Elektronisch tönt der Frühling

17. Mai 2012, 20:20
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Grazer Springfestvial bis 20. Mai

Im zwölften Veranstaltungsjahr besitzt das Grazer Springfestival eine internationale Reputation, die auf exzellenter Programmierung ebenso beruht wie auf einem engagierten Rahmenprogramm, das dem weiten Bereich der elektronischen Tanzmusik eine theoretische Ebene verleiht und damit eine deutliche Abgrenzung zu musikalisch verwandten Veranstaltungen bedeutet.

Bereits am Mittwoch gestartet, kommt es heute, Freitag, und morgen, Samstag, zum Festival-Höhepunkt, was auch im Kuratorenmodell und damit verbundenen ungewöhnlichen Kombinationen begründet liegt. BBC-Mann und überlebensgroße Klub-Figur Gilles Peterson (World-Wide-Show) präsentiert im Dom im Berg als Kurator seine Dingwalls-Session und führt dabei mit Kollegen wie Patrick Forge Beats und Jazz zusammen.

In der Stadthalle bestreiten in der Zwischenzeit u. a. Modeselektor und die französischen House-Helden Cassius die Nacht. Wobei Modeselektor in der Postgarage im Zuge ihrer Monkeytown-Label-Night auch als DJs werken werden; und im PPC pendelt sich der Abend mit DJ Hype, Dynamite MC und Scratch Perverts zwischen Hip-Hop, Drum 'n' Bass und südamerikanischen Rhythmusmustern ein.

Nicht minder prominent der Samstag. Beim großen Kehraus in der Stadthalle gibt sich mit Ms. Dynamite ein seltener Gast die Ehre. Für höheren Dubstep sorgen die Genrehelden Skream & Benga. Hoch hergehen dürfte es am Samstag auch im PPC. Der als Drums of Death bekannte und Springfestival-erprobte Brite Colin Bailey fungiert als Kurator, um sich und seine stets hoch gehandelte Live-Show selbst zu buchen. Höhepunkt in den frühen Morgenstunden: ein DJ-Set der britischen DJ-Legende Andrew Weatherall, der einst als Produzent Primal Screams wegweisendes Album Screamadelica verantwortete. (lux, DER STANDARD, 18.5.2012)

  • Mathematik trifft Dream-Pop: Dillon.
    foto: springfestival

    Mathematik trifft Dream-Pop: Dillon.

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