Neuer Boden für alte Künste

21. Mai 2012, 17:51
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    foto: vacheron constantin
  • Vacheron Constatnin: Métier d'Arts L'Univers Infinis - Taube. 
Automatikaufzug, 3,6 mm hoch, 26,2 mm Durchmesser, 40 Stunden 
Gangreserve, Genfer Punze.
    foto: vacheron constantin

    Vacheron Constatnin: Métier d'Arts L'Univers Infinis - Taube. Automatikaufzug, 3,6 mm hoch, 26,2 mm Durchmesser, 40 Stunden Gangreserve, Genfer Punze.

Schweizer Uhrenmanufaktur und französische Politik für europäisches Handwerk

Die Uhrenmanufaktur Vacheron Constantin wurde 1755 gegründet. Damit steigt sie im Wettbewerb um die älteste Uhrmacherei der Welt ganz gut aus.

Den kontinuierlichen Erfolg - immerhin trotzte man Weltkriegen, Wirtschaftskrisen, insbesondere der sogenannten Quartzkrise der 1970er-Jahre - schreibt man der Qualität des Handwerks zu. Aus diesem Grund ist der Schweizer Hersteller mechanischer Edel-Zeitmesser mit dem hochoffiziellen französischen Institut National de Métier d'Art, einem politisch-administrativem Förderinstrument für kleingewerbliche Handwerke, eine Partnerschaft eingegangen.

Heritage und Tradition

Die besteht darin, die alten Handwerke bekannt zu machen, auch jene, die nichts mit der Uhrmacherei zu tun haben. So wurden bei den von Vacheron Constantin unterstützten Journées des Métier d'Art Ende März in Paris zehn Meister und ihre Lehrlinge bei der Arbeit vorgestellt: etwa die einer Fächermacherin, eines Diamantschleifers, ein Cembalo-Bauers etc. Vacheron Constantin reihte sich mit den hauseigenen Kunsthandwerkern ein. Der Guillocheur führte vor, wie fein er Muster in Zifferblätter fräst, der Steinsetzer die Sorgfalt, mit der Mini-Brillanten etwa auf das Zifferblatt der "Taube" (Foto oben) gesetzt wird.

Fallen auch Wörter wie Heritage und Tradition häufig, will man doch zu verstehen geben, dass die europäische Handwerkstradition ein zentrales Wertschöpfungskriterium für luxuriöse Produkte für den Weltmarkt darstellt. (Bettina Stimeder, Rondo, DER STANDARD, 18.5.2012)

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