Zertifikate auf Dividendenindizes

18. Mai 2012, 08:16
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Open End Index-Zertifikate mit Bezug auf empirische oder erwartete Dividenden

Deutsche Unternehmen schütten im Jahr 2012 insgesamt über 34 Milliarden Euro an Dividenden aus, wie die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) in einer am Montag vorgestellten Studie mitteilt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Steigerung von knapp 5 Prozent. Wermutstropfen sind die Dividendenkürzungen von RWE und E.On (jeweils minus mehr als ein Drittel), die den DAX-Durchschnitt auf plus 5 Prozent drückten ohne diese Einschnitte würden knapp 36 Mrd. ausgeschüttet. Die Top 5 Dividendenzahler im DAX - nach Höhe der Ausschüttungen in Euro sind Deutsche Telekom mit über 3 Mrd. Euro, gefolgt von Siemens, Daimler, BASF und Allianz (alle über 2 Mrd. Euro). Die Ausschüttungen von MDAX-Unternehmen stiegen um über 23, im SDAX sogar um 45 Prozent gegenüber 2011. 

Open End Index-Zertifikate

Wer auf dividendenstarke Titel setzen möchte und die Transparenz und Kosteneffizienz von Indexzertifikaten schätzt, hat etwa bei der HVB die Auswahl zwischen zwei Zertifikaten, die beide dividendenstarke Werte bündeln. Der Unterschied besteht in den Kriterien, die zur Zusammensetzung des Auswahluniversums und der anschließenden Gewichtung führen. 

Der Dow Jones Germany Select Dividend 20 Distributing Index (HVB-Open End-Zertifikat: DE000HV5JPD7) vereinigt die 20 deutschen Aktien mit der höchsten empirischen Dividendenrendite. Einmal jährlich im März wird der Index überprüft und nach Dividendenrendite neugewichtet, wobei das Maximalgewicht einer Aktie bei 15 Prozent liegt. Die Dividendenausschüttungen werden als Cash-Komponente zu EONIA verzinslich im Preis des Zertifikates mitgeführt und jährlichen zweimal ausgeschüttet. Eine Managementgebühr fällt nicht an. 

Der Dow Jones Germany Forecasted Dividend Plus Index (HVB-Open End-Zertifikat: DE000HV5ZN70) wird dagegen auf Basis der erwarteten künftigen Dividendenzahlungen zusammengestellt. Die Titelgewichtung - maximal 10 Prozent bemisst sich nach der erwarteten Dividendenrendite, dem Dividendenwachstum der letzten drei Jahre und der prozentualen Aktienkursentwicklung der letzten drei Monate. Der Index wird zweimal jährlich überprüft, Dividendenzahlungen werden nicht ausgeschüttet, sondern thesauriert; es kommen ebenfalls keine Managementgebühren zum Abzug. 

ZertifikateReport-Fazit

Insbesondere bei kleineren Beträgen und einem mittel- bis langfristigen Anlagehorizont bieten die Index-Zertifikate Vorteile gegenüber einem Direktinvestment in dividendenstarke Aktien. Anleger profitieren nicht nur vom Diversifikationseffekt, sie sparen auch Transaktionskosten und die Zeit für Recherche, Auswahl und Gewichtung der Titel. Fair: Auf Managementgebühren wird verzichtet. (Aussendung)

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