Der Meistertrainer darf eh bleiben

17. Mai 2012, 20:28
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Vereinsführung vor Cupfinale mit klarem Bekenntnis zu Trainer Moniz - Lob aus Hamburg

Salzburg - Peter Vogl, der Geschäftsführer von Österreichs Fußball-Meister Red Bull Salzburg, hat am Donnerstag im Rahmen der Meisterparty Trainer Ricardo Moniz das Vertrauen ausgesprochen. "Die Gerüchte um eine Ablöse von Ricardo Moniz werden entschieden zurückgewiesen. Wir gehen in die kommende Saison und natürlich in die Champions-League-Qualifikation mit Moniz. Unabhängig davon, wie das Cupfinale am Sonntag ausgehen wird", erklärte Vogl im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur.

Laut Vogl wurden diese Pläne vom obersten Red-Bull-Chef abgesegnet: "Das bestätigte mir auch Clubboss Dietrich Mateschitz bei einem Gespräch am Dienstag." Moniz zeigte sich über die Rückendeckung durch die Vereinsspitze hoch erfreut. "Ich bin froh und stolz, für so einen Verein zu arbeiten. Wenn mir der Verein jetzt das Vertrauen ausspricht, dann tut das sehr gut", sagte der Niederländer. 

Lob aus Hamburg

Für ihn gab es zuvor schon vom Sportchef des Hamburger SV einiges an Lob. Frank Arnesen bescheinigte seinem ehemaligen Mitarbeiter aus der Zeit bei Eindhoven: "Er beherrscht alle Facetten des Fußballs". Als Sportdirektor von PSV Eindhoven (1994 - 2004) holte Arnesen Moniz als Jugend- und Techniktrainer zum Club. "Ich habe gesehen, dass er ein großen Vermögen hat, das Spiel zu verbessern. Ich habe viele Trainer erlebt, aber es gibt nicht so viele, die dazu in der Lage sind", meinte Arnesen und erinnerte sich an den Besuch eines Techniktrainings unter Moniz: "Ihm entgeht nichts, er sieht alles."

Als er im Mai des Vorjahres sein Amt als HSV-Sportchef antrat, hätte Arnesen Moniz gerne in seinem Team gehabt, handelte sich aber eine Absage ein. "Ich habe versucht, ihn nach Hamburg zu holen. Aber das ist typisch für Moniz, der für den Fußball lebt. Er hat auf den Vertrag bei Salzburg verwiesen und war froh, die Möglichkeit zu bekommen, sich als Profitrainer zu beweisen. Dafür hatte ich sehr viel Respekt." (APA, 17.5.2012)

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