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Die Mathematik-Aufgaben werden etwas schwieriger sein. Beispielaufgaben finden Sie hier.
Wien - In sogenannten Bildungsstandards wurde 2009 festgelegt, was Schüler in der vierten Schulstufe (4. Klasse Volksschule) in Mathematik und Deutsch bzw. in der achten Schulstufe (4. Klasse Hauptschule/AHS/Neue Mittelschule) in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch wissen und können sollen. Ab der kommenden Woche werden die Standards nun erstmals österreichweit abgeprüft: Alle rund 80.000 Schüler der achten Schulstufe werden am 23. Mai ihre Mathematik-Kompetenzen unter Beweis stellen, bis Dezember 2012 sollen die Ergebnisse vorliegen. Ab sofort werden jedes Jahr im Frühjahr die Kompetenzen aus einem bestimmten Bereich abgefragt.
Nachhaltiger Kompetenz-Aufbau
Ziel der Standards ist es, statt flüchtigem Wissen den nachhaltigen Aufbau von Kompetenzen in den Mittelpunkt des Unterrichts zu stellen. Eingeführt wurden sie nicht zuletzt als Reaktion auf das schlechte Abschneiden heimischer Schüler bei internationalen Bildungsvergleichen wie der PISA-Studie. Um die Wirkung der Standards bewerten zu können, wurden vor ihrer Einführung Ausgangstestungen durchgeführt, mit deren Ergebnis das Abschneiden bei der ersten österreichweiten Standardüberprüfung verglichen werden kann. Lehrer können außerdem durch spezielle Testinstrumente kontinuierlich überprüfen, wo ihre Schüler stehen - und bei Problemen gegensteuern.
Schmied bittet um Vertraulichkeit
In einem Rundschreiben appeliert Unterrichtsministerin Claudia Schmied (SPÖ) an die Schulen mit den Ergebnissen der Überprüfungen vertraulich umzugehen. "Auch wenn das Ergebnis einer Schule erfreulich ausgefallen ist, es nicht im Sinne einer seriösen Auseinandersetzung mit Schulentwicklung ist, wenn die Schulleitung oder Mitglieder der Schulpartnerschaftsgremien damit an die Öffentlichkeit gehen", so die Ministerin.
Keine Rankings
Überprüfungsergebnisse, die Eltern, Lehrer bzw. Schüler im Rahmen ihrer Tätigkeit in den Schulforen bzw. Schulgemeinschaftsausschüssen erhalten, seien vertraulich zu behandeln, heißt es weiter. Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass in den Ergebnisberichten "keine Darstellungen enthalten sind, die dazu verleiten, eine Rangreihe nach einem plakativen Testwert zu erstellen": "Dies geschieht nicht deshalb, um Konkurrenz oder Wettbewerb auszuschließen, sondern damit keine schnellen und oberflächlichen Schlüsse daraus gezogen werden." Um die tatsächliche Leistung einer Schule zu beurteilen, bedürfe es eines "wesentlich tieferen Blicks" auf Rahmenbedingungen, schulinterne Kultur, Ansprüche und Zielsetzungen am jeweiligen Standort.
An die Lehrer appellierte Schmied, auf die herannahende erste Standard-Überprüfung nicht mit "erhöhtem Stoffdruck" zu reagieren. Dies wäre "in mehrerer Hinsicht eine ungünstige und unerwünschte Entwicklung". Nachhaltiger Kompetenzaufbau bedürfe einer anderer Herangehensweise - "außerdem soll jener Teil der Kompetenzen, der im Testdesign überprüfbar ist, kein so großes Gewicht erhalten".
"Nicht als Grundlage für Noten"
Gleichzeitig werden die Pädagogen daran erinnert, dass "die Überprüfungsergebnisse auch nicht als Grundlage für die Leistungsbeurteilung von Schülerinnen und Schülern herangezogen werden dürfen". Umgekehrt sind die Ergebnisse der einzelnen Klassen bzw. Unterrichtsgruppen von der Schulleitung zwar mit den Lehrern zu besprechen: "Sie sind allerdings nicht für eine dienstrechtliche Leistungsbewertung der Lehrerinnen und Lehrer heranzuziehen."
Mündliche Prüfungen an 100 Schulen
Bei den Bildungsstandard-Erhebungen wird jeweils der gesamte Jahrgang geprüft. Ausnahme ist der mündliche Teil in Deutsch bzw. Englisch, wo nur eine Stichprobe von rund 100 Schulen getestet wird. Bei den nun anstehenden Mathematik-Testungen werden insgesamt 48 verschiedene Kompetenzen abgefragt, über die die Schüler mit Ende der Sekundarstufe I verfügen sollten. Überprüft werden ihre Fähigkeiten etwa beim Rechnen, Interpretieren und Argumentieren. Die Erhebung dauert maximal 120 Minuten, wobei es dazwischen mehrere fünfminütige Pausen gibt. Am Ende müssen die Schüler noch Fragebögen zu statistischen Daten und ihrer Lernumgebung beantworten.
Im Internet einsehbar
Die Resultate sollen den Schülern einen Überblick geben, wo ihre persönlichen Stärken und Schwächen liegen, sie können diese im Internet einsehen. Lehrer bekommen nur die summativen Ergebnisse der Klasse und sollen damit ihren Unterricht reflektieren und anpassen können. Die Schulleiter bekommen die Ergebnisse von Klassen und Schule, um mit Qualitätsentwicklung oder Weiterbildungsmaßnahmen auf Mankos reagieren zu können.
Außerdem bekommt die Schulaufsicht die Daten über ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereich und soll die Schulentwicklung entsprechend steuern - etwa durch Änderungen in der Lehreraus- und -fortbildung, der Lehrpläne, Bücher oder beim Stundenausmaß einzelner Fächer.
Drei-Jahres-Zyklus
Nach dem Mathematik-Test im Mai 2012 folgt 2013 die Erhebung der Kompetenzen im Fach Englisch in der achten Schulstufe. Gleichzeitig sollen erstmals die rund 83.000 Schüler der vierten Schulstufe in Mathematik getestet werden. Für 2014 sind Überprüfungen des Fachs Deutsch in beiden Altersgruppen angesetzt. 2015 beginnt der Drei-Jahres-Zyklus mit Mathematik in der achten Schulstufe von vorne, die Volksschulen sind erst 2016 wieder dran. Die Gesamtkosten für das Projekt von der Entwicklung über die Ausgangstestungen bis zu den Standardüberprüfungen liegen zwischen dem Start 2009 und dem Ende des ersten Durchgangs 2014 laut Unterrichtsministerium bei rund 42 Mio. Euro. (APA, 18.5.2012)
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...dienen doch nur dazu Schmidt's BIFIE-Würstchen zu beschäftigen. Zuerst gehören österreichweit alle Lehrer(innen) samt Vorbereitungen evaluiert.
Da leben noch sehr viele im vorigen Jahrhundert, verwenden uralte Vorbereitungen und sind offline, weil sie nicht einmal einen PC vernünftig bedienen können !
wenn der Test am 23.Mai abgeschlossen ist, aber erst im Herbst die Auswertung da ist, dann verstehe ich nicht, wo die Leute(Bildungmanager und U-Ministerium) noch leben. In der Urzeit oder im Dauerurlaub ????
Der PC ist schon lange erfunden, die Leute in den Schulen könne EDV( zum Eingeben wirds ja noch reichen) und ausgerechnet und ausgewertet ist das in 2 Stunden im Bundesrechenzentrum. Wenn sie das nicht können, sollen sie zurück in die Vergangenheit und EDV lernen. Heute werden in einer Stunde Milliarden Daten abgeglichen und diese Hobbymannschaft schafft das erst bis Herbst. -
In der Privatwirtschaft: Fristlos entlassen !!!!
wie sehr sich die Schulverwaltungen Mühe geben, das logischste - nämlich klare Vergleiche, aus welchen Schulen die Kinder mit den Kenntnissen, die sie haben sollen, rauskommen und aus welchen sie nicht genug lernen - zu verhindern.
Ja, es ist wichtig für Eltern zu wissen, welche Schulen gut sind, wo den Kindern etwas beigebracht wird.
Aber diese Vergleiche scheut ja die Frau Ministerin, weil dann rauskommt, was nicht sein darf: Der Wunsch der Eltern, dass ihre Kinder vor allem in Ballungsräumen in eine AHS und nicht in eine HS/NMS gehen soll, ist berechtigt.
lg
Dimple
also addieren geht bei 60%
multiplizieren bei 50, dividieren bei 40 und prozentrechnen schaffen spontan bestenfalls 20%
schon wenn sie einen fragen wieviele null eine million hat bekommen sie 30% falsche antworten.
sinngemäs lesen können sowieso bestenfalls 50%
das ist das ergebnis unsere schulen - eine schande!
ich teile aus erfahrung ihre pessimistische meinung über das "bildungsniveau" der menschen. allerdings muss ich ihnen aus erfahrung ebenso heftig widersprechen, wenn sie den wesentlichen grund dafür im schulsystem orten. es wäre vielmehr an der zeit, die naive vorstellung von der lernfähigkeit und der art des lernens zu überdenken. es ist eben leider nicht so, dass jeder mensch aufgrund eines kurzen inputs und ein paar übungen zumindest alle "kulturtechniken" ausreichend beherrschen kann. als lehrer mit klarem blick stellt man leider schnell fest, dass die fähigkeiten in den verschiedenen bereichen höchst ungerecht verteilt sind. im sport gesellschaftlich völlig akzeptiert. bei intellektuellen fähigkeiten leider (zum glück?) ignoriert!
warum soll sich ein schüler bei diesem test anstrengen ?
er hat für ihn keinerlei nutzen. der sinn der testung ist für kinder auch nicht wirklich erfahrbar.
das testergebnis erfährt er dann 6 monate später, ein zeitpunkt, an dem er seine weitere laufbahn bereits entschieden hat.
also auch das ergebnis des tests hat keinerlei praktische relevanz für ein kind und seine eltern.
bildungspolitiker testen also was, wie, für wen ?
und nachdem alles halbanonym ist, kann dann halt wunderbar daten/ge/missbrauch damit betrieben werden.
welche kompetenz zeigt da denn bitte die oberste riege der bildungspolitik uns, den schülern, eltern, lehrern... ?
wie man viel geld und viel arbeit sinnlos investiert ?
gegenfrage: warum sollten sich lehrer anstrengen, den unterricht spannend zu gestalten und sich wirklich vorzubreiten? finanziell ist es völlig egal und damit man seinen job verliert, muss man sich schon wirklich was zu schulden kommen lassen. kontollieren tut die arbeit niemand.
"zähne schärfen" habe ich noch nie gehört, ausser bei grottenschlechen übersetzungen aus dem englischen.
warum um alles in der welt sollte ich lehrerin werden? da hab ich dann vielleicht noch sie als kollegen? nein danke, dafür reicht mein langmut leider nicht. aber ein andere vorschlag: warum suchen sie sich nicht einen gut bezahlen unstressigen job in der privatwirtschaft? ich denke nicht, dass sie in meinem unmittelbaren arbeitsumfeld landen, unsere qualitäten sind zu verschieden.
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