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Im Folgenden sechs Beispiele für Testaufgaben für die Bildungsstandards in Mathematik in der achten Schulstufe (4. Klasse Hauptschule, AHS oder Neue Mittelschule), die vom Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) 2009 bzw. 2011 bei Feldtestungen abgeprüft wurden. In Klammer jeweils die Lösungen.
Aufgabe A:
Ein Badezimmer hat eine Bodenfläche von 7,2 Quadratmeter. Eine Packung Fliesen reicht für 1,2 Quadratmeter. Wie viele Packungen Fliesen benötigt man mindestens zum Verfliesen des Bodens?
(6)
Aufgabe B:
Die Einwohnerzahlen folgender Gemeinden sollen mit einem Balkendiagramm dargestellt werden (Bruckhausen: 15.000, Korbach: 18.000, Einsfeld: 14.000). Der längste Balken soll eine Länge von 6 cm haben. Welcher Einwohnerzahl entspricht dann eine Balkenlänge von 1 cm?
(3.000)
Aufgabe C:
In einer Schule sind die Buben deutlich in der Minderheit. In jeder einzelnen Klasse gilt sogar: 2 mal B < (kleiner als, Anm.) M (B: Anzahl der Buben, M: Anzahl der Mädchen). In einer der Klassen sind 17 Mädchen. Wie viele Buben sind dann höchstens in dieser Klasse?
(8)
Aufgabe D:
Die Winkelsumme im Dreieck beträgt 180 Grad. Wieso kann man daraus schließen, dass der größte Winkel in einem Dreieck wenigstens 60 Grad beträgt?
(Wenn der größte Winkel weniger als 60 Grad betragen würde, dann wäre die Summe der beiden anderen größer als 120 Grad und damit wenigstens einer der beiden Winkel größer als 60 Grad bzw. gleichwertige Argumentation)
Aufgabe E:
Du möchtest die Mandatsverteilung im österreichischen Parlament grafisch so darstellen, dass man daraus möglichst leicht erkennen kann, welche Koalitionen eine Mehrheit im Parlament hätten. Du überlegst, welche statistische Grafik dafür gut geeignet wäre. Lies dir jede Aussage durch. Kreuze an, ob sie richtig oder falsch ist: Gut geeignet wäre ein...
1) Streudiagramm (falsch)
2) Kreisdiagramm (richtig)
3) Liniendiagramm (falsch)
4) Piktogramm (falsch)
Aufgabe F:
Gegeben sind die Zahlen 16, 4, 9, 11, 17, 13, 14. Ermittle die Spannweite dieser Zahlen.
(13)
(APA, 18.5.2012)
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Ich muss ehrlich sagen, ich bin entsetzt.
Meine Schulzeit liegt noch nicht so lange zurück, und in der 8. Schulstufe waren das für mich Aufgaben, die ich mit dem kleinen Finger gelöst habe.
Teilweise kommen mir die Beispiele sogar aus der 4. Volksschule bekannt vor.
Also mich wundert es nicht, dass es für viele Unternehmen schwer ist, qualifizierte MitarbeiterInnen zu finden.
A) 7,2/1,2=6 also braucht es 6 Packungen
B) 18.000 Einwohner_6cm
x Einwohner_y cm
y=x*6/18.000
oder 6cm _18.000 Einwohner
1cm_y Einwohner
y=3000 Einwohner
=>Korbach 6cm
=>Bruckhausen 5cm
=>Einsfeld 4,67cm
C) 2*B<17
B<17/2
B<8,5
=> B maximal 8
Aufgabe D und E sind einfach so.
F) 16, 4, 9, 11, 17, 13, 14=> Min=4, Max=17
Sapnnweite=Max-Min=17-4=13
Also im Prinzip die Grundrechnungsarten angewandt? Meine Maturaaufgaben waren eher der Natur: geg: f(x)=..., g(x)=...
ges:
a) Wie groß ist Fläche die sie umschließen?
b) Extrem-, Wendepunkte usw. f(x)
c) Extrem-, Wendepunkte usw. g(x)
d) Ableitung f(x)
e) Zeichne das ganze
vor allem sowas wie das mit den fliessen im ersten beispiel.
soweit ich mich erinnern kann haben wir im 3.gymnasium mit komplexen zahlen angefangen und vektorrechnungen gemacht.
das ist ja mehr als lächerlich was da oben gefragt wird....ich war nie ein mathegenie aber fragen wie die oben beantwortet ein durchschnittserwachsener ohne probleme aus dem stegreif.
ich weiß aber, daß es so war - denn ich habs sogar zwei mal gemacht (1x gymnasium unterstufe, 1 x HTL)
und ich bilde mir sicher nicht ein, daß ich in der HTL draufgekommen bin, daß ich das schon alles mal gemacht habe.
wie ich unten schrieb - vor 20 jahren war das niveau halt noch ein anderes das man bringen mußte.
ich glaube eher, das Gedächtnis spielt ihnen einen Streich. Auch vor 20 Jahren hat man in der Dritten so lustige Themen wie Bruchgleichungen und Algebra im allgemeinen gemacht. Bei mir ists auch schon ein Zeiterl her, aber komplexe Zahlen und Vektorrechnungen waren 5te oder 6te Klasse.
Aber ja, diese Beispiele sind von der Schwierigkeit ca 2 Klasse Gym (Nichtwien)
Ich musste in der 8. Schulstufe weit schwierigere Fragestellungen lösen ... (vor 20 Jahren)
Könnte man daraus schließen, dass der Bildungsstandard sinkt ? Ich kann mir nur schwerlich vorstellen, dass jemand die Aufgaben nicht lösen kann, zumindest Schüler der 8. Schulstufe ... Sollte ich mich täuschen, dann kann dieser Generation leider niemand mehr helfen. Wie soll man solche "Deppen" in einem Beruf ausbilden ???
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