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Kein Fußball-Verein in Österreich wird härter kritisiert als Salzburg. Klar, die Bullen sind der Budget-Kaiser der Liga und immer wieder lautet der Vorwurf, mit großen Ressourcen nur bescheidene Erfolge zu erzielen. Und es ist auch noch gar nicht allzu lange her, da hatten die Fans genug vom unansehnlichen Salzburger Kick und genug von einem Trainer, der bisweilen eine eigenartige Philosophie von Fußball vertrat. Ricardo Moniz war nach den erschreckenden Leistungen im Frühjahr so gut wie weg, jetzt ist Salzburg nicht nur Meister, sondern hat auch noch die Chance auf das Double. Das gelang bisher nicht einmal den früheren Meisterteams in der Ära Red Bull unter Trappatoni oder Adriaanse. Und 15 Spiele in Serie im Saison-Finish ungeschlagen zu bleiben, ist auch nicht von schlechten Eltern.
Viel wurde geschimpft, doch die eigentliche Meisterleistung für Salzburg besteht vielleicht darin, zum ersten Mal seit dem Einsetzen des Mateschitz'schen Geldregens keine Schnellschüsse gemacht zu haben: Moniz ist zwar nicht unumstritten - erst vergangene Woche ließ Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz in einem Interview ("Es soll auch Mannschaften geben, die ohne Trainer Meister werden") erneut Zweifel an der Zukunft von Moniz aufkommen - gefeuert wurde er aber nicht.
Der Trainer ist natürlich nicht wurscht, sondern womöglich Teil eines Konzepts, das es in Salzburg in den ersten Jahren nicht gegeben hat. Zu Beginn der Red-Bull-Ära wurden Stars nach der Reihe eingekauft und nach Pleiten wieder abserviert. Mittlerweile tummeln sich im Bullenstall immerhin ein paar junge Österreicher mit Perspektiven. Das ist wohl wertvoller als ein Eintrag in die Annalen der österreichischen Fußball-Bundesliga. (Florian Vetter, derStandard.at, 17.5.2012)
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Ebenfalls weiter steigend ist der Anteil der jungen eingesetzten Spieler. So kamen in der Saison 31,4 Prozent Spieler zum Einsatz, die unter 23 Jahre alt waren, davon 12,3 Prozent U21- und 1,3 Prozent U19-berechtigt.
Klub
Öer-Anteil
Wr. Neustadt
95 %
Austria Wien
84 %
Admira
83 %
Rapid
80 %
Sturm
79 %
Mattersburg
78 %
Ried
71 %
Innsbruck
65 %
KSV 1919
64 %
Salzburg*
38 %
Gesamt
73,6 %
Das auch noch dazu:
Der Österreicher-Topf, mit dem die (jungen) österreichischen Spieler in der tipp3-Bundesliga powered by T-Mobile gefördert werden, zeigt über die gesamte Saison 2011/12 positive Auswirkungen und beträgt am Ende 73,6 Prozent. d.h. mehr als zwei Drittel aller eingesetzten Spieler über die gesamte Saison hinweg waren Österreicher.
Sieben Klubs haben mehr als 70 Prozent Österreicher-Anteil (siehe folgende Tabelle) im Einsatz.
Und Salzburg hat sich jetzt hinsichtlich der Meistertitel vor die Vienna geschoben:
Rapid - 32
Austria - 23
Tirol - 10
Admira - 8
SALZBURG - 7
Vienna - 6
Sportklub und Sturm Graz - 3
Hakoa, LASK, VÖEST, GAK WAC, WAF, FAC und Wacker - 1
Wer soll RB in Österreich dann noch stoppen?
Strategie und "Taktik" von Moniz haben wenige verstanden, wahrscheinlich auch jetzt noch nicht. Aber trotzdem keine Unruhe in den Verein zu lassen - wie Austria und Sturm als Negativbeispiele - war wohl wirklich entscheidend.
Gewonnen haben Führungsspieler wie Jantscher, Svento, Walke mit ihrer individuellen Klasse, aber nicht die Taktik des Trainers.
Erfolge hat im internationalen Geschäft aber, wer das bessere System hat. Da sehe ich bei RB aber noch nichts.
Wieso spendieren sie der Taktik Anführungszeichen?
By the way verrät ihr vorletzter Satz, ihre schier nicht enden wollende Ahnungslosigkeit:
'Erfolge hat im internationalen Geschäft aber, wer das bessere System hat.'
Gibt es ein besseres System?
ja und? es sollten immer die besten eines vereins spielen...und wenns so war, um was gehts bei uns? sieger ist die mannschaft mit den meisten inländern? inländer vs legionäre, das ist wohl nur bei uns ein thema...möchte nicht wissen, was die anderen machen würden, wenn sie geld hätten...nix mehr mit ausbildungsverein...deswegen, rbs holt trotzdem österreicher!
Also der Artikel ist doch etwas "gewagt".
Die 2-3 "jungen" Österreicher die da gestern gespielt haben bei den Dosen waren die schwächsten am Platz (Teigl, Hierländer-unteriridisch, Savic auch nicht viel), während bei der Admira! die jungen bereits das Spiel tragen und ein Sabitzer zu recht von Koller belohnt wird.
Man kann für die Konkurenz nur hoffen, dass die Dosen auf diese!! Jungen setzten nächste Saison....
die mit beträchtlichem geldaufwand und daher - aus europäischer sicht - guten individuellen kickerqualitäten
zur österreichischen top-mannschaft hochgeförderten salzburger bullen
machen es für die wiener (groß?)klubs zur überlebensfrage, ihr leistungsniveau immer wieder neu an jenes der bullen heranzuführen.
davon profitieren BL-mannschaften wie rapid, austria & co
und darüber hinaus auch das niveau und das internationale standing des gesamten heimischen
fußballs.
ÖFB, rapid, austria & co bedanken sich daher bei didi mateschitz für seine großzügigkeit gegenüber den heimischen kickern und deren fans...
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