Muslime und Christen gegen Lady Gaga

Ansichtssache

In Südkorea, Indonesien und auf den Philippinen protestieren Jugendliche gegen Auftritte des US-Popstars Lady Gaga. Ob die Musikerin, die sich derzeit auf Asientournee befindet, in Jakarta auftreten wird, ist noch unklar.

Veranstalter Big Daddy twitterte am Donnerstag, man bemühe sich weiter um die erforderlichen Genehmigungen.  Falls das Konzert tatsächlich stattfinde, solle die Öffentlichkeit auf "Chaos in Jakarta" gefasst sein, warnte der Chef der Verteidigerfront des Islam (FPI), Habib Salim Alatas. "Wir sind bereit, uns ins Gefängnis werfen zu lassen oder getötet zu werden."

Beyoncé und Pussycat Dolls durften auftreten

Indonesien, das größte muslimische Land der Welt, praktiziert einen gemäßigten Islam. Stars wie Beyoncé und die Pussycat Dolls durften unter der Bedingung auftreten, dass sie sich weniger aufreizend als üblich kleideten.

In Südkorea und auf den Philippinen gingen hingegen christliche Jugendliche auf die Straße, um gegen Lady Gaga zu protestieren. Ex-Abgeordneter Ben Abante, der Anführer der Demonstranten in Manila, drohte ihr sogar eine Klage an, falls sie ihr Lied "Judas" singen sollte. Jose Atienza, der Ex-Bürgermeister der philippinischen Hauptstadt, betonte, dass auf Herabwürdigung religiöser Lehren sechs Monate bis sechs Jahre Haft stehen. (red. derStandard.at, 18.4.2012)

foto: epa/kim hee-chul

Seoul, Südkorea

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foto: epa/kim hee-chul
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foto: epa/kim hee-chul
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epa/adi weda

Jakarta, Indonesien

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epa/adi weda

Allah, schütze mich vor den Versuchungen "Satan Gagas"

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foto: ap/dapd/bullit marquez

Manila, Philippinen

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