UN-Diplomaten: Nordkorea wollte Waffenmaterial liefern

17. Mai 2012, 23:12
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Westliche Diplomaten richten Warnung an Pjöngjang

New York - Nordkorea hat nach Angaben von UNO-Diplomaten versucht, Rüstungsmaterial an Syrien zu liefern. Dies gehe aus einem Bericht des Sanktionsausschusses hervor, über den vom Sicherheitsrat am Donnerstag in einer vertraulichen Sitzung in New York beraten worden sei. Demnach habe Nordkorea versucht, die Sanktionen der Vereinten Nationen zu umgehen und Material zur Herstellung von Waffen und Munition zu liefern. Der Transport sei aber von den Behörden eines UNO-Mitgliedslandes abgefangen worden.

Gegen das syrische Regime gibt es trotz der etwa 10.000 Toten bei der Niederschlagung seit mehr als einem Jahr dauernden der Massenproteste kein Waffenembargo der Vereinten Nationen, Nordkorea ist solch ein Handel jedoch per Resolution des Sicherheitsrates untersagt. Das mächtigste UNO-Gremium hatte das stalinistisch geführte Land zweimal nach Atomtests mit Strafen belegt.

Mit Blick auf den jüngsten Raketentest Nordkoreas warnten westliche Diplomaten Pjöngjang vor weiteren Provokationen. Der deutsche UN-Botschafter Peter Wittig forderte in der Sitzung Teilnehmern zufolge die Führung des Landes auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Falls es zu neuen Atomtests komme, sei eine "harsche Reaktion" des Sicherheitsrats unumgänglich. Es sei im Interesse des Landes, das Vertrauen der internationalen Gemeinschaft wiederzuerlangen. Ein wichtiger Schritt wäre die Zustimmung zu Inspektionen der Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA).

Zuvor war bekanntgeworden, dass UNO-Experten von Waffenlieferungen aus dem Iran nach Syrien erfahren hatten. Unter anderem sei der Verkauf von Sturmgewehren, Munition, Mörsergranaten, Sprengstoffen und Zündern aufgedeckt worden. (APA,17.5.2012)

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