Helmut Schüller: "Weiß nicht, wovor ich mich fürchten soll"

Schüller hat mit Schönborn noch nicht gesprochen - Vor welchen Disziplinarmaßnahmen er sich fürchten solle, wisse er nicht

Wien - Im August 2011 war der Ton noch zurückhaltender: Er setze "auf Nachdenklichkeit und Gespräch und nicht auf die Keule", richtete Kardinal Christoph Schönborn damals der Pfarrerinitiative aus. Wenn das nichts helfe, stellte er aber schon damals "Konsequenzen" in Aussicht.

Im Juni 2011 hatte der frühere Wiener Generalvikar Helmut Schüller zum "Ungehorsam" aufgerufen und damit der Forderung nach Laienpredigt, der Kommunion für Geschiedene oder dem Frauenpriestertum Nachdruck verliehen. Noch im September hoffte Schönborn "auf die Brücke des Gesprächs". Jetzt wird die Gangart durch die Kirchenoberen verschärft: Es sei "die Zeit gekommen, um die Situation zu klären", findet der Kardinal und denkt laut über "Disziplinarmaßnahmen" nach. "Ich weiß nicht, was er meint", sagt Helmut Schüller dazu im Standard-Gespräch. Er habe mit Schönborn nicht direkt gesprochen, wisse also nicht, "wovor ich mich fürchten soll". (riss, DER STANDARD, 19./20.5.2012)

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