. Unabhängig von der Finanzierbarkeit stellt sich nämlich eine ganz andere Frage: Wo und wie soll dieses Wachstum und die Arbeitsplätze eigentlich geschaffen werden? In der Autoindustrie? Im Dienstleistungssektor? Wo ist die Killerinnovation, in die das überflüssige Kapital der Finanzmärkte realwirtschaftlich investiert werden könnte? Flachbildschirme, Handys und Blu-Ray-Player?
Investitionen in die Infrastruktur sollen einen Wachstumsschub bringen (Kurt Bayer am Mittwoch im Standard)? Wir sind gerade dabei, als Folge der Privatisierung oder der Schuldenbremse Infrastrukturen (Post, Bahn, Spitäler) zu zerstören. Investitionen in neue Infrastrukturen ziehen meist neue Staatsausgaben nach sich. Ob sie wirklich Wachstum generieren (Semmeringtunnel) ist fraglich, ebenso ob Wachstum in der gegenwärtigen Krise überhaupt hilft. Wie kann man Länder reindustrialisieren? Rückholung der Produktionsstätten aus China, damit dieses nicht dank Billigproduktion (=Lohn- und Sozialdumping) die Weltmärkte überschwemmen kann? Das würde ein Abgehen vom Fetisch des unbegrenzten Freihandels verlangen. Politisch realistisch angesichts der Dollarbilliarden, die von China gehortet werden?
Wie auch immer: diese Krise wird und muss in Inflationierung münden (= gleitender Schuldenschnitt). Es ist zu viel Geld am Markt. Alle bisherigen Maßnahmen haben die Geldmenge erhöht, ohne dass davon etwas in die Realwirtschaft, in wertschöpfungsfähige Investitionen geflossen wäre.
Die Inflationierung wird kommen, weil das der politisch einfachste Weg ist, die aus der EZB abgeflossenen Gelder zurückzuholen. Dabei kommen als "Neben"-Effekt jene Altersvorsorgen unter die Räder, die man uns als Ultima Ratio eingeredet hat: die privaten, kapitalgedeckten Pensionsversicherungen.
Für die Politik ist diese Lösung die angenehmste: es bedarf dazu keiner Beschlüsse, keiner Entscheidungen, niemand ist verantwortlich, die großen Vermögen (deren Basis immer Realbesitz ist) bleiben weitgehend ungeschoren. Nur die Ersparnisse der kleinen Leute sind weg. Unsere Großeltern haben das im vorigen Jahrhundert drei Mal mitgemacht. Jetzt sind wir an der Reihe. (Michael Amon, STANDARD; 19./20.5.2012)
Autor
Michael Amon lebt als freier Schriftsteller in Wien und Gmunden. .
... und indem Gesetze lanciert wurden, die das "zwingend" ("pacta sunt servanda" war der Lieblingsspruch von Ex-BK Schüssel & seinen Komplizen wie Grasser, Strasser & Co) möglich gemacht haben ... der Großteil der Eliten ist & war ja immer schon primitiv (Verwechslung von Haben & Sein) aber seit geraumer Zeit (~ 1989) haben sie sich wieder derart Brutalisiert, wie es eben das Gros der Menschen - die ein einfaches friedliches Alltagsleben führen wollen - nicht für möglich halten würden!
Zugleich hat diese Abzocke & Ausbeutung, diese Verachtung des Alltags, eine globale Dynamik angenommen - eben auch weil legistisch so unterfüttert - sodass man mit dem Schlimmsten rechnen muss! (In vielen Erdteilen ist das Schlimmste ja schon im Gange!)
Die Loesung des Problems auf den Punkt gebracht. Man sollte nicht vergessen, dass es in den USA nach dem 2.Weltkrieg zur Entschuldung der hohen Kriegskosten Hoechssteuersaetze von 90% in den 1950ern, 80% in den 1960ern und immerhin noch 70% in den 1970ern gegeben hat. War kein Problem. Aber heute, wo wir den groessten Sieg des Kapitalismus in allgemeiner Gier und Entsolidarisierung sehen, erscheint das unmoeglich. Das System ist dabei, sich selbst zu zerstoeren.
Sie können nur einnehmen, was ein anderer ausgibt.
Wenn es jemanden gibt der mehr einnimmt als er ausgibt (Gewinn -> Kapital) dann muss es auch jemanden geben, der mehr ausgibt als er einnimmt (Defizit -> Schulden).
Ohne neue Schulden (mittelfristig) keine Gewinne.
Ohne Gewinne keine Wirtschaft.
Und wenn man noch das Kreditgeld dazunimmt:
Ohne Schulden kein Geld.
___________________
Wie sieht hier jetzt eine "verantwortungsvolle" Haushaltsführung aus? Was passiert wenn alle eine "verantwortungsvollen" Haushalt führen?
Wie geht es der nächsten Generation, wenn wir ihnen den Zugang zu Bildung verwehren und ihnen die Jobs wegsparen?
könnten sie mir bitte die "neoliberale" regierung zeigen die ernsthaft schulden rückgezahlt bzw. keine weiteren schulden aufgebaut hat...?
sehen sie nach england, nach 30 jahren thatcher-politik sind die staatsausgaben genauso hoch wie vorher, der schuldenstand um ein vielfaches höher.
die usa, das wohl "unsozialste" land hat die heftigsten schulden ever, obwohl all die neoliberalen massnahmen von liberalisierungen über steuercuts bis zu kürzungen von sozialen leistungen durchgeführt wurden.
deutschland hat hart gespart, sich bei löhnen zurückgehalten und steht jetzt vor der situation dass sie die armen und 1€-jobber verdoppelt haben und jetzt das meiste für griechenland zahlen werden.
keiner baut schulden ab, ob rechts oder links.
in der schweiz wird das geld gehortet dass am finanzmarkt verdient wird, die schweiz ist also der geldspeicher und daher wird die schweizer währung auch nicht angegriffen.
wir können aber nicht alle der geldspeicher sein, der rest von uns muss von ehrlicher arbeit, dienstleistungen und international handelbaren gütern leben.
aber sie haben recht, es ist ein beispiel wie das neoliberale system funktionieren kann... nämlich indem man das schwarzgeld, das geld von diktatoren, nazigold, etc. lagert.
aber ob das ein gutes beispiel für das neoliberale modell ist wage ich zu bezweifeln.
pfuh... was genau lässt sie das glauben...?
der spitzensteuersatz von 56%, das starke soziale netz, die massiven investitionen in staatliche bildung, die staatsquote von 50.4%, die staatlich finanzierte kinderbetreung, die transparenz der einkünfte, steuern und verwaltung, das nicht existierende bankgeheimnis, die 30%ige kapitalertragssteuer ab der ersten krone, ... etc.
also wenn schweden neoliberal ist dann sind die usa der sozialistische wohlfahrtsstaat...
dem muss ich entschieden widersprechen. das problem und dessen lösung sind längst kein geheimnis mehr
wir haben ein geldsystem in dem neues geld nur durch schulden entstehen kann. wächst die wirschaft, muss auch die geldmenge wachsen, und somit auch dei schulden. da aber schudlen zusätzlich zinsen und zinseszinsen einfordern, muss die wirtschaft wachsen um die zinsen bedienen zu können.
somit besteht ein sich gegenseitig bedingender zwang zum wirtschaftswachstum und zu wachsender verschuldung.
die lösung ist daher ein system das zwar wachsen kann, aber nicht wachsen muss, bei dem der staat sich die benötigte ,der wirtschaftlichen kraft entsprechende, geldmenge selbst produzieren kann, ohne sich dafür am kapitalmarkt verschulden zu müssen
dann muss aber alles geld von der zentralbank kommen.
die zentralbank schafft natürlich auch keine produktivfaktoren. (und eine geschäftsbank schafft bei der giralgeldschöpfung auch selbst nichts produktives)
sie bringt das geld einfach in umlauf, über kredit ebenso wie eine geschäftsbank, nur zu einem wesentlich niedrigeren zinssatz.
wenn nun die nationalen zentralbanken zu 100% dem staat gehören (wie es in österreich ausnahmsweise der fall ist, in den USA ist dei FED zb zu 100% in privatbesitz)
dann würde der staat von den zinseinahmen profitieren bzw könnte sich das selbst geschöpfte geld selbst als kredit geben. womit wir eigentlich wieder bei meinem vorschlag wären.
natürlich bräuchten wir dann wieder den schilling oder wie sonst auch immer die nationale währung dann heissen würde. der euro könnte als supranationale währung bleiben die in einem flexiblen kurs zu den nationalen europäischen währungen steht
nein, geld muss nicht von einer zentralen stelle kommen... wenn jeder marktteilnemer das recht hätte geld zu schöpfen, würde sich auf natüliche weise das vertrauenswürdigste durchsetzen. wahrscheinlich würde das gold sein.
ein geldschöpfmonopol einer machtbefugten stelle führt nur dazu - dass missbrauch tür und tor geöffnet wird... und so ist ja jetzt... niemand schert sich um die maastrich-kriterien oder d konkursverschleppungstaktik der ezb und und
und produkte herausgeben. nur hätten ihre gutscheine vermutlich keine hohe akzeptanz.
das problem ist dass geld selbst ja keinen wert haben sollte, sondern nur den wert von waren und dienstleistungen definiert. geld lässt sich ja nahezu aufwandslos herstellen.das problem besteht darin, dass jene, welche die möglichkeit haben geld zu schöpfen daraus einen gewinn auf kosten anderer erzielen können, welche sich dieses geld kaufen oder leihen müssen. geld wird somit selbst zur ware.
folglich ist es recht und billig wenn nur der staat ,also dei allgemeinheit aus der geldschöpfung den gewinn zieht.
parallele währungen ist so wie linksverkehr und rechtverkehr gleichzeitig zulassen um zu sehen was dann die autofahrer dann mehr akzeptieren
...noch deren Änderung die Lösung. (Das was sie als Problem sehen ist eine beabsichtigte und sinnvolle Funktion des Geldsystems)
Machen sie sich hier nicht wichtig mit der Ankündigung sie hätten die Lösung wenn es sich dabei nur um den alten Hut einer sektenähnlichen Organisation handelt die mit religiösem Eifer die "Erlösung" anbietet. (Das was sie als Problem sehen ist eine beabsichtigte und sinnvolle Funktion des Geldsystems. Das wird nur von seine Kritikern nicht verstanden die sich absurderweise einbilden nur sie hätten das Geldsystem verstanden!!)
Dass es sich um eine beabsichtigte Funktion handelt, darin besteht kein Zweifel. Die Sinnhaftigkeit bezweifle ich sehr wohl, da sie nur einer sehr geringen Anzahl (max. 15% der Bevölkerung) Sinn stiftet.
Sie polemisieren in Ihrem Posting (wie üblich) über "sektenähnliche Kritik" und bleiben selber dabei jegliche Argumentation schuldig.
Mein Vorschlag: streichen Sie das "Nicht" in Ihrem Nick und melden sich dann zu Wort, wenn ihnen auch fundierte Argumente zum Thema einfallen und unterstellen Sie den Geldkritikern nicht, sie hätten das System nicht verstanden Sonst muss ich das nämlich zuerst Ihnen vorhalten.
...und bilden sich dann trotzdem ein sie hätten es verstanden und ich nicht!!!!
...und jetzt auch für sie verständlich - wenn sie einräumen, dass im Zinsystem eine Absicht dahinter steckt dann ist ihr Einwand über die begrenzte Sinnhaftigkeit uninteressant. Auch die von ihnen angenommenen 15% Begünstigen sind unrichtig!
us meinr sicht ist die funkrion des geldes den indirekten und zeitversezen austaush von waren und dienstleisutngen zu erleichtern.
wie das geld erzeugt und in umlauf gebracht wird, ist dabei eine ganz andere sache.
ist es etwa die "sinnvolle funktion" des geldes, dass private geschäftsbanken es ohne eigenen aufwand per kreditvergabe erzeugen können, und sich dabei ohne eigene produktive leistung an den zinsen bereichern?
bitte lassen sie uns doch an ihrem hervorragenden wissen teilhaben, und erklären sie uns verblendeten sektenjüngern , warum die mit der geldschöpfung zwingend einhergehende verschuldung so gut sein soll!
...dass in einem System, in dem Geld nicht durch Banken geschöpft wird sondern von den Nationalbanken o.ä. zu keinen Zinszahlungen kommt ist völlig realitätsfremd. Es müssten sich dann die Banken Geld von der EZB oder den Nationalbanken leihen und mit höheren Zinsen an Unternhemen und Privatpersonen verleihen. Wo wäre also da der Unterschied abgesehen davon, dass die Zinsen für die Kreditnehmer noch höher wären und das Risiko für den Steuerzahler unabsehbar weil dann ja die geldschöpfende NB für das Geld von Bank-Instituten die Bankrott gehen, haften müsste.
die banken verleihen das geld ohnehin zu höheren zinsen weiter, als die 1% die sie der EZB oder ihren sparbuchkunden zahlen.
ausserdem braucht der staat dann keine kredite mehr, und kann den unternehmen aufträge geben, und auch förderungen- das ist besser als kredit
der staat könnte sogar selbst kredite vergeben zu wesentlich günstigeren konditionen als dei banken
...fodern nicht einmal die Anhänger der "Geldschöpfung in die Hände des Staates" - die wollene eine eigene "Monetative" die unabhängig agiert. Es kann nicht ihr Ernst zu meinen eine jeweilige Regierung könnte nach Bedarf Geld drucken wie es ihr beliebt - da haben sie ja gleich eine Inflation die sich gewaschen hat.
Seien sie einfach realistisch - das was sie fordern wird nie passieren!
Geld verschwindet in unserem Kreditgeldsystem nur dann, wenn Kreditschulden getilgt werden, also bei Schuldenreduktion. Dabei vermindert sich natuerlich auch die Geldmenge.
Die den Staatsschulden gegenueberstehenden Guthaben befinden sich auf den Konten Privater, je reicher sie sind umso hoeher sind zumeist deren Guthaben.
Schuldenreduktion geht nur dann, wenn die Guthaben Privater sinken.
So, und jetz soll mir Frau Merkel erklaeren, durch welchen Mechanismus sparen, ausgeloest durch ihr Spardiktat, die Guthaben Privater, insbesondere die Guthaben reicher Privater sinken lassen. Genau den Mechanismus gibt es nicht, soll es im neoliberalen Europa auch nicht geben.
Fazit, sparen a la Merkel trifft nur die aermeren Schichten.
Sie beschreiben schön die deflationäre Spirale. Herr Amon braucht keine Angst vor Hyperinflation zu haben-solang die Nachfrage nach Geld zur Schuldenreduktion hoch bleibt. Bitte aber, das hat nichts mit "neoliberal" zu tun. Es hat mit Geld-planwirtschaft zu tun. Glauben Sie mir, die Liberalen und auch die mit Neo wussten über die Unzulänglichkeiten unsere Geld- und Banksystems sehr gut Bescheid!
Nein,eine schmerzfreie Lösung gibt es NICHT!! Alle Massnahmen(Inflationierung,neue Kredite), die gesetzt werden können,verzögern nur das Aufdecken der Kapital-Fehlallokation.Die EZB hat es mit LTRO getan.Nix hat es genutzt. Keynesianer können die Ökonomie nicht als einen dynamischen Prozess sehen, indem Resourcen an die Bedürfn. der Konsumenten angepasst werden.Wenn die Rückkopplung "Sparen führt zu nachhaltigen Investitionen" nicht richtig funktioniert - weil in diesem ruinösen Teilreservesystem Kreditvergabe mit Geldschöpfung einhergeht u eine zentrale, planwirtsch. Behörde auch noch irrtümlich glaubt, dies allg. verträglich steuern zu können(für 17 L) sind Fehl- od. Überinvestitionen zwangsläufig - die in der Krise bereinigt werden.
Schon richtig, daß zuviel Geld da ist, das dringend seiner Entwertung harrt. Nur steht man auch danach, wenn es dann weiter Kapitalismus sein soll, wieder vor der Frage, woher wieder Dynamik in das System der ewigen Verwertung kommen soll.
Ein System, dessen konkreter Reichtum auf menschlicher Arbeit gründet, das den Menschen als Werterzeuger im Arbeitsprozeß aber immer verzichtbarer macht, bekommt schon hier ein Problem und wird wieder auf die Vermehrung abstrakten Reichtums in Form von Finanztiteln ausweichen. Dazu bleibt die Frage, woher die zur Neige gehenden Ressourcen herkommen sollen.
Nachdenken über anderes Wirtschaften, hin zu Wirtschaften für konkrete Bedürfnisse, weg vom Profitwirtschaften wäre ziemlich nötig.
Einfach die Druckmaschinen ordentlich anwerfen. EU ist die fetteste Volkswirtschaft der Welt. Wer weiter in die EU importieren will muss seinen Wechselkurs zum Euro niedrig halten und die Euros aufkaufen. Wenn sies nicht tun fällt der Euro und der Europäische Export brummt. Es kann nichts schief gehen. Druckt den Zaster!
... außer dass der IWF schon viele Pleite-Staaten saniert hat und daher weiß, wie es geht:
http://news.nzzexecutive.ch/magazin/w... 81093.html
richtig schlüssige und belegte lösungen für die probleem gibt die alte frau aber nicht.
eher ist es die typische oberflächliche neoliberale dampfplauderei, die seit 30 jahren verbreitet wird, und keines wegs zu einr verbesserung der situation geführt hat.
die wesentlichen ursachen der schuldenkrise (nämlich dass in unserem sysem geld überhaupt nur durch schulden erschaffen weden kann) hat sie entweder nicht begriffen oder sie verschweigt es aus gutem grund.
was soll man anderes von jemandem erwarten der/ die "chefökonomin" bei der weltbank war ?
Ja, sind wir. Außer wir legen als Kollektiv unseren Aberglauben ab und lernen die Exponentialfunktion verstehen und akzeptieren. Zugegeben, das ist unwahrscheinlich.
http://www.banken-in-die-schranken.at/geld-und-... rch-zinsen
Das Problem ist nicht die Arbeitslosigkeit, sondern dass Arbeitslose als Konsumenten ausfallen (weil sie keine Geld mehr bekommen).
Genau genommen ist Arbeitslosigkeit sogar das Ziel, das jedes Unternehmen hat.
Diese Ziel läuft unter Effizienz - immer mehr mit immer weniger Menschen herstellen.
Das Einzige, dass darüber ein wenig hinwegtäuscht, ist dass man das "Mehr" schneller gesteigert hat als das "Weniger"
Wir versuchen halt unseren Konsum mit unserer Effizienz mitwachsen zu lassen.
...nur weil sie viele der Frage nicht beantworten können heißt das nicht, dass niemand die Lösung kennt. Ihr ganzer Artikel ist ideologisch gefärbt und ignoriert die Frage wieviel wir von den derzeitige Problemen der, ihnen nahestehenden, wie ich annehme, Partei verdanken. Wo z.B. wird bei der viel zu spät durchgeführten Privatisierung der Post Infrastruktur zerstört? Wo durch Schuldenbremse bei der Bahn, die uns jährliche Milliarden an Subventionen kostet? Und Irrtum! Sparpolitik - auch extreme - führt in ein paar Jahren zu ökonomischen Gesundung! Es funktioniert nur nicht weil sich die Wähler dann wieder die o.a. Parteien herbeiwählen die ihnen vorgaukelt es ginge auch anders! Tut es aber nicht! (Und zumindest das ist sicher!)
Dann lade ich Sie herzlich ein, sich mal in den Kleinstädten und Döfern Österreichs umzusehen, wo Postämter geschlossen wurden, Bahnlinien eingestellt etc. Hier werden mutwillig Strukturen zerstört, die mehr geleistet haben, als (etwa bei der Post) nur Briefe und Pakete zu zustellen. Eine Gesellschaft besteht auch aus sozialen Tätigkeiten. Einen Teil davon haben z. B. die Postler übernommen.
...ich wohne in einem kleinen Dorf (3000 EW) und das Postamt wurde zugesperrt und gar nichts ist passiert! Der Briefträger kommt nach wie vor jeden Tag, wenn ich ein Paket aufgeben will dann gehe ich zum Postpartner - eine Apotheke - und die Damen dort sind netter als die mürrischen Postler es je waren. Der Ort liegt zwar an einer wichtigen Nord-Südverbindung, die Gefahr der Einstellung der Bahn ist also nicht gegeben, warum es allerdings, unabhängig vom Fahrgastaufkommen, eine Bahn in die winzigsten Orte braucht werden sie mir nicht erklären können. Busse erfüllen den Zweck genau so und für die Allgemeinheit billiger. Das mit den sozialen Tätigkeiten durch die Postler ist gar etwas romantisch verklärt!
...dass sie einiges nicht verstanden haben. Der Markt will nämlich nichts - der lässt ihnen ihre freien Willen zu handeln wie es ihnen beliebt. Nur die Konsequenzen aus ihrem Handeln müssen sie auch tragen! Die Griechen lernen das gerade. Sie sind davon noch weit entfernt und meinen noch große Töne spucken zu können!
haben sie die letzten jahre seit 2007/08 verpasst...?
kopf in den sand gesteckt...?
"lalalalalalalala" geschrien als die "too big to fail" gebailoutet wurden...?
sehen sie sich die geschichte ihrer wirtschaftsideologie einmal in den ländern an in denen sie am stärksten angewendet wird uns zeigen sie mir die top-unternehmen der usa, die noch nie vom staat gerettet werden mussten.
der markt funkt nicht weil er nicht frei ist und er ist nicht frei weil es darin elemente gibt die too-big-to-fail sind und daher nicht bereinigt werden können.
versuchen sie aus ihrer religiösen sicht herauszukommen und googlen sie doch mal wieviel uns die aufrechterhaltung des wirren finanzmarktes an zusätzlichen staatsschulden gekostet hat.
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