Studie stellt Wirkung von "gutem" Cholesterin in Frage

19. Mai 2012, 17:09
5 Postings

Erhöhung des HDL-Wertes reduziert möglicherweise doch nicht das Risiko für Herz- und Gefäßkrankheiten

Paris - In sogenannten High Density Lipoproteinen (HDL) transportiertes Chloesterin ist "gutes Cholesterin", das in Low Density Lipoproteinen (LDL) hingegen "schlechtes", deshalb ist ein hoher Wert von ersterem der Gesundheit förderlich, einer von zweiterem hingegen nicht. Eine der Grundannahmen der modernen Medizin wird durch eine aktuelle Studie jedoch in Frage gestellt: "Gutes Cholesterin" reduziere nicht automatisch das Risiko für Herz- und Gefäßkrankheiten, heißt es in der im Wissenschaftsmagazin "The Lancet" veröffentlichten Studie.

Sowohl das "gute" als auch das "schlechte" Cholesterin werden mittels Bluttests überprüft. Die Medizin geht davon aus, dass ein hoher Wert des "schlechten" LDL-Cholesterin die Verstopfung von Arterien durch Fette fördert und somit Herz- und Gefäßkrankheiten begünstigt. Dies wurde durch die Studie zwar bestätig - allerdings stellt sie den Einsatz von HDL-steigernden Medikamenten in Frage, da diese teilweise zu unerwünschten Nebenwirkungen führten. Wie Sekar Kathiresan von der Havard Medical School schrieb, verringert eine Erhöhung des HDL-Wertes möglicherweise nicht das Risiko für Herzinfarkte. (APA/red, derStandard.at, 18.5.2012)

Share if you care.