Das Understatement der neuen Facebook-Millionäre

18. Mai 2012, 10:17
  • T-Shirt- und Kapuzenpulli-Mode statt Krawatte.
    foto: dapd, paul sakuma

    T-Shirt- und Kapuzenpulli-Mode statt Krawatte.

"Wer protzt, erntet Häme und Spott", so die Firmenpolitik - Energy Drinks statt Champagner

Am Donnerstag hat Facebook einen soliden Börsengang hingelegt und damit 16 Milliarden US-Dollar kassiert. Am Abend wurden alle Mitarbeiter des Konzerns zu einem Hackathon (eine Programmiersession), um dem Begriff "Millionär über Nacht" mehr Bedeutung zu verleihen. Und dass man bei dem Treffen mehr Energy Drinks als Champagner vermutet, liegt dem Firmenimage zugrunde. Grundsätzlich gilt dort, mit dem Reichtum nicht zu protzen. "Wenn jemand ein teures Auto kauft und Bilder davon postet, macht er sich damit nur lächerlich", sagt ein Facebook-Manager gegenüber der New York Times

Worin investiert man als nächstes?

Nicht, dass auch dieses Unternehmen auf ausreichend Finanzierung lugt. Aber Geld würde mehr als Maßstab dienen und weniger als etwas, das man stolz präsentiert. Offen sprechen die meisten Internetmillionäre dann über Geld, wenn es darum geht, worin Start-Ups als nächstes investieren sollen.

Nicht auf Facebook posten

Natürlich kaufen die gut verdienenden Facebook-Mitarbeiter auch hie und da schicke Anwesen oder sogar Flugzeuge, aber es wird nie in ihrer Facebook-Timeline zu finden sein, so der Bericht.

Ähnliche Politik bei Google

Eine ähnliche Firmenpolicy wird auch bei Google hochgehalten. Im Sommer 2004, kurz bevor der Suchmaschinenkonzern an die Börse ging, wurden die Mitarbeiter zusammengetrommelt und ermahnt: Wer es wagen sollte, mit einem protzigen Sportflitzer bei der Arbeit aufzutauchen, wird seinen Platz räumen müssen. Die Geschichte ist eine Silicon Valley Überlieferung. Es ist aber auch bekannt, dass drei von Googles Topmanager im Besitz einer ganzen Sammlung von Privatjets sind, die im NASA-Hangar parken.

Kapuzenpulli-Mode

Während einige Promis aus der Techbranche durchaus einen großspurigen Lebensstil führen, gehen viele nach dem Motto "weniger ist mehr". In die Runde fällt auch Mark Zuckerberg, der das heute größte soziale Online-Netzwerk gegründet und daraus in vergleichbar kurzer Zeit einen einflussreichen Konzern geschaffen hat. In dieser Ecke von Palo Alto ist eher die "Kapuzenpulli"-Mode verbreitet.

Bescheidenheit

Dieselbe Bescheidenheit signalisiert er auch nach außen. In einem Brief an potenzielle Anleger schrieb er: "Wir entwickeln keine Dienste, die Geld machen; wir machen Geld, um bessere Dienste zu entwickeln." Die Regel lautet "gib dein Geld aus, aber mache es privat". (ez, derStandard.at, 18.5.2012)

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welche rechtsform war fb denn vorher?

sprich wem gehören jetzt die 16mrd?

Immer schon AG.

Bestehende Eigentümer haben Anteile verkauft und dafür Geld bekommen. Falls es gleichzeitig auch eine Kapitalerhöhung gab, ist dieses Geld beim Firmenkapital gelandet, abzüglich Entgelt für die Bezugsrechte an die "Alt"-Aktionäre.

aso (verzeihen sie mein komplettes unwissen)

also kann man als ag auch nicht an der börse sein?

Die große Mehrheit der AGs ist nicht börsenotiert, AG ist nur die Rechtsform der Firma.

Ob ein Wertpapier an einer Börse notiert, ist wieder was anderes. Das kann auch eine Anleihe oder ein futures-Kontrakt auf Schweinebäuche sein.

danke :)

die 16 mrd gehören der aktiengesellschaft. die anleger, die diese 16 mrd bezahlt haben, haben hierfür anteile an der ag erhalten.

das dachte ich mir auch

und woher sind dann alle plötzlich reich geworden, und woher war zuckerberg vorher schon so reich?

werbeeinnahmen und gewinnverteilung via anteilseignerschaft?

Indem sie ihre gehaltenen Aktien teilweise zu Geld gemacht haben. Da zu Beginn eines start-ups ja kein Geld da ist werdend die wichtigen Mitarbeiter mit firmenanteilen bezahlt.

dachte, erst ab jetzt isses eine ag, sprich gibts erst jetzt aktien

oder meinten sie firmenanteile

reich sind sie alle "nur" auf dem papier. ihre millionen sind der wert, den ihre facebook-anteile nun nach dem börsengang haben.

und zuckerberg & co haben vorher durch die laufenden einnahmen (85% werbung) schon ordentlich kohle gescheffelt.

thx

so dachte ich es mir auch

danke

wie viele facebook-artikel sind "zu viel"?!

energy drinks ....

wie wärs mal wieder mit wasser, apfelsaft, usw .... check nicht, was "cool" daran ist, sich das ungesunde zeug reinzuhauen

Vielleicht um eine Nacht durcharbeiten zu können?

da oben gings eher darum, dass es "cool und modern" ist.

Energy Drinks verursachen Krebs und Alzheimer.

Vielleicht finden das die Kids von heut cool

Wer sagt, dass es cool ist

Beim Hackathon wird die ganze Nacht durch programmiert, da hat man schon mal einen Hänger. Die einen trinken dann halt Kaffee, die anderen Energydrinks....

Also genau so scheinheilig handeln wie Politiker. ;)

"In dieser Ecke von Palo Alto ist eher die "Kapuzenpulli"-Mode verbreitet"

Facebook ist nach Menlo Park auf den ehemaligen SUN Campus umgezogen. Die platzten in Palo Alto aus allen Naehten.

Sätze brauchen ein Prädikat

Das Einmaleins des Satzbaus. Ein Satz brauch ein Prädikat und ein Subjekt, damit er auch etwas aussagt.

"Am Abend wurden alle Mitarbeiter des Konzerns zu einem Hackathon (eine Programmiersession), um dem Begriff "Millionär über Nacht" mehr Bedeutung zu verleihen."

Dies ist einfach kein Satz. Nur weil hier im Nebensatz ein Verb steht, kann der Haptsatz nicht darauf verzichten. Bitte ein wenig Qualitätskontrolle durchführen, ha?!

Sätze brauchen ein Prädikat

Das _ist_ das Einmaleins des Satzbaus.

Schäm dich =)

Schön zu sehen dass wir offenbar so viel aus dem Platzen der Dotcom-Blase gelernt haben...

Grammatik-Grundkurs für ez!

JETZT!! BITTE!!!

Verstehe.

Also während der Arbeit Kapuzenpulli, Jeans & altes Fahrrad.

Privat dann Anzug, Porsche & Champagner.

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