Frankfurt: 150 Demonstranten verhaftet

17. Mai 2012, 20:07
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Polizei löst friedlichen Protest gegen Versammlungsverbot auf

Frankfurt am Main - Mehr als 1.000 Menschen haben am Donnerstag in Frankfurt friedlich gegen ein Versammlungsverbot und gegen die Politik in der Euro-Schuldenkrise demonstriert. Die Polizei nahm nach eigenen Angaben jedoch 150 Teilnehmer einer Kundgebung im Universitätsviertel vorläufig in Gewahrsam, da sie gegen das von der Stadt erlassene Demonstrationsverbot verstoßen hätten. Auch die Teilnehmer von zwei weiteren Kundgebungen seien aufgefordert worden, ihre Versammlungsorte in der Innenstadt und am Hauptbahnhof zu verlassen.

Die Stadt hatte das mittlerweile von Gerichten bestätigte Verbot mit der Sorge vor gewaltsamen Ausschreitungen begründet, nachdem es bei Protesten gegen die europäische Krisenpolitik am 31. März in Frankfurt zu schweren Krawallen gekommen war. Für das Wochenende planen die Behörden mit dem Einsatz von bis zu 5.000 Polizisten aus mehreren deutschen Bundesländern. Bis zu 40.000 Kapitalismusgegner werden erwartet - die Polizei befürchtet, dass sich darunter bis zu 2.000 gewaltbereite Personen mischen.

Die unter dem Namen "Blockupy" zusammengeschlossenen Veranstalter erklärten dagegen, die von der Stadt, der Polizei und dem hessischem Innenministerium entworfenen "Horrorbilder und Drohszenarien" entbehrten jeder Grundlage. (APA/Reuters, 17.5.2012)

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