Peter Bichsel und Giovanni Orelli erhalten Große Schillerpreise

18. Mai 2012, 16:19
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Die beiden Autoren werden für ihr Lebenswerk ausgezeichnet

Solothurn - Peter Bichsel und Giovanni Orelli haben am Donnerstag in Solothurn die letzten Stiftungsratspräsident Dominik Müller der Schweizerischen Schillerstiftung in Höhe von je 30.000 Franken (24.977 Euro) erhalten. Der 77-jährige Solothurner Peter Bichsel (Kolumnen, Kurzgeschichten) und der 83-jährige Tessiner Giovanni Orelli (Romane "Monopoly" und "Walaceks Traum") erhielten die Preise für ihr Lebenswerk.

Kleinere Schillerpreise in Höhe von je 10.000 Franken gingen an den 59- jährigen Basler Felix Philipp Ingold für seinen Roman "Alias oder Das wahre Leben" und den 41-jährigen Waadtländer Nicolas Verdan für seinen Roman "Le patient du docteur Hirschfeld". Mit Förderpreisen in Höhe von je 5.000 Franken wurden der 31- jährige Tessiner Pietro Montorfani für "Di la non ancora" und der 37- jährige Zürcher Jens Steiner für "Hasenleben" gewürdigt.

Die Feier zum Auftakt der Solothurner Literaturtage war die letzte ihrer Art: Im Rahmen der Vereinheitlichung der Kulturpreise in der Schweiz, wie sie im Kulturförderungsgesetz festgeschrieben ist, verleiht künftig nur der Bund Eidgenössische Literaturpreise. Er wird das ab 2013 am selben Ort und wieder zum Auftakt der Literaturtage tun. Das Ende der Schillerpreise stimme nicht nur die Stiftung wehmütig, sagte Stiftungsratspräsident Dominik Müller. Ab nächstem Jahr sind die Preise weit höher dotiert.

Zum Finale wurden - nicht statutengemäß - gleich zwei Große Schillerpreise verliehen. Es freue ihn, dass mit Bichsel und Orelli langjährige Wunschkandidaten in den exklusiven Club der Träger des Großen Schillerpreises aufgenommen wurden, so Müller. In den 107 Jahren ihres Bestehens vergab die Stiftung nur 20 Große Preise. (APA, 18.5.2012)

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