Beispielaufgaben Mathematik, achte Schulstufe

18. Mai 2012, 11:18

Diese Beispiele wurden bei den Feldtestungen 2009 und 2011 abgeprüft

Im Folgenden sechs Beispiele für Testaufgaben für die Bildungsstandards in Mathematik in der achten Schulstufe (4. Klasse Hauptschule, AHS oder Neue Mittelschule), die vom Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) 2009 bzw. 2011 bei Feldtestungen abgeprüft wurden. In Klammer jeweils die Lösungen.


Aufgabe A:

Ein Badezimmer hat eine Bodenfläche von 7,2 Quadratmeter. Eine Packung Fliesen reicht für 1,2 Quadratmeter. Wie viele Packungen Fliesen benötigt man mindestens zum Verfliesen des Bodens?

(6)

 

Aufgabe B:

Die Einwohnerzahlen folgender Gemeinden sollen mit einem Balkendiagramm dargestellt werden (Bruckhausen: 15.000, Korbach: 18.000, Einsfeld: 14.000). Der längste Balken soll eine Länge von 6 cm haben. Welcher Einwohnerzahl entspricht dann eine Balkenlänge von 1 cm?

(3.000)

 

Aufgabe C:

In einer Schule sind die Buben deutlich in der Minderheit. In jeder einzelnen Klasse gilt sogar: 2 mal B < (kleiner als, Anm.) M (B: Anzahl der Buben, M: Anzahl der Mädchen). In einer der Klassen sind 17 Mädchen. Wie viele Buben sind dann höchstens in dieser Klasse?

(8)

 

Aufgabe D:

Die Winkelsumme im Dreieck beträgt 180 Grad. Wieso kann man daraus schließen, dass der größte Winkel in einem Dreieck wenigstens 60 Grad beträgt?

(Wenn der größte Winkel weniger als 60 Grad betragen würde, dann wäre die Summe der beiden anderen größer als 120 Grad und damit wenigstens einer der beiden Winkel größer als 60 Grad bzw. gleichwertige Argumentation)

 

Aufgabe E:

Du möchtest die Mandatsverteilung im österreichischen Parlament grafisch so darstellen, dass man daraus möglichst leicht erkennen kann, welche Koalitionen eine Mehrheit im Parlament hätten. Du überlegst, welche statistische Grafik dafür gut geeignet wäre. Lies dir jede Aussage durch. Kreuze an, ob sie richtig oder falsch ist: Gut geeignet wäre ein...

1) Streudiagramm (falsch)

2) Kreisdiagramm (richtig)

3) Liniendiagramm (falsch)

4) Piktogramm (falsch)

 

Aufgabe F:

Gegeben sind die Zahlen 16, 4, 9, 11, 17, 13, 14. Ermittle die Spannweite dieser Zahlen.

(13)

(APA, 18.5.2012)

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Ich muss ehrlich sagen, ich bin entsetzt.

Meine Schulzeit liegt noch nicht so lange zurück, und in der 8. Schulstufe waren das für mich Aufgaben, die ich mit dem kleinen Finger gelöst habe.
Teilweise kommen mir die Beispiele sogar aus der 4. Volksschule bekannt vor.

Also mich wundert es nicht, dass es für viele Unternehmen schwer ist, qualifizierte MitarbeiterInnen zu finden.

es soll ja auch

unter anderem getestet werden, was von früheren schulstufen hängen geblieben ist.
ich glaub, Sie kennen sich nicht aus.

Das sind großteils Schlussrechnungen, mit denen ich eher in der Unterstufe geplagt wurde (wie man drauf kommt):

A) 7,2/1,2=6 also braucht es 6 Packungen
B) 18.000 Einwohner_6cm
x Einwohner_y cm
y=x*6/18.000
oder 6cm _18.000 Einwohner
1cm_y Einwohner
y=3000 Einwohner
=>Korbach 6cm
=>Bruckhausen 5cm
=>Einsfeld 4,67cm
C) 2*B<17
B<17/2
B<8,5
=> B maximal 8
Aufgabe D und E sind einfach so.
F) 16, 4, 9, 11, 17, 13, 14=> Min=4, Max=17
Sapnnweite=Max-Min=17-4=13
Also im Prinzip die Grundrechnungsarten angewandt? Meine Maturaaufgaben waren eher der Natur: geg: f(x)=..., g(x)=...
ges:
a) Wie groß ist Fläche die sie umschließen?
b) Extrem-, Wendepunkte usw. f(x)
c) Extrem-, Wendepunkte usw. g(x)
d) Ableitung f(x)
e) Zeichne das ganze

Ubs habe jetzt 8 Schulstufe gelesen

und das mit 8ten Klasse (4te Oberstufe) verwechselt. Für einen Viertklässler sollte, das wirklich alles Wiederholung sein. Trotzdem das meiste ist nach der zweiten Klasse (6te Schulstufe) durchgekommen.

An alle Mathegenies.

Bilde aus drei fünfer und ein einser

(5, 5, 5, 1)

das Ergebnis 24

Gefunden!

Und für Deutschkundige:

Finde den Fallfehler in Thors Posting.

Der Fehler ist "und ein einser".

Richtig heißt es "und einem Einser".

Nicht ganz.

Es heißt korrekt "aus drei Fünfern und einem Einser".

"Stoppsl mit 3 Fleck und oan Oansa vierazwanzg zamm."

Sonst klingt es "germanisch"!

also die meisten dieser aufgaben erinnern mich eher an die 1.klasse gymnasium

vor allem sowas wie das mit den fliessen im ersten beispiel.

soweit ich mich erinnern kann haben wir im 3.gymnasium mit komplexen zahlen angefangen und vektorrechnungen gemacht.

das ist ja mehr als lächerlich was da oben gefragt wird....ich war nie ein mathegenie aber fragen wie die oben beantwortet ein durchschnittserwachsener ohne probleme aus dem stegreif.

komplexe zahlen sind in der ahs ähnlich lächerlich wie dgl in der htl.

genau

dagegen sind die textaufgaben oben überhaupt nicht lächerlich das hast du recht.

wie kann man nur von komplexen zahlen reden als lehrstoff wenn andere so schwierige dinge wie das oben lernen müssen.

ich meinte damit dass es sinnlos ist weil man in der mittelschule so und so nix damit anfangen kann.
es wird zuviel anpackt und nichts wirklich glernt in der htl in mathe.

Komplexe Zahlen und Vektorrechnung waren nie Themen der Unterstufe.

jaja sicher....

ich weiß aber, daß es so war - denn ich habs sogar zwei mal gemacht (1x gymnasium unterstufe, 1 x HTL)
und ich bilde mir sicher nicht ein, daß ich in der HTL draufgekommen bin, daß ich das schon alles mal gemacht habe.

wie ich unten schrieb - vor 20 jahren war das niveau halt noch ein anderes das man bringen mußte.

Komplexe Zahlen in der dritten?
Was haben Sie denn dann in der achten Klasse
gemacht? Die allgemeine Relativitätstheorie?

nein

hautsächlich Integral- und Differentialrechnung, bzw. Stochastik. mengenlehre war auch noch ein thema.

Aber was war dann in der fünften und sechsten
Klasse der Stoff? Analytische Geometrie und komplexe
Zahlen einfach nochmals? (ich glaub bei uns waren
erst in der siebten Klasse komplexe Zahlen am Plan)

komplexe Zahlen in der 3. Klasse Gym?

Im welchen Gym sind Sie den gegangen.
Ich glaube kaum, dass das Radizieren in der 3. Klasse gelehrt wird, noch weniger der Quardratwurzel aus -1.

da sieht man halt wie das damals noch war vor 20 jahren

glaubt einem keiner mehr, daß man das können mußte.

daß gymnasien am land einen höheren standard haben als in wien kommt auch noch dazu.

ich glaube eher, das Gedächtnis spielt ihnen einen Streich. Auch vor 20 Jahren hat man in der Dritten so lustige Themen wie Bruchgleichungen und Algebra im allgemeinen gemacht. Bei mir ists auch schon ein Zeiterl her, aber komplexe Zahlen und Vektorrechnungen waren 5te oder 6te Klasse.

Aber ja, diese Beispiele sind von der Schwierigkeit ca 2 Klasse Gym (Nichtwien)

komplexe Zahlen in der 3. Klasse Gym?

Also ganz ehrlich

Ich musste in der 8. Schulstufe weit schwierigere Fragestellungen lösen ... (vor 20 Jahren)
Könnte man daraus schließen, dass der Bildungsstandard sinkt ? Ich kann mir nur schwerlich vorstellen, dass jemand die Aufgaben nicht lösen kann, zumindest Schüler der 8. Schulstufe ... Sollte ich mich täuschen, dann kann dieser Generation leider niemand mehr helfen. Wie soll man solche "Deppen" in einem Beruf ausbilden ???

Was die Spannweite ist oder was ein Piktogramm ist, hab ich in der 8.Schulstufe aber noch nicht gewusst...
Seit wann gehört das zum Lehrplan?
Alles andere kein Problem, damals wie heute.

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