Schweizer Printmedien verdienen weniger mit Inseraten

18. Mai 2012, 11:18
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Einnahmen im April mit 124,1 Millionen Franken um 13,2 Prozent geringer als vor einem Jahr

Bern - Die Schweizer Printmedien haben im April weniger Inserate verkauft als im Vorjahresmonat. Die Einnahmen sanken um 13,2 Prozent auf 124,1 Mio. Franken (103,3 Mio. Euro), wie die WEMF AG für Werbemedienforschung am Freitag mitteilte. Auch im Vergleich zum Vormonat nahmen die Einnahmen deutlich ab: Im März hatten die Zeitungen und Zeitschriften in der Schweiz mit Inseraten noch 150,3 Mio. Franken eingenommen.

Einen starken Einbruch erlitt die Branche bei den Stellenanzeigen: Die Einnahmen in dieser Sparte gingen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 36,2 Prozent auf 9,9 Mio. Franken zurück. Auch die Einnahmen mit den Liegenschaftsanzeigen sanken um 23,2 Prozent auf 3,7 Mio. Franken.

Bei den übrigen Inseraten, die Einnahmen von insgesamt 99,5 Mio. Franken erzielten, betrug das Minus 11,6 Prozent. Einzig mit Prospektbeilagen verdienten die Verlage mehr: Dort stiegen die Einnahmen um 9,1 Prozent auf 10,9 Mio. Franken.

Einen starken Rückgang mussten die Finanz- und Wirtschaftspresse sowie die Tagespresse hinnehmen. Die Umsätze der Finanz- und Wirtschaftspresse gingen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 23,2 Prozent auf 3,5 Mio. Franken zurück. Die Tagespresse, wo mit 62,6 Mio. Franken am meisten Inserate geschaltet werden, verbuchte im einen Rückgang von 17,4 Prozent.

Einbußen hinnehmen mussten auch die Publikumspresse (-14,2 Prozent), die regionale Wochenpresse (-11,3 Prozent), die Fachpresse (-8,4 Prozent) und die Spezialpresse (-7,6 Prozent). Einzig die Sonntagspresse konnte zulegen: Sie verzeichnete mit 14.4 Mio. Franken 13,1 Prozent mehr Umsatz als im April 2011. (APA, 18.5.2012)

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